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Alt 09.06.2006, 21:15   #1
 
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Blinzeln Half Life²

Half Life – der Name allein ist eine Legende, welcher bei vielen Kennern eine Gänsehaut auslöst. Schon der erste Teil schaffte es seiner Zeit, die Kritiker und Zocker dieser Welt restlos zu begeistern und gerade zu mit Auszeichnungen und sehr guten, bzw. hohen Bewertungen zu überschütten. Selbst die später folgenden Add Ons überzeugten auf ganzer Linie und ließen kaum Wünsche offen. Mittlerweile sind einige Jahre verstrichen und Valve machte sich daran, einen Nachfolger zu entwickeln. Dieser steht nun seit längerer Zeit in den Verkaufsregalen der Märkte und wartet mit dem schlichten Titel „Half Life²“ darauf, endlich gekauft und vor allem gespielt zu werden. Die Erwartungen sind hoch – zu Recht. Kann der zweite Teil an den Erfolg des ersten anknüpfen? Ist das überhaupt möglich – und viel wichtiger, was erwartet den interessierten Spieler in Half Life² überhaupt? Fragen über Fragen, welche in meinem review beantwortet werden - Stück für Stück. Viel Spaß beim Lesen


Vielen dank an Troublemaker für die Zusammenführung der anfallenden Threads


Aller Anfang ist...lang – Abenteuer Installation


Wer kennt das nicht? Ein neues Spiel gekauft, DVD oder CD in das lokale Laufwerk eingelegt, Ordner ausgewählt, hier und dort geklickt und schwups – schon ging es los. Zeit für einen Toilettengang, ein Telefonat oder einfach Zeit, um den Kühlschrank zu plündern – der Computer wird´s schon richten. Half Life² präsentiert sich schon in Sachen Installation äußerst anspruchsvoll und vor allem zeitintensiv. Um das Spiel überhaupt installieren zu können, wird von vorn herein schon ein Internetanschluss benötigt.. Eine schnelle DSL- Verbindung ist hier schon fast das Pflichtprogramm, denn das Spiel legt zunächst einen Steam - Account an, welcher in erster Linie scheinbar als Kopierschutz fungieren soll. Denn um Half Life² spielen zu können, muss zunächst automatisch eine Verbindung zu Steam etabliert werden, was natürlich nur mit einem funktionierendem Internetanschluss läuft. Und falls ich es vergesse – neben Steam wird natürlich auch Half Life² installiert. Bei der Game of the Year Edition kann man neben dem Hauptspiel auch noch allerlei Spielereien zusätzlich installieren lassen. Zum Beispiel Counterstrike Source und sogar das original Half Life. Diese Art der Installation ist zwar insgesamt umständlich und relativ zeitaufwendig, geht aber in der Regel problemlos und sehr einfach von der Hand. Trotzdem – sollte die Internetverbindung plötzlich ausfallen, so kann Half Life² auch nicht gespielt werden. Alles in allem nicht nur eine langwierige, sondern auch fragwürdige Art des Kopierschutzes.


Die Story – das Spiel mit dem Fragezeichen


Etwas, welches zumindest ein wenig Angriffsfläche für Kritik am Vorgänger bot war die Tatsache, dass ein roter Faden in Sachen Story nur äußerst schemenhaft zu erkennen war und so gut wie gar nicht weitergesponnen wurde. In Half Life² wurde dieser Tatsache geschickt entgegengewirkt. Somit spielen wir wieder Gordon Freeman, welcher bereits Hauptakteur im ersten Teil war. Dabei ist die Story zwar allgemein etwas verwirrend, wird aber mit der Zeit immer mehr ausgebaut. Die Menschheit wurde mehr oder weniger versklavt. Städte, Dörfer und ganze Landstriche sind verwahrlost und menschenleer. Nur in einigen wenigen Gebieten scheinen noch Menschen zu existieren, welche aber als Sklaven den so genannten Combines dienen und für diese Arbeitsdienste verrichten. Nur in den sicheren Zonen ist es überhaupt möglich, mehr oder weniger sicher zu leben – natürlich unter der Knute der Combines. Neben kleineren Aufstandslagern, welche gnadenlos verfolgt werden, scheint die Menschheit kurz am Rande der Vernichtung zu stehen, denn sie sind nicht mehr in der Lage, sich fortzupflanzen. Wie gut, dass es noch Gordon gibt, welcher sich fortan als Freiheitskämpfer mehr oder weniger freiwillig für die restlichen Menschen und vor allem den Widerstand einsetzt. Dabei muss unser Held natürlich nicht lange auf Unterstützung in Form der hübschen Alyx warten, welche Gordon fortan Unterstützt und führt. Insgesamt wirkt die Story aber trotz allem etwas dünn angesiedelt, verfügt aber trotzdem über einige wenige Konturen.


