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Alt 04.08.2012, 04:18   #101
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Standard AW: leute aus der schwarzen szene hier ?

Zitat:
Zitat von O-bake Beitrag anzeigen
Ich lasse de Rest deines Beitrages mal weg, weil es ab jetzt wohl eh keinen Sinn mehr hat, weiter zu reden.
Es wäre sehr nett, wenigstens den Grund dafür zu kennen... Man will ja nicht alles umsonst geschrieben haben, wenn es einfach so abprallt und unbeachtet bleibt...

Das Problem ist: Ich bin ja diskussionswillig und kann mir andere Ansichten auch anhören - auch welche, die mir widersprechen - denn konstruktive Kritik erweitert immer den eigenen Horizont. Hier bleibt die Kritik aber nicht immer konstruktiv, sondern driftet ins Lächerliche ("Micky Maus") oder ins Ignorante ("Es hat keinen Sinn mehr, weiter zu reden!") ab. Einige Beiträge hier fand ich richtig lesenswert, andere wiederum eher rein anprangernd oder gar unsinnig.

Wenn man mit mir - jemandem, der am Ende einer Diskussion durchaus kompromissbereit ist - nicht reden will, soll man es mir sagen und dann bitte mit einer Begründung. Aber dieses Abwimmeln ist kein guter Stil, weil man sich als Gegenüber in solchen Fällen etwas verarscht vorkommt.

Zitat:
Zitat von O-bake Beitrag anzeigen
Wenn ich meine Stereoanlage anmache, höre ich erstmal nur ein Brummen. Daran ist nichts auffällig. Weil daran eben nichts auffällig ist, mache ich Musik an. Nur mal angenommen, ich würde immer und immer wieder die gleiche Musik hören, wäre daran bald nichts mehr auffällig. Die Musik wäre zu einem Hintergrundrauschen verkommen.
Da ich ein Mensch bin und auf natürliche (oder wie Bob es in diesem Fall nannte "logische") Weise neugieeig bin, interessiere ich mich automatisch dafür, was von dem, was ich kenne, abweicht.
Genau genommen merke ich gerade, dass ich diese dämliche Musik-Analogie gar nicht gebraucht habe. Ea geht immer darum, dass das, womit man tagtaglich ausgesetzt ist, ein Normalzustand ist. Alles andere ist anders und weil es anders ist, wird es interessant. Das gleiche gilt natürlich für Kleidung genau wie für Filme, Musik oder Literatur.
Wer will schon ein Buch lesen über jemanden, der im Supermarkt steht und merkt, dass er seinen Einkaufszettel vergessen hat?

Deiner Meinung nach soll man sowas genau so interessant finden, wie jemand der im selben Supermarkt Sex im Kühlregal hat oder gerade den Kassierer ausraubt. Der Grund, weswegen der Sex oder der Raub interessanter sind, als der vergessene Einkaufszettel, ist schlicht und einfach, weil er nicht so gewöhnlich ist.
Wenn du in deinem schwarzen Mantel angeglotzt wirst, hat das den exakt gleichen Grund. Du bist nicht so gewöhnlich wie das, was man immer sieht. Ob du deswegen aber etwas besonderes bist, ist eine ganz andere Frage.
Was ist das denn bitte für ein Vergleich? Man muss unterschiedliche Lebensbereiche doch mal trennen können. So abwechslungsreich und so voller Unterschiede wie das Leben ist, so differenziert sollten auch Aussagen und Vergleiche diesbezüglich sein. Nun aber völlig unrealistische Szenarien in Supermärkten mit der Kleidung von Menschen zu vergleichen ist aber mal völlig abwegig.

Abgesehen davon scheint deine Einstellung Musik gegenüber sehr anders zu sein als meine. Ich kann ein einziges Lied nacheinander unzählige Male oder in seiner Historie tausende Male hören, ohne das es zu einem "Hintergrundrauschen" verkommt, wie du es so schön betonst. Wenn man einen besonderen Zugang zu einem oder mehreren Liedern hat, verbietet sich das Desinteresse an einem Lied auch nach tausendfachem Genuss des Songs.

Selbstredend wirkt man interessant auf andere Menschen, wenn man so auffällig oder unkonventionell gekleidet ist. Natürlich dürfen diese Leute dann verwundert gucken. Aber dieses Abfällige, diese bewusste Provokation, diese Beleidigungen oder gar Drohungen sind eine ganz andere Ebene. Natürlich kann man Blicke von Menschen nie vermeiden, will ich auch gar nicht, aber ich muss Respektlosigkeiten oder Beleidigungen mir gegenüber nicht gutheißen oder tolerieren. Ich greife Menschen auch nicht verbal oder körperlich an, nur weil sie mir nicht gefallen. Dann müsste ich jeden Gangster auf der Straße in die Tonne kloppen, nur, weil er mir von seiner Kleidung her nicht einmal annähernd zusagt.
Du siehst: Natürlich dürfen Leute verwundert sein oder gucken, allerdings sollten sie ihre Verwunderung im besten Falle leise kundtun oder ganz für sich behalten. Man muss sich nicht immer und allem gegenüber äußern oder gar ausfallend werden, und schon gar nicht völlig fremden Personen gegenüber.
Stell dir mal vor, ich würde andauernd normal gekleidete Menschen dumm anmachen und mich wie die Axt im Walde benehmen? Würde das dann jemand gutheißen? Nein! Also, warum sollte ich das im umgekehrten Falle gut finden, wenn sich Menschen mitunter gewaltsam, aber auch abfällig, an mir auslassen? Warum können so viele Menschen nicht einfach Dinge schlucken und andere Menschen kommentarlos ihr Leben leben lassen?

Und nein, man ist auch nicht allein aufgrund seiner Kleidung etwas Besonderes. Das habe ich auch nie behauptet. Kleidung ist, wie ich schon so oft erwähnt habe, nicht das Nonplusultra für mich und schon gar nicht der Hauptgrund für einen Eintritt in diese Szene. Ich versuche, bei Menschen immer zuerst die inneren Werte zu erfassen, kennenzulernen. Äußerlichkeiten sind zweitrangig, auch wenn man diese in manchen Fällen vielleicht ästhetisch oder schön findet. Man ist aufgrund der Kleidung auffällig, aber nicht immer etwas Besonderes - da stimme ich dir zu, ich habe auch nie etwas anderes behauptet.
Dazu muss man erstmal hinter die Fassade eines Menschen blicken, um solche Dinge überhaupt beurteilen zu können (bzgl. der inneren Werte eines Menschen).