Und los geht´s – Direkt im Spiel


Natürlich spielt man auch den zweiten Teil der legendären Half Life Reihe in der Egoperspektive. Somit handelt es sich rein optisch auch hier um einen Egoshooter der klassischen Schule. Zur linken sieht man die aktuelle Waffe samt Teile der Hand, und über den unteren Bereich des Screens sind diverse Statusanzeigen wie Lebensenergie, Munition, Magazine und die Energie eines schützenden Anzugs für Gordon bereitgestellt. Bei der Aufmachung und vor allem dem Einstieg hat man sich scheinbar am Ersten Teil orientiert: somit wird der Spieler nicht direkt mit einer Waffe in der Hand in das Spiel geworfen, sondern muss sich zunächst seinen Weg bis hin zu dem typischen Half Life Anzug bahnen, welcher natürlich das erste Highlight im Spiel darstellt und Gordon endlich die wichtigen Statusanzeigen liefert.

Natürlich geht es voranging wie in praktisch jedem Egoshooter auch in Half Life² an erster Stelle um Action um vor allem Abschüsse jeglicher Natur. Dabei stehen Gordon Freeman im Verlauf des Spiels immer mehr und vor allem durchschlagskräftigere Waffen zur Verfügung. Neben der obligatorischen Pistole, einer Maschinenpistole, Granaten und co. gibt es auch deutlich ausgefallenere Waffen zu benutzen. So verfügt der obligatorische Raketenwerfer über ein Laserleitsystem, mithilfe dessen der Spieler sein Ziel auf einem roten Strahl genau anpeilen muss. Die Rakete verfolgt anschließend genau diese, vom Spieler gesetzte Bahn. Eine Armbrust mit scheinbar glühenden Pfeilen gehört sicherlich auch nicht zur Standartbewaffnung in beliebigen Egoshootern – besonders nicht ein Pheromonlockstoff, welcher gefährliche Ameisenlöwen anlockt. Eine besondere und in dieser Art noch nie da gewesene Neuerung im Bereich Waffen stellt sicherlich die so genannte Gravity Gun dar. Mithilfe dieses Geräts kann unser Held besonders schwere Gegenstände zum Beispiel ganze Autos anheben und durch die Luft schleudern. Außerdem ist sie auch als Waffe sehr hilfreich – wer möchte schon gern eine ausgediente Waschmaschine an den Kopf geworfen bekommen? Insgesamt wurde diese Waffe sehr gut in das Spiel integriert und kommt sehr oft, aber nie überdosiert im Spiel auf mal mehr, und mal weniger spektakuläre Art zum Einsatz und wird zum Ende des Spiels sogar noch einmal aufgewertet.

Natürlich möchte der Rest des Waffenrepertoir auch zum Einsatz kommen. Möglichkeiten gibt es dazu reichlich, denn das Gegneraufgebot kann sich sehen lassen. Von den gefährlichen und mysteriösen Combines bis hin zu den altbekannten und schon fast kutligen Facehuggers aus dem Ersten Teil sind allerlei Geschöpfe aus selbigem vertreten. Selbst Hubschrauber und diverse Fahrzeuge machen Gordon Freeman das Leben schwer. Im Verlauf des Spiels ist unser Protagonist sogar in der Lage, selber eine Art Hovercraft und einen Buggy in großen Arealen selbst zu steuern. Leider lassen die wenigen, verschiedenen Gegnermodelle ein wenig Kreativität vermissen, denn sie wiederholen sich sehr oft und scheinen fast immer bis auf wenige Ausnahmen geklont zu sein. Etwas mehr Vielfältigkeit hätte hier nun wirklich nicht geschadet. In Sachen KI klotzt Half Life² anstatt zu kleckern; besonders die Combines glänzen durch deren untypisch gute EgoshooterKI und tragen somit zu einem sehr atmosphärischem und real wirkendem Gameplay bei. Erstaunlich: Gordon Freeman ist stets in der Lage, den Funkverkehr der hiesigen Combinesicherheitskräfte mitzuhören. Wie das in der Praxis funktioniert, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Dieser hat zwar für das Spiel keine Bedeutung, erzeugt aber sehr viel Atmosphäre und vor allem ein sehr spannendes Spielgefühl.

Um noch einmal auf die KI zu kommen - Sehr auffallend ist die Tatsache, dass man praktisch schon von Beginn an sehr viel Kontakt zu NPCs hat, welche außerdem stets irgendwelche Aktivitäten ausführen und niemals starr und scheinbar ohne Leben herumlungern. Besonders positiv fällt schon sehr früh im Spielverlauf auf, dass diese höchst ungewöhnliche und sehr realistische Bewegungen ausführen können. So beugt sich zum Beispiel an einer bestimmten Stelle ein Mann über ein Brüstungsgeländer und wirft dem Protagonisten einige Vorratskisten herunter. An einer anderen Stelle springt Gordons Mitstreiterin Alyx elegant und realistisch wirkend ein Geländer hinunter. Natürlich handelt es sich hier überwiegend um geskriptete Szenen, die aber sehr gut ins rechte Licht gerückt wurden. Während seines Abenteuers hat es unser Held mal mehr, und mal weniger mit den hiesigen Menschen zu tun, welche die marode und zerstörte Welt von Half Life² bevölkern. Dies war ein weiterer, kleiner Ansatz für Kritik im Ersten Teil, welcher nur eine seltene Interaktion mit den Menschen in Black Mesa zuließ. Dies wurde in Teil zwei deutlich verbessert und weiß komplett zu überzeugen.

Während des Spielverlaufs klappert unser Protagonist sehr viele und vor allem vielfältige Areale ab. Dabei haben die Herren und Damen von Valve erneut unter Beweis gestellt, dass sie in Sachen Abschnittsdesign allen anderen Entwicklerstudios um Meilen voraus sind und in den vielen, vergangenen Jahren keineswegs eingerostet sind. Egal welche Szenerie, ob realistisch oder unwirklich – von einer gruseligen, verlassenen Stadt samt grässlich verunstalteten und scheinbar Untoten Bewohnern bis hin zu wunderschönen, aber tödlichen Stränden und verlassenen Gebäuden wird alles Aufgeboten, was das Spielerherz begehrt – und noch einiges mehr. Somit hat man zum Beispiel nicht auf weitläufige Areale verzichtet, welche bisweilen sogar absolute Freiheit vortäuschen und links und rechts vom roten Faden ist dadurch praktisch immer genügen Platz für das ein oder andere Versteck und manchmal sogar ein ganzes Haus oder ähnliches.
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Alt 09.06.2006, 21:18   #2
 
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Blinzeln Half Life² -Testteil2-

Dabei gibt es keine Einteilung in Level, sondern jediglich Ladepausen, welche einen Abschnitt von einem anderen trennen. Vorbildlich verhält sich in diesem Zusammenhang auch das Speichersystem, welches sehr häufig von allein abspeichert und somit ein Speichern von Hand fast immer überflüssig macht. Die automatischen Speicherpunkte sind sehr clever gewählt und katapultieren den Spieler so gut wie nie in Positionen, in denen es nur noch ein vorzeitiges Ableben zu erwarten gibt. Die einzelnen Gebiete sind ganz Half Life typisch mit vielen Rätseln, aber weniger Kletteraktionen als im Vorgänger gespickt.

Um die Rätsel, die auf Freemans Reise anfallen zu lösen, muss sich der geneigte Spieler die vorbildliche und fast perfekte Physikengine untertan machen. In der Praxis bedeutet dies, dass sämtliche Gegenstände wie zum Beispiel Fässer, Steine, Kisten, Elektrogeräte, Fahrräder und co. gemäß den Gesetzen der Physik reagieren. Somit fällt zum Beispiel ein Stein wesentlich schneller als eine Matratze. Bei einem der zahlreichen, aber in der Regel einfach zu lösenden Rätsel müssen verschlossene, mit Luft gefüllte Fässer unter einem Käfig im Wasser platziert werden, um ein Ereignis auszulösen und im Spiel voran zu kommen. Auf diese Weise ist der Spieler gezwungen, stets mit Sinn und Verstand die unterschiedlichen Rätsel zu erarbeiten und dadurch zu lösen. Besonders lobenswert ist die Tatsache, dass tatsächlich jede noch so verrückte Möglichkeit zur Lösung einer Aufgabe von den Entwicklern bedacht wurde und somit vom Spieler auch angewandt werden kann. Kurz gesagt – es ist fast alles möglich, und gerade das macht Half Life² unter anderem sehr außergewöhnlich und verleiht dem Spiel eine einzigartige Atmosphäre.