Ich will mich durch meine Kleidung aber auch gar nicht zu etwas Besonderem machen, ich will einfach nur Kleidung tragen, die ich schön finde, und mich zumindestens äußerlich von vielen anderen Menschen abgrenzen. Aber nicht, um diese damit vor den Kopf zu stoßen oder um aufzufallen, sondern a) weil ich bunte Kleidung nicht ausstehen kann und b) weil man auch mit Äußerlichkeiten eine Message transportieren kann (Tragen von Trauer, Abgrenzung von gesellschaftlichen Konventionen, Teile der eigenen Vorlieben ästhetischer Art). Mir ist völlig gleichgültig, ob Menschen mich dann schön finden oder eben nicht, weil ich es allein für mich tue, UNABHÄNGIG von anderen Menschen, und somit auch nicht aus dem Grund des Auffallens heraus. Ich will einfach in Ruhe gelassen werden, oder denkst du, es gefällt mir, in aller Öffentlichkeit angeschrien, ausgelacht oder diffamiert zu werden? Ich nehme es nur in Kauf, ich begrüße es aber nicht.

Eine Gegenfrage: Ich könnte doch eben solche Vorurteile anderen Menschen gegenüber entwickeln, wie sie mir gegenüber. Wenn du meinst, man müsse nur aufgrund seiner Kleidung nichts Besonderes sein, soll ich dann Menschen auf der Straße sagen, sie könnten auch nichts Besonderes sein, weil sie sich in aller Öffentlichkeit mir gegenüber oder anderen andersartigen Menschen gegenüber wie Affen benehmen? Ich stelle mir solche Seelen dann auch nicht sonderlich niveauvoll vor, wenn da von Schreien bis hin zu Tiergeräuschen und Beleidigungen alles vorkommt.

Gardevoir
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Alt 04.08.2012, 14:39   #102
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______ genießt hohes Ansehen
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Standard AW: leute aus der schwarzen szene hier ?

Ich finde deine Aussagen ziemlich merkwürdig. Die Gesellschaft, die du dir wünschst, ist entweder eine utopische Eierwollmilchsau oder ein drecksfundamentalistischer Moloch.

Und was heißt überhaupt "Rumbrüllen wie ein Affe" - ich dachte man soll Achtung vor allen Dingen haben. Was hast du denn dann speziell gegen Affen?

So wie du deine "Szene" (wie scheußlich ich sowas finde) hier vertrittst, kommt ihr Leute mir zum einen extrem eingebildet und überheblich vor und zum anderen wie die verdammt lahme und feige Version der alten, nicht der ganz alten, Punks.

edit: @jojoxxl: Wo steigt die Fete, ich bin dabei. *gg*

Geändert von ______ (04.08.2012 um 14:52 Uhr)
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Alt 12.08.2012, 09:20   #103
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Standard AW: leute aus der schwarzen szene hier ?

Zitat:
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Ich finde deine Aussagen ziemlich merkwürdig. Die Gesellschaft, die du dir wünschst, ist entweder eine utopische Eierwollmilchsau oder ein drecksfundamentalistischer Moloch.

Und was heißt überhaupt "Rumbrüllen wie ein Affe" - ich dachte man soll Achtung vor allen Dingen haben. Was hast du denn dann speziell gegen Affen?

So wie du deine "Szene" (wie scheußlich ich sowas finde) hier vertrittst, kommt ihr Leute mir zum einen extrem eingebildet und überheblich vor und zum anderen wie die verdammt lahme und feige Version der alten, nicht der ganz alten, Punks.
Erst einmal entschuldige ich meine Abwesenheit in den letzten Tagen...

Merkwürdig oder nicht, das ist hier die Frage. Für mich nicht, für manch anderen ebenfalls nicht, für dich und viele schon eher. Ist aber rein subjektiv. Wenn der Standpunkt eines Menschen es zulässt, wirkt es eher nicht merkwürdig, sondern sogar normal aus diesem Blickwinkel.

Die Gesellschaft, die ich mir wünsche, ist weder eine "utopische Eierwollmilchsau" noch ein "drecksfundamentalistischer Moloch". Zumal ich mir die Unterstellung von letzterem verbitte, da ich jegliche Ansichten vollends auf dem Grunde der Demokratie entwickelt habe und diese mehr als nur gutheiße. Die Frage danach wäre dann, inwiefern wir hier in diesem Land überhaupt demokratische Verhältnisse haben, wenn letztlich eher die Wirtschaft, Konzerne und vereinzelte Personen über die wirklich wichtigen Fragen entscheiden und das Volk in keiner Weise mit einbezogen wird. Selbst den Wahrheitsgehalt hinter diversen Wahlausgängen zweifele ich an. Und das rede ich mir nicht ein, all das ist zumindestens vorstellbar - kein unbedingter Fakt, aber ein Gedankenspiel.

Wie gesagt, ich wünsche mir keine der von dir benannten Gesellschaftsformen. Nur: Wer nichts an einer Gesellschaft verbessern will oder nichts sieht, was man verbessern kann, ist hier fehl am Platze, weil er im Stillstand verharrt. Es gibt immerzu Dinge, die man überdenken oder verbessern kann, auch und erst recht in diesem Lande. Nur dafür bin nicht ich allein verantwortlich und ich habe auch gar nicht die Möglichkeiten dazu, alles allein zu ändern, dazu bedarf es einer Gesamtgesellschaft, die erst einmal Missstände erkennt und diese dann aktiv beseitigen möchte. Nicht nur hier, sondern auch im Ausland.

Menschen in diesem Lande leben in einem vermeintlichen Reichtum. Fast jeder kann sich einen Flachbildfernseher an die Wand hängen, hat andere Luxusgüter in seinem Besitz, kann sich demnach die ganze Zeit beschäftigen und ablenken. Man wähnt sich in einem gewissen Wohlstand. Dabei vergisst man allerdings, dass auch die Seele Bedürfnisse hat, die ein Flachbildfernseher in keiner Weise stillen kann.
Es gibt keinen großflächigen gesellschaftlichen Protest, weil viele Menschen seitens der Medien gesteuert und beeinflusst werden - sie geben sich mit dem zufrieden, was sie vorgesetzt bekommen. Viele Menschen haben keine Zeit, sich gegen die Zustände hier oder im Ausland zu erheben. Derjenige, der sich aktiv erhebt und für Rebellion einsteht, hat kaum Zeit und kaum eine Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt in einem ausreichenden Maße zu bestreiten, um zum Beispiel die Rate für den besagten Flachbildfernseher zu bezahlen oder was auch immer. Er fällt aus dem System einfach raus, wenn er sich in jeder Form und so aktiv wie möglich engagiert. Da das für viele der absolute Untergang wäre, muss man im System drinbleiben. Solange man das tut, hat man eine solche Menge an Stress, dass man kaum oder gar keine Zeit hat, um Widerstand gegen Missstände zu leisten. Das bisschen Zeit, welches die meisten Menschen gegenwärtig nur noch haben, wird lieber für soziale Netzwerke wie Facebook oder für das Feiern genutzt, als sich mit wirklich komplizierten gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinanderzusetzen, da diese ja anstrengend sind und man sich aufgrund der vielen Arbeit ohnehin schon gestresst genug fühlt. Aber die Energie, auf den Tisch zu hauen und mit vollem Risiko und mit vollem Bewusstsein, dass man vielleicht erst einmal ganz allein dasteht und keiner mitzieht, "Revolution" zu schreien, hat in dieser Gesellschaft kaum jemand.

Es würde schon sehr viel ändern, wenn Menschen weniger auf die materiellen Dinge des Lebens achten würden als auf das Zwischenmenschliche. Die Leistungsgesellschaft hat sich in eine Richtung entwickelt, die nicht gut ist für die Emotionen der Menschen. Das sieht man auch an verschiedensten Statistiken bezüglich Krankheiten aufgrund von Stress o.ä.
Menschen sollten Prioritäten anders setzen, und vor allem auch Meinungen aus den Medien hinterfragen und nicht immerzu schlucken.
Menschen kommunizieren immer mehr, aber selten BESSER, oft sogar gedankenloser als vielleicht zu früheren Zeiten der weniger modernen Kommunikationswege.

In vielen Beiträgen klang hier an, dass man für die betreffende Gesellschaftskritik nicht in der Schwarzen Szene sein müsse. Nein, das muss man definitiv nicht, man kann auch als "normal" gekleideter Mensch seine Ansichten auch in diese Richtung vertreten. Der springende Punkt aber ist: Man DARF aber in einer solchen Szene sein, auch wenn der Begriff dämlich klingt. Man darf es, und es ist auch nichts Negatives dabei, wenn man glücklich damit ist. Man kann Mode und Kultur einer "Szene" mit gewissen politischen Ansichten vereinen, man hat alle Rechte dazu, auch wenn das hier manchmal seitens Dritter anders klingt.

Zu den Affen: Nein, ich habe nichts gegen Affen. Ich mag sie sogar sehr gerne. Leider übersehen allerdings zu viele Menschen das sprachliche Stilmittel der Metapher.

Diese "Szene" hat nichts mit Überheblichkeit zu tun. Klar, die gibt es auch, aber die gibt es überall und nicht nur in einer Szene anteilig, denn sie gehört zu den Eigenschaften mancher Menschen. Überheblichkeit ist das, was diese "Szene" am meisten ablehnt, da es sich hier um einen widerlichen Charakterzug handelt. Warum sollte man negative Eigenschaften wie Überheblichkeit propagieren, wenn man doch eigentlich eine nettere, freundlichere, bessere Welt möchte? Den Widerspruch musst du mir mal erklären.
Nur weil man andersartige Ansichten als manch anderer Mensch hat und sich anders kleidet (abgesehen davon auch nicht unbedingt in Ledermänteln, wie hier jemand meinte, sondern in einer unglaublichen Vielfalt an verschiedenen Stilen) und seine Ansichten in einer sprachlich versierteren Form darlegt, ist man nicht direkt eingebildet. Viele Menschen innerhalb dieser Szene zeichnet eher ein Interesse an Inhaltlichkeit und Ernsthaftigkeit aus. Es gibt ein Interesse daran, sich tiefgründig mit Dingen zu beschäftigen und sich mit Inhalten auseinanderzusetzen, anstatt nur noch zu konsumieren.

Und dann sollte man mir noch erklären, warum ich feige sein sollte. Meine Ansichten hier öffentlich und auch offen im realen Leben zu vertreten finde ich alles andere als feige, sondern eher deutlich.

Liebe Grüße und einen wundervollen Sonntag,

Gardevoir
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Geändert von Gardevoir (12.08.2012 um 09:28 Uhr)
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Alt 12.08.2012, 13:02   #104
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Standard AW: leute aus der schwarzen szene hier ?

die Leistungsgesellschaft bei uns ist noch echt human, viele Leute haben viel mehr ein Problem mit sich selbst. Wer von einer 40-Stunden-Woche nen Burnout kriegt, der hat einfach den falschen Beruf gewählt. Andere ackern doppelt so viel und haben keine Probleme. Aber eins der größten Probleme in diesem Land ist meiner Ansicht nach, dass bei jedem Fliegenschiss immer sofort nach dem Staat gebrüllt wird. Der soll alles gut machen, keiner will sich mal um sich selbst kümmern. Aber auch heute noch ist jeder seines eigenen Glückes Schmied. Wir sind in der komfortablen Lage, dass eigentlich jeder etwas aus sich machen kann, wenn er denn nur will. Klar, ein paar haben echt mächtig Pech, aber sowas wird es immer geben. Eine perfekte Gesellschaft ist nicht realisierbar. Und aktuell gibt es in deutschland nicht genug Misstände, dass eine Revolution gerechtfertigt wäre. Ich mein, mir geht's auch gehörig auf den Zeiger, dass wir unbedingt die Atomkraft abschaffen wollen, weil das absoluter Nonsens ist. In kaum einem Forschungsbereich werden aktuell so große Fortschritte gemacht wie in der Kernphysik. Nicht lange und wir können Materialien, die wir derzeit als Müll einlagern, als Brennstoffe verwenden. Wir hätten billige, absolut saubere Energie und noch dazu würden wir den Atommüll abbauen. Aber nein, jeder Hanswurst kriegt beim Wort "Atom" gleich nen Herzkasper. Wie auch immer, deshalb schmeiß ich keine Fenster ein oder starte nen Guerillakrieg. Es gibt da andere Mittel. Und wenn ich überstimmt werd, hab ich halt Pech gehabt. allerdings muss ich mir dann später auch nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen, wenn das ganze Land mit Windmühlen vollgestopft ist und im Sommer das Netz wegen Überlastung zusammenbricht.

Dass so wenige auf die Straße gehen könnte auch damit zusammenhängen, dass viele mit ihrem Leben einfach zufrieden sind. Klar, die Deutschen sind schon etwas streikfaule als die Italiener oder die Spanier. Aber schau dir mal an, wer aktuell pleite idt und wer nicht. Fällt dir was auf? Die Deutschen sind ein hochproduktives und effizientes Völkchen und das ist auch gut so.

Unsere Demokratie ist in ihren Grundsätzen völlig in Ordnung. Natürlich wählen wir eine indirekte Demokrtie, damit nicht für jeden Mist gleich eine Volksabstimmung nötig ist. Und was oll heißen, das Volk wird nicht eingebunden? Jeder darf sich an der Politik beteiligen. Dass aber nicht jeder sofort in den Bundestag darf und Gesetze beschließen kann, sollte klar sein. Wer sihc genug engagiert, schafft das aber auch. Was uns wieder zur LEistungsgesellschaft bringt. Natürlich sollten die, die sich anstrengen auch mehr belohnt werden als irgendwelche faulen Säcke, die wegen ein paar Überstunden rumheulen. Das ist für mich nur logisch und fair. Klar, immer nur gemeinsam und immer nur miteinander hört sich in der Theorie toll an, läuft in der Praxis aber auf das Prinzip TEAM hinaus - Toll, ein anderer machts.

Sicherlich gibt es aber Probleme und ich bin auch nicht mit allem einverstanden. Der Lobbyismus nimmt in der Tat Überhand und dass wir bnken mit Milliarden von Euros retten, nur damit die uns dann wieder zu sackteuren Konditionen Geld leihen ist auch leicht hirnverbrannt. Andererseits gäbe es tatsächlich nen Volksaufstand, wenn auf einmal die Ersparnisse der Leute futsch sind. Das ist aber ein Problem, das sich früher oder später von selbst erledigen wird. Das Finanzsystem ist derartig mutiert, dass heutzutage eigentlich keiner mehr durchblickt. Es ist aber nur eine frage der Zeit, bis alles zusammenbricht. Den anfang davon erleben wir gerade schon mit diversen Staatspleiten. Es lässt sich hinauszögern, aber nicht verhindern. Hoffen wir, dass nach dem Crash wieder auf ein Guthabenbasiertes System gewechselt wird.

Aber wie gesagt, all das rechtfertigt keine gewaltsame Revolution. Hätten wir hier Probleme mit Folter, Mord oder anderweitigen Menschenrechtsverletzungen, dann wär ich da voll dabei. Aber wir haben lediglich Luxusproblemchen. Mehr nicht.

edit: Keine Zeit, die fehler zu korrigieren, Pause vorbei. :P

Geändert von Bob (12.08.2012 um 13:06 Uhr)
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Alt 12.08.2012, 17:34   #105
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Ich finde deine Aussagen ziemlich merkwürdig. Die Gesellschaft, die du dir wünschst, ist entweder eine utopische Eierwollmilchsau oder ein drecksfundamentalistischer Moloch.

Und was heißt überhaupt "Rumbrüllen wie ein Affe" - ich dachte man soll Achtung vor allen Dingen haben. Was hast du denn dann speziell gegen Affen?

So wie du deine "Szene" (wie scheußlich ich sowas finde) hier vertrittst, kommt ihr Leute mir zum einen extrem eingebildet und überheblich vor und zum anderen wie die verdammt lahme und feige Version der alten, nicht der ganz alten, Punks.
[...]
Um die von dir angesprochenen Punkte meines letzten Statements weiter auszuführen:

Wer Achtung vor jedwedem Lebewesen propagiert, sollte seine rhetorischen Stilmittel dementsprechend wählen. Würde ich hier gegen die Rechten, deren Vorurteile gegenüber Ausländern und ihren Antisemitismus wettern und eine Seite weiter einen Vergleich wie "XYZ ist faul wie ein Mexikaner" oder "gierig wie ein Jude" bringen, mich würde auch keiner mehr ernst nehmen. Zu Recht.

Ich finde es zudem schon eingebildet, wie du über große Teile der Gesellschaft sprichst. Gibt sicher noch andere, vielleicht bessere Beispiele. Bin aber zu faul das jetzt extra alles nochmal durchzulesen... Daher mal diese:

Zitat:
Ich würde nicht glücklich sein können, wenn ich sehen würde, wie viel Mist die Menschen um mich herum machen
Zitat:
Meine Aussage bezüglich der angeblichen geistigen Armut vieler Teile der Gesellschaft halte ich auch nicht für eine Anschuldigung oder ein Vorurteil, sondern für einen Fakt.
Bringen wir es doch auf den Punkt: Die meisten sind dümmer als du und darüber hinaus sogar so dumm, dass ihr Intellekt wirklich armselig ist. Das Handeln der Menschen, die du wahrnimmst ist Mist und es macht dich unglücklich.

Lahm und feige erscheint ihr mir, und entschuldige, dass ich auch hier nicht die passenden Textstellen raussuchen mag, verglichen mit den Punks von damals, weil ihr euch an eurer "Schwermut", "Ernsthaftigkeit" und "Trauer" aufgeilt. Allein diese Begrifflichkeiten... Das ist nun mal lahm. Auch habe ich nie von einer irgendwie gearteten politisch oder gesellschaftlich relevanten Aktion von Mitgliedern dieser Szene mitbekommen. Diese mag es gegeben haben, verglichen mit den Linken und speziell mit den Punks geschieht da aber wirklich gar nichts. Sollte diese Bewegung also wirklich auf derlei gesellschaftskritischem Gedankengut fußen, so ist die Bewegung als sehr passiv oder eben feige, wie man es eben sehen will, zu charakterisieren.


Diese Dinge kommen mir in den Sinn, wenn ich lese was du hier so schreibst. Keine Ahnung, inwierfern das auf die ganze "Szene" zutrifft.

EDIT: Achja, diese ganzen Binsenweisheiten mit teuren Fernsehern auf Rate, wenig Zeit und dem Hamsterrad... Das finde ich irgendwie langweilig - das hört man mehr oder weniger seit mindestens 30 Jahren, immer in geringfügig anderen Ausprägungen. Der Grundtenor bleibt jedoch der selbe - mit solchem Geschwätz hab ich genug durchzechte Nächte gefüllt. Kein Bedarf, kein Erkenntnisgewinn.

Geändert von ______ (12.08.2012 um 17:42 Uhr)
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Alt 13.08.2012, 05:22   #106
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Ich gehe an dieser Stelle erstmal nur etwas weniger ausführlich auf ausgewählte Punkte ein, der Rest kommt dann später im Laufe des Tages...

Zitat:
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die Leistungsgesellschaft bei uns ist noch echt human, viele Leute haben viel mehr ein Problem mit sich selbst. Wer von einer 40-Stunden-Woche nen Burnout kriegt, der hat einfach den falschen Beruf gewählt. Andere ackern doppelt so viel und haben keine Probleme. Aber eins der größten Probleme in diesem Land ist meiner Ansicht nach, dass bei jedem Fliegenschiss immer sofort nach dem Staat gebrüllt wird. Der soll alles gut machen, keiner will sich mal um sich selbst kümmern. Aber auch heute noch ist jeder seines eigenen Glückes Schmied. Wir sind in der komfortablen Lage, dass eigentlich jeder etwas aus sich machen kann, wenn er denn nur will. Klar, ein paar haben echt mächtig Pech, aber sowas wird es immer geben. Eine perfekte Gesellschaft ist nicht realisierbar. Und aktuell gibt es in deutschland nicht genug Misstände, dass eine Revolution gerechtfertigt wäre. [...]

Dass so wenige auf die Straße gehen könnte auch damit zusammenhängen, dass viele mit ihrem Leben einfach zufrieden sind. Klar, die Deutschen sind schon etwas streikfaule als die Italiener oder die Spanier. Aber schau dir mal an, wer aktuell pleite idt und wer nicht. Fällt dir was auf? Die Deutschen sind ein hochproduktives und effizientes Völkchen und das ist auch gut so.
Du redest allein von Missständen in Deutschland, die ja laut dir nicht ausreichend seien für eine Revolution.
Ich rede von Missständen auf der ganzen Welt, von globalen Problemen. Verletzung von Menschenrechten in anderen Ländern, Korruption, Abholzung von Regenwäldern, Tierquälerei etc.
Wenn die Deutschen sich schon damit zufrieden geben, dass es ihnen in ihrem eigenen Land vermeintlich gut geht, dann muss ich am Verstand zweifeln. Es gibt globale Probleme und dieses Leid sollte alle etwas angehen, zumal sich so manch globaler Missstand bald oder künftig auch auf das eigene Land auswirken oder ausweiten könnte.

Aber nein - in purem Egoismus achtet man auf seinen eigenen vermeintlichen Wohlstand, ohne sich mal kritischer mit Problemen in anderen Ländern oder mit weltweiten Problemen auseinanderzusetzen. Andere Länder bräuchten viel mehr Unterstützung und Empathie seitens beispielsweise der Deutschen, es müsste einen globalen Zusammenschluss von Menschen geben, die sich gemeinsam erheben und lautstark protestieren und rebellieren. Ich weiß nicht, wie man ungerührt herumsitzen kann, wenn man von Problemen wie im Nahen Osten oder in Russland und der Ukraine hört.
Gäbe es einen weltweiten Aufschrei und wirklich aktive Handlungsschritte eine globalen Gemeinschaft, könnte man die Chance haben, die Ursachen zu beseitigen. Gäbe es einen solchen Proteststurm, dann könnten sich auch etablierte Politiker und Lobbyisten nicht mehr erretten vor der Stimme des Volkes. Nur so könnten Missstände beseitigt werden.
Leider richtet sich der Deutsche aber viel zu bequem ein in seinem vermeintlich tollen Leben, ohne den Blick auf anderes richten zu wollen, da es einfach zu viel Stress mit sich bringt, gegen Dinge anzukämpfen. Fängt aber nicht der Einzelne damit an, wird es auch niemals eine globale Widerstandsbewegung geben.

Uns geht es in unserem Land so gut? Natürlich sind die Missstände nicht so gravierend wie in anderen Ländern, allerdings sind die Zustände dort so katastrophal, dass man einfach nur verständnislos mit dem Kopf schütteln und sich empören kann. Es wäre auch schlimm, wenn solche Zustände in diesem Land zur Regel würden, es wäre ein weiteres Armutszeugnis.

Es gibt allerdings genug Missstände auch in Deutschland. Viel zu niedrige Löhne. Reiche werden viel zu gering besteuert, mit einem höheren Spitzensteuersatz könnte man den Haushalt entlasten. Arme werden in überforderten Behörden schikaniert und mit viel zu wenig Geld abgespeist, um ein einigermaßen würdiges Leben führen zu können. Rentner erhalten eine beschämend mickrige Rente. Banken werden immer wieder gerettet, obwohl diese Ursache für alle Finanzkrisen und Staatspleiten sind - und können danach dank Steuerzahlers Geld nach Lust und Laune weiter zocken und spekulieren. Gesetze werden teils ohne den absoluten Willen des Volkes, teils sogar gegen den Willen, von Politikern erlassen. Politiker erhöhen ihre Diäten und Bezüge nach Belieben, kriminelle Politiker kommen mit lächerlich harmlosen Urteilen davon aufgrund ihres Status',etc...
Ich könnte hier noch tausende weitere Punkte nennen, aber allein diese zeigen schon die himmelschreiende Ungerechtigkeit auf, die es in diesem Lande deutlichst gibt.

Ob die Leistungsgesellschaft nun human ist oder nicht, ist nur subjektiv bewertbar. Menschen empfinden Stress immer unterschiedlich und individuell. Ich empfinde es eher so, dass Menschen in diesem Lande noch zu wenig Freizeit haben, um sich wirklich entfalten zu können. Irgendwann gehen sie in Rente und blicken auf ein Leben zurück, dessen Freizeitgehalt oft gegen Null tendierte. Es gibt auch Dinge, die wichtiger sind als Leistung. Seelische Zufriedenheit oder Menschlichkeit zum Beispiel. Man kann einen Menschen nicht nur nach Leistung beurteilen und ein Mensch ist auch nicht nur ein Arbeitnehmer oder eine Nummer in irgendeinem Register, sondern ein Mensch - und dessen Gefühle muss man in jeder Sekunde achten. Abgesehen davon sind die Löhne in diesem Land beschämend gering. Hier ist ein gesetzlicher, flächendeckender Mindestlohn klar notwendig, um Armut zu überwinden und um Gerechtigkeit zu schaffen auch im Sinne der Leute, die Leistung erbringen.

Zitat:
Zitat von Bob Beitrag anzeigen
Aber wie gesagt, all das rechtfertigt keine gewaltsame Revolution. Hätten wir hier Probleme mit Folter, Mord oder anderweitigen Menschenrechtsverletzungen, dann wär ich da voll dabei. Aber wir haben lediglich Luxusproblemchen. Mehr nicht.

edit: Keine Zeit, die fehler zu korrigieren, Pause vorbei. :P
Ich habe nie von einer gewaltsamen Revolution gesprochen, sondern von einer friedlichen, aber sehr bestimmten.
Eine Revolution sollte vor allem auch zuerst im Inneren eines jeden Menschen stattfinden, bevor eine nach außen getragen werden kann. Menschen müssen bereit dazu sein, in ihrem Denken Veränderung zuzulassen. Sich eben nicht einlullen und fremdbestimmen lassen, so wie es leider nur zu häufig geschieht.

Und doch: Wir haben auf der Welt mit Folter, mit Verletzung von Menschenrechten oder auch Mord zu tun. Wenn die Deutschen sich allerdings zu schade sind, um auch global einzugreifen und anderen Menschen zu helfen, dann tut es mir leid. Man kann sich nicht nur um innenpolitische Probleme kümmern, man muss auch über den Tellerrand hinaus blicken. Man muss seine eigene Regierung auch in außenpolitischer Hinsicht aktiv unter Druck setzen und laut werden. Zumal die Probleme in unserem Land in keiner Weise "Luxusproblemchen" sind, wie ich oben aufgezählt habe. Für mich ist es allein schon geisteskrank, irgendwelche Banker zu "subventionieren", obwohl diese Schuld haben an Staatspleiten. Es ist miserabel.
Sie gehören eigentlich vor eine zuständige Gerichtsbarkeit und nicht auf ihren Sessel...

Für die Pleite eines Staates können z.B. im Fall von Griechenland aber eher die macht- und geldgierigen Politiker etwas als das Volk, von daher hat die Finanzkraft und Bonität eines Staates nicht nur mit dem Volk zu tun, sondern auch mit der handelnden Regierung und noch viel mehr mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die ein Land hat. Griechenland hat viel geringere Mittel als Deutschland, was das angeht. Es ist also kein Wunder, dass die Pleite Griechenland eher erreicht und einnimmt. Sagt aber wenig darüber aus, ob die Deutschen nun fleißiger oder effizienter sind oder die Griechen in ihrem viel beschaulicheren Land...

Wie man eine lebensgefährliche und zerstörerische Technologie wie die Atomkraft allerdings noch begrüßen kann, wird mir wohl auf ewig ein Rätsel bleiben... Für mich ist sie trotz aller Vorteile, die sie zweifelsohne mit sich bringt, lebensfeindlich und gehört daher sofort abgeschafft, da das Risiko eines GAUs nicht tragbar ist. Ganz gleich, ob hier wieder mittelalterliche Verhältnisse herrschen danach - lieber Armut und Einschränkungen im Leben als das ständige Risiko hinter maroden AKWs.

Dieser Planet wird geschändet und allein die Vereinnahmung der Erde durch die Menschen lässt diesen Planeten und seine Natur so sehr leiden...
Die Menschheit tanzt noch auf der Rasierklinge, und irgendwann wird sie sich in der Konsequenz selbst auslöschen, weil bis dahin kein Frieden für die Menschheit und kein Frieden für diesen Planeten einkehren wird. Diese Generation wird es nicht mehr mitbekommen, aber aufgrund des gegenwärtigen Handelns ist ein etwaiger Untergang nicht nur realistisch, sondern alternativlos. Wenn man sich zum Beispiel Syrien anguckt, wo Assad Menschen in rauen Mengen abschlachtet und das nur machen kann, weil China und Russland ihn wiederum nur aus ureigenen Interessen stützen, damit sie noch einen Fuß im Nahen Osten haben, dann frage ich mich wirklich, in welchem Jahrhundert wir leben. Wenn Putin Gesetze erlässt, die es verbieten, gegen ihn zu demonstrieren, und ein Land wie Russland, welches ja eine unglaubliche Historie in dem Bereich hat (ob Lenin, Stalin oder Perestroika), so etwas wieder zulässt, muss man sich doch zwangsläufig über den Verstand einiger Menschen Gedanken machen.
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Alt 13.08.2012, 06:01   #107
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Standard AW: leute aus der schwarzen szene hier ?

Zitat:
Zitat von Legend Beitrag anzeigen
Lahm und feige erscheint ihr mir, und entschuldige, dass ich auch hier nicht die passenden Textstellen raussuchen mag, verglichen mit den Punks von damals, weil ihr euch an eurer "Schwermut", "Ernsthaftigkeit" und "Trauer" aufgeilt. Allein diese Begrifflichkeiten... Das ist nun mal lahm. Auch habe ich nie von einer irgendwie gearteten politisch oder gesellschaftlich relevanten Aktion von Mitgliedern dieser Szene mitbekommen. Diese mag es gegeben haben, verglichen mit den Linken und speziell mit den Punks geschieht da aber wirklich gar nichts. Sollte diese Bewegung also wirklich auf derlei gesellschaftskritischem Gedankengut fußen, so ist die Bewegung als sehr passiv oder eben feige, wie man es eben sehen will, zu charakterisieren.
Was lahm ist und was nicht, ist jedes Menschen eigene Angelegenheit. Für mich ist eher die Spaßgesellschaft und ihre Partykultur und das damit oft einher gehende Vergessen anderer Dinge lahm.

Natürlich ist diese Szene in gesellschaftskritischer Hinsicht sehr passiv. Man ist so enttäuscht von seiner eigenen Umwelt, dass man sowieso nicht mehr an Rettung der Menschheit vor sich selbst glaubt und auch nicht an Rettung dieses Planeten.
Es gibt auch völlig unpolitische Teile der Szene, andere wiederum sind sehr (links)politisch und gesellschaftskritisch eingestellt.
Es gibt innerhalb dieser Szene viele Leute, deren Gedanken viel mehr um sich selbst kreisen und die sich aufgrund aller Enttäuschungen, die sie seitens der Gesellschaft auch sich selbst gegenüber (durch Missachtung oder Anfeindungen z.B.) erfahren haben, eher zurückgezogen haben, woraus eine teils sehr resignative Grundeinstellung resultieren kann. Viele haben hier einfach den Glauben an diese Gesellschaft verloren, was aber nichts mit Feigheit zu tun hat, sondern nur mit einer eigenen Perspektive, die erst aus dem Handeln der Gesellschaft heraus entstehen konnte.

Wikipedia hilft hier sicherlich:

"Eine charakteristische Lebenseinstellung, die alle Angehörigen der Gothic-Kultur miteinander teilen, gibt es nicht. Zwar werden philosophische, religiöse sowie politische Fragen unter Goths thematisiert, allerdings nicht einheitlich beantwortet."

"Aufgrund der […] Entstehung von Subszenen ist die Bandbreite an Gedankengut […] sehr weiträumig. Hinzu kommt, dass die Szenemitglieder […] einen ausgesprochen starken Individualismus zeigen und den Anspruch erheben, nicht etwa vorgefertigte Meinungen zu übernehmen, sondern im Laufe ihres Lebens eine ganz eigene Lebenseinstellung entwickelt zu haben."

"Als ein besonderes Merkmal wird häufig die Friedfertigkeit der Szene hervorgehoben. Diese ist jedoch überwiegend auf eine selbstbezogene, passive und teils resignative Grundhaltung zurückzuführen."

"Einige Goths suchen – ihrer Rückzugsintention entsprechend – Orte der Stille, Einsamkeit und Besinnung auf, die zumeist eine Atmosphäre von Tod, Trauer, Leid, Frieden und Vergänglichkeit ausstrahlen. Dennoch ist die Gothic-Szene keine Trauerkultur. So gibt es etliche Goths, die sich primär an mystischen und okkulten Inhalten erfreuen und versuchen, diese Seite ihrer Persönlichkeit auszuleben. Melancholische und introvertierte Eigenheiten sind somit zwar verbreitet, diese lassen sich jedoch aufgrund der Heterogenität der Szene und ihrer Ausdrucksformen nicht verallgemeinern."

"Die Auseinandersetzung mit dem Tod und dessen Akzeptanz als natürlichen Bestandteil des Lebens wird häufig ambivalent, das heißt sowohl auf ernsthafte als auch ironische Weise, nach außen getragen. Vereinzelt lässt sich ein Hang zur Existenzphilosophie erkennen, die neben dem Reinkarnationsgedanken auch die Erkenntnis über die Vergänglichkeit und die damit assoziierte Sinnlosigkeit des Lebens einbezieht, aus der sich wiederum negative Gemütszustände wie Gleichgültigkeit, Resignation oder Todessehnsucht entwickeln können."

"Vergangene Epochen, wie das Viktorianische Zeitalter, die Gründerzeit und das Fin de siècle, ziehen das Interesse der Gothic-Kultur auf sich. Damit verknüpft ist häufig eine Vorliebe für literarische Gattungen und Perioden, speziell für die Gothic Novels und für die Schwarze Romantik, die zugleich bedeutenden Einfluss auf das Erscheinungsbild der Szene ausübten. Eine der Grundeigenschaften der Szene ist somit nicht, wie häufig angenommen, eine Rückbesinnung auf das Gotik-Zeitalter, sondern – eng verbunden mit der Musik – auf das 18./19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Schauerromane. Ferner ist eine Sehnsucht nach dem Mittelalter und seinen Mythen und Sagen anzutreffen. Dabei handelt es sich jedoch um ein romantisiertes Bild des Mittelalters, das viele Goths vor Augen haben und eine Flucht vor der realen Welt ermöglichen soll. Die negativen Aspekte dieser Zeit, wie tödliche Seuchen (Pest), hohe Sterblichkeitsrate und Armut, werden zumeist ausgeklammert."

"Die Beweggründe, sich der Gothic-Bewegung anzuschließen, sind unterschiedlicher Natur und unterscheiden sich nur unwesentlich von denen anderer Subkulturen. Neben den musikalischen Vorlieben zählen hierzu speziell im Jugendalter die Identitätssuche, alternative Lebensentwürfe, Protest und Abgrenzung gegenüber dem Elternhaus und der Gesellschaft, aber auch ein depressives Lebensgefühl, das häufig durch Sinnleere und Unverstandensein hervorgerufen wird. Dabei zieht die Entscheidung, sich der Gothic-Szene anzuschließen, oft viele private, schulische und berufliche Konflikte nach sich. In Einzelfällen kann diese Entscheidung die Bindung an die Eltern oder andere Familienangehörige komplett zerstören, zum Beispiel dann, wenn das Familienleben schon vorher stark belastet und unharmonisch war. Diese Schwierigkeiten werden jedoch keineswegs als Beweggrund angesehen, sich von den eigenen Idealen, einer Weltanschauung oder einem Lebenswandel zu distanzieren."

"Viele Goths pflegen ein starkes Traditionsbewusstsein und behalten ihren Lebensstil oder die damit verbundenen Vorlieben (unter anderem für Musik und Kleidungsstil) weit bis ins Erwachsenenalter bei. Im Unterschied zu klassischen Jugendkulturen entsteht so ein altersübergreifender Dialog."

Quelle: Gothic (Kultur)

Es gibt im musikalischen Bereich der Szene solche Unmengen an gesellschaftskritischen Lyrics, sodass auch die Kunst innerhalb dieser Szene sich stetig mit derartigen Positionen beschäftigt und ein ständiger Dialog auch innerhalb der Szene selbst stattfindet.

Beispiele:

"Und wird ein Mensch die Hand erheben
um sich zu wehren, um zu leben?
Wird jemand schrei'n aus voller Kehle
bevor auch ihm man Freiheit stehle?"


Aus: Diary of Dreams - Wahn!Sinn?

"So sind wir immer auf der Reise wie in Eisenketten,
wie in Sträflingskolonien.
Die Reihen ziehn sich scheinbar endlos hin, ganz ohne Sinn.
Willenlos kann keiner fliehn.

Du bist das Kettenglied, das fehlt,
das um uns zu retten sieht was zählt.
Fragst du dich denn nicht zu sehr wann?
Frag dich nur noch: Wenn nicht du, wer dann?

Du bist der Schimmer im Turm.
Wer sonst, wenn nicht du, kann es sein?
Du bist die Stimme im Sturm.
Wer sonst, wenn nicht du, kann es sein?
Du bist das Licht am Horizont,
verbrennst dich selbst als Leuchtsignal.
Ganz gleich, ob die Gewitterfront
viel lauter brüllt, es ist egal.
Es zählt nur: Jemand muss schreien.
Wer sonst, wenn nicht du, kann es sein?

Wir standen immer nur im Mittelpunkt, die Schritte ungelenk,
doch es drängt uns hin zum Rand.
Wir sind die Flut, wir reißen alles mit: Ein Parasit.
Und hinter uns nur totes Land.

Die Welt ist wieder eine Scheibe, eine Bleibe nur noch
und so schnell entrinnt die Zeit.
Und wir machten sie uns untertan; in hundert Jahren
ist das alles längst vorbei."


Aus: ASP - Wer sonst?

"Das Rad dreht sich weiter
Doch alles bleibt stehen
Wir schließen die Augen,
Als wenn wir nicht sehen
Die alte Welt versinkt
In einem Meer
Aus Ideen

Wohin wollten wir gehen
Wo sind wir nun
Zu tief geschlafen
Um weiter zu ruhn"


Aus: Faun - Zeitgeist

Na, wenn das nicht Gesellschaftskritik in deutlicher Form ist, weiß ich auch nicht. Es gibt meist eine sehr große Verbundenheit zwischen Künstlern und Fans innerhalb dieser Szene, weshalb viele Künstler den Mitgliedern dieser Szene aus der Seele sprechen und mit ihnen auch häufig im Austausch sind. Und ja, diese Szene leistet allein schon einen Beitrag, in dem sie in künstlerischer Form Gesellschaftskritik nach außen trägt und damit Menschen über den Weg der Kunst zum Nachdenken anregt.

Später äußere ich mich ausführlicher, da ich einige Aspekte der Beiträge vor mir noch nicht eindringlich genug bearbeiten konnte. Manches wird noch kommentiert.

Liebste Grüße,

Gardevoir
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Alt 14.08.2012, 08:04   #108
 
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Standard AW: leute aus der schwarzen szene hier ?

Deine Weltanschauung kann man teilen oder auch nicht. Aber 2 Fragen stellen sich mir da noch:

1. Was hat das alles jetzt mit der schwarzen Szene zu tun? Die meisten deiner Aussagen über die Gesellschaft lassen sich auf jede beliebige (politische) Szene übertragen. Angefangen bei ganz linken bis hin zu den rechten Kreisen. Alle wollen, dass die Gesellschaft endlich aufwacht und die Wahrheit erkennt. Weiterhin hattest du gesagt, dass man für deine Einstellung nicht der schwarzen Szene zugehörig sein muss. Das zeigt doch, dass diese Einstellung nicht mehr mit einer Szene zu tun hat. Ich denke, dass die schwarze Szene, so wie die meisten anderen auch, nur eine Modeerscheinung ist, bei der sich Gleichgesinnte zusammentun. Und behaupte auch, ohne nähere Quellen zu haben, dass die Mitglieder dieser Szene statistisch gesehen genau so viel kritisch über die Welt und die Gesellschaft nachdenken, wie die von anderen Szenen oder die "Szenenfreien" auch.

2. Das soll jetzt keine Provokation sein, sondern ist komplett ernst gemeint: Was machst du denn für die Stabilität in Syrien, die Menschenrechte in Russland, gegen die korrupten Banken, für die hungernden Menschen?
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Alt 14.08.2012, 12:13   #109
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[...]
Die Probleme in der Welt gehen uns nur bedingt etwas an. Andere Länder, andere Sitten. Manche Staaten wollen gar keine Demokratie und sie wollen auch keine Weltpolizei, die ihnen "Frieden" bringt. Es ist nicht unsere Aufgabe, die ganze Welt vom Elend zu befreien. Und oft bewirkt Hilfe das genaue Gegenteil. Beispielsweise die Lebensmittellieferungen nach Afrika oder die dortigen Subventionen. Die Leute verdienen nichts mehr und gehen elendig zugrunde.

"Gib einem Menschen einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Bring ihm bei zu fischen und du ernährst ihn sein Leben lang."

Wir müssten den Negern da unten zeigen, wie man einen effizienten Staatsapparat hochzieht. Da gibt's aber zahlreiche Probleme. Erstens mal die unzähligen Warlords, die daran mal so gar kein Interesse haben. Und dann gibt's noch das Problem, dass die Leute da unten komplett ungebildet sind. Man kann ja froh sein, wenn die halbwegs lesen können. Was soll man damit anfangen? Sollen wir wirklich Milliarden und Abermilliarden in einen toten Kontinent pumpen? Wozu? Und da kommt das dickste Problem: Wir hätten nichts von starken Dritte Welt Ländern. Wir leben von der Armut im Rest der Welt. Gäbe es überall vernünftige Bezahlung, würde ein Hemd nicht 50 sondern 500 Euro kosten. Und 5 € T-Shirts bei Kik gäb's überhaupt nicht mehr. Auch die Nahrungsmittelpreise würden in die Höhe schießen und schon jetzt sind die Leute zu geizig für Bio. Alles würde unbezahlbar, Deutschland würde selbst zum Dritte Welt Land. Das kann nicht in unserem Interesse sein. Man kann einfach nicht jeden auf der Welt retten. Es geht nicht. Für den eigenen Wohlstand muss immer irgendeine arme Sau leiden. Das liegt in der Natur der Sache. Ohne Schlechtes nichts Gutes, Yin und Yang, such dir eine Philosophie aus. Die Lösung ist tatsächlich Konkurrenz. Das Leben ist kein Ponyhof. Wer etwas erreichen will, soll gefälligst seinen Arsch bewegen. Ist doch schnuppe, ob das irgendeiner Selbstverwirklichung im Wege steht. Das ist nicht mein Problem, warum soll ich dafür bezahlen? Wer keinen Bock auf Arbeit hat, der hat halt gelitten. Und meiner Ansicht nach geht es den Hartz4 Empfängern noch viel zu gut. Die kriegen ihre Miete, Versicherungen und alles bezahlt und obendrauf noch ein Taschengeld. Das is n Traum. Ich darf für jeden Kleinscheiß ackern. Wer mehr will, soll halt arbeiten gehen. Ganz einfach. Natürlich gibt es ein paar Härtefälle, aber das sind wirklich nur die Ausnahmen. Wenn's nach mir geht, wäre Hartz auf sechs Monate begrenzt. Danach braucht's nen triftigen Grund. Momentan ist das doch viel zu lachs. Und was die Altersvorsorge angeht: Das hätten sich die Herren Betroffenen einfach früher überlegen sollen. Beschwerden über mickrige Renten gibt's nicht erst seit Gestern. Jeder kann da privat vorsorgen, wenn er denn nur möchte.

Und da kommen wir wieder zum Kern des Problems: Mehr Eigeninitiative! Jeder muss sich selbst um sein Leben kümmern, das kann und wird der Staat nicht übernehmen.


Zitat:
Zitat von Gardevoir Beitrag anzeigen
[...]
Wie man eine lebensgefährliche und zerstörerische Technologie wie