Die Grafik –sonnig bis wolkig


Was Half Life² grafisch auftischt ist insgesamt solide. Zunächst möchte ich die sehr gut gelungene Engine loben, welche teils bis heute ungesehenes in die Egoshooterszene bringt. Die Spielereien mit der Gravitygun und der sinnvollen Interaktion mit fast sämtlichen Gegenständen im Spiel ist einfach nur köstlich in Szene gesetzt und ist ein wahrer Augenschmaus, denn es ist praktisch alles möglich. Die einzelnen Umgebungen strotzen bei genauerem hinschauen nur so vor Details, welche sich allerdings praktisch über das ganze Spiel arg wiederholen. Sehr gut gelungen sind die verschiedenen Texturen an Wänden und Gegenständen und wirken bisweilen sehr realistisch. Leider ist fast die gesamte Gegnerschaft von solch hochwertigen Texturen verschont geblieben – jediglich eine Variante des Facehuggers hat davon etwas abbekommen. Dies sticht bei genauerem hingucken übel in das Auge und hätte insgesamt vereinheitlicht werden sollen. Dem gegenüber stehen sehr realistisch und überaus detailliert modellierte, texturierte Menschen. Eigenartig, was Valve da an den Tag gelegt hat. Es bleibt also festzuhalten: die grafische Qualität der einzelnen Gegner ist durchwachsen. Die grafische Gestaltung der einzelnen Abschnitte hingegen ist insgesamt wirklich meisterhaft ausgefallen und sucht seines gleichen. Genau genommen ist mir bis heute kein Egoshooter außer Half Life² bekannt, welcher so wunderschöne, detaillierte Abschnittsarchitektur in Reinkultur präsentiert. Jediglich die Weitsicht ist an manchen Ecken und Enden gar nicht gut gelungen und wirkt manchmal sogar sehr mies und einfach gehalten.


Soundtechnisches Highlight erster Klasse


Half Life hat es vorgemacht, Half Life² macht es sogar noch besser – was der Spieler hier auf die Ohren bekommt ist ein Tonpaket, an welchem wahre Meister gesessen haben müssen.

Die Waffensounds sind insgesamt knackig und realistisch zugleich gehalten. Musikalische Untermalung setzt nur an bestimmten Stellen ein und ist von bester Qualität – außerdem sind die einzelnen Kompositionen an sich eine Neuheit, denn selbst das undefinierbare Genre der einzelnen, kurzen Stücke ist nicht klar einzustufen, überzeugt aber auf voller Linie durch satte Klänge, Höhen und Tiefen. Die einzelnen Umgebungsgeräusche wie zum Beispiel der Combinefunkverkehr, einzelne Tiere, Gegner und Motorengeräusche klingen sehr realistisch und lassen keine Wünsche offen. Die deutsche Synchronisation ist zwar sehr sauber umgesetzt, hapert aber manchmal an den etwas eigenwilligen Sprechern – diese klingen so manches mal so, als hätten sie irgendwelche verbotenen Substanzen zu sich genommen, um anschließend ihren Text zu sprechen. So musste ich so manchmal mal etwas unfreiwillig lachen als ich den G-Man in der Introsequenz sprechen hörte, denn die Akzentuierung ist in der Original US-Version wesentlich natürlich klingender als in der deutschen. Trotzdem – insgesamt ein sehr guter Eindruck in Sachen Sounds.


Steam in heftiger Kritik – und co.


Schon zu Beginn sticht die notwendige Installation von Steam negativ ins Auge obwohl man sich sichtlich bemüht hat, die ganze Prozedur so einfach wie möglich zu gestalten. Die daraus resultierende Notwendigkeit, ständig mit dem Internet verbunden sein zu müssen um Half Life² spielen zu können macht diesen Umstand natürlich umso dramatischer. Leider war das bei weitem noch nicht alles zum Thema Steam: dieses kleine Programm nistet sich mit einem kleinen Button direkt in der Taskleiste ein und nervt den Spieler fortan von Zeit zu Zeit mit lästiger Werbung direkt auf den Desktop. Während meiner Testphase von gerade einmal zwei Tagen fiel mir dieser Umstand sehr störend ins Auge, was zumindest für mich die weitere Bleibe von Steam auf meinem System – und damit Half Life² - nicht rechtfertigte. Weiterhin empfehle ich nach der Installation des Spiels die umgehende Defragmentierung der Partition, auf dem das Programm installiert wurde – ein Blick auf die zu verschiebenden Dateien wird diesen Vorgang mehr als rechtfertigen und für einen offenen Mund sorgen – so etwas ist mir bis jetzt bei keinem anderen Spiel vorgekommen. Der Umstand, dass nicht eindeutig geklärt ist, was Steam bewirken kann sollte man sich vor einem Kauf zusätzlich durch den Kopf gehen lassen.


Half Life² - nicht nur positives


Auch Half Life² selber bleibt nicht von Kritik verschont. Zunächst einmal fallen schon nach kurzer Zeit die immer wieder kehrenden Objekte nebst Klongegnern auf. Außerdem leidet das Spiel an einigen, wenigen Bugs – ist man an manchen, geskripteten Szenen schneller als das Skript, kann man schon einmal mitten in einem herunterstürzenden Schutthaufen stecken bleiben. Außerdem leiden manche der Combines scheinbar unter Wahrnehmungsstörungen – somit kann es vorkommen, dass einige ganz einfach am Spieler vorbeirennen, ihn dabei anschauen und trotzdem weiterlaufen. Außerdem ist die teils extrem unterschiedliche Texturenqualität der einzelnen Gegner selbst auf hohen Auflösungen extrem schwankend – somit hätten zum Beispiel die Menschen mit einem Facehugger auf dem Kopf texturentechnisch auch aus dem ersten Half Life Teil stammen können. Die einzelnen Menschen hingegen schauen extrem detailliert aus.

Leider ist Half Life² trotz aller Freiheiten ein streng lineares Spiel geworden.

Ein weiterer Kritikpunkt im Spiel selber sind die größtenteils viel zu klein geratenen Schalter. Diese übersieht man nur all zu schnell und wirken insgesamt viel zu klein und unscheinbar. Außerdem ist die stellenweise sehr miese Weitsicht welche in einfarbigen, texturenlosen Flächen endet zu bemängeln, was man vor allem auf den Brückenabschnitten betrachten kann.

Leider ist eine konsequent verfolgte Story samt rotem Faden immer noch nicht die Stärke von Valve. Zwar bekommt der geneigte Spieler in Half Life² einen Handlungsstrang vorgesetzt, dieser setzt aber zumindest geschichtlich und im weiteren Verlauf einfach mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf des Spielers ein und wirkt insgesamt so, als hätte sich Valve viel vorgenommen und nur wenig umgesetzt.


Positives im Überblick


Die genialen Abschnittsdesigns gehören immer noch zu den Stärken von Valve und überzeugen auf ganzer Linie mit überwiegend frischen und unverbrauchten Ideen. Selbes lässt sich außerdem auch über die durchdachten Rätsel und Aufgaben berichten, welche dank der genialen und durchdachten Physikengine erst ihren Reiz bekommen. Die Grafikengine lässt sich –je nach System- stets optimal anpassen und entfaltet auf höheren Auflösungen sowie Details erst ihre wahre Pracht. Das Tonpaket ist ein Gesamtkunstwerk welches seines gleichen sucht und mehr als nur überzeugt. Die KI der Combines ist überwiegend einem gut koordiniertem Teamplay gleichzusetzen und sorgt für ein realistisches Gefühl. Die unterschiedlichen Waffen spielen sich erfreulich unterschiedlich und bieten insgesamt ein sehr interessantes Repertoire – allem voran die Gravitygun, welche sinnvoll und mit Stil zum Einsatz kommt. Der Schwierigkeitsgrad variiert von Abschnitt zu Abschnitt und bildet einen angenehm steigenden Schwierigkeitsgrad sowie eine angenehme Lernkurve.


Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass ich zum Spielen die DVD nicht einlegen musste – eine spieltechnisch absolute Ausnahme.
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Alt 09.06.2006, 21:26   #3
 
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Blinzeln Half Life² -Testteil3-

Fazit


Half Life² konnte im Prinzip allen Erwartungen gerecht werden – wenn auch mit einigen Makeln, über welche man aber mit einem geschlossenen Auge hinwegsehen kann. Über das Problem mit Namen Steam hingegen sehen viele Zocker rot – und das zu Recht, denn dadurch gestaltet sich die eigentliche Installation recht lang und nervig. Außerdem hinterlässt Half Life² nach der Installation auf der Installationspartition ein schieres Chaos, welches man aber mit dem Defragmentierungsassistenten leicht automatisch ohne Folgen beheben kann. Doch wenn man all diese Hürden auf sich nehmen möchte, bekommt man ein außergewöhnliches Spiel für mittlerweile höchstens 39,99€, an welchem man außerdem recht lange sitzen wird. Half Life² ist schon jetzt Kult. Trotzdem sollte man sich überlegen, dass mittlerweile gute Shooter und andere Genrevertreter für gleiches Geld mit einem immer besser werdenden Gameplay im Mittelfeld und allem drum und dran locken – und das ganz ohne Steam.



Die Gesamtwertung


Story – 79 % - Der Spieler wird einfach vor vollendete Tatsachen gestellt.

Sounds, Musik und Sprachsamples – 95 % - Sucht seinesgleichen.

Grafik – 85 % - Sehr schön mit vielen Details.

Gameplay – 90 % - Ein einzigartiges Gameplay Dank vielen Gimmicks und Ideen.

Atmosphäre – 87 % - Sehr schöne, spannungsgeladene Atmosphäre

Multiplayer - x – Nicht getestet

Gesamtwertung – 86,4 % - Ein rundum gelungener, sehr guter zweiter Auftakt !

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Achtung! Keine Jugendfreigabe gemäß JuSchG §14
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Ich habe Half Life² auf folgendem System mit einwandfreier, technischer Leistung auf hohen, grafischen Einstellungen und Details ohne Performanceeinbußen getestet:


System:


AMD Athlon 64 3500+
1024 MB DDRram
Dual Channel Memory
ATI Radeon x600 Pro - 128 MB DDRram
200GB Festplatte

Boxen:

Phillips - zwei Boxen, einen Basscube

Steuerung:

Maus und Keyboard
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Malte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2006, 19:12   #4
 
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sayknow wird schon bald berühmt werden

Standard AW: Half Life²

Vielen DAnk, sehr interessante Infos ... ich überlege momentan echt, ob ich´s mir zu Weihnachten wünschen soll. Vorher war und ist leider keine Kohle da :-(
sayknow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2006, 23:35   #5
 
Benutzerbild von Zeri
 
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Zeri ist einfach richtig nettZeri ist einfach richtig nettZeri ist einfach richtig nettZeri ist einfach richtig nettZeri ist einfach richtig nett

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Standard AW: Half Life²

Ich weiß nich was du gegen die Story hast, ich finde die super und leicht verständlich und ich habe den ersten teil nich durch gezockt!

@sayknow, ich würde es dir raten zu holen.
Ich meine, auch wenns jetzt hier nich sehr überzeugend dargestellt ist, man muss es einfach mal gespielt haben. Wenn man das nich gespielt hat, is das wie wenn man ein Teil von der Geschichte unseres Landes weggelassen hat.
HalfLife² ist eben einer der besten Alienshooter mit hammer Story und fetten Waffen die immerwieder gelobt werden in vielen Magazinen, auch wenn das Spiel schon etwas älter ist.
Und hey, son hammer Game für nu 24€ da kann man nix entgegenbringen
Zeri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2006, 00:15   #6
msa männlich
 
Benutzerbild von msa
 
Registriert seit: 06.06.2006
Alter: 33

msa hat die Renommee-Anzeige deaktiviert

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Standard AW: Half Life²

ich häts kürzer geschrieben:

das spiel ist toll.



zwar nicht das beste was ich gespielt hab, aber doch seeehr spielenswert und, wie sein vorgänger, schon wegen der monströsen modding-community einen kauf wert.
-> ich sag nur "portal".. bevor diese erweiterung überhaupt angekündigt wurde gabs schon ne mod die sich mit exakt demselben thema beschäftigt.
msa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2006, 11:38   #7
 
Benutzerbild von albatros
 
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Spielt gerade: mit den Teletubbies

albatros hat die Renommee-Anzeige deaktiviert

Standard AW: Half Life²

sehr gut geschrieben.auch die kritik punkte erwähnt.sehr gut
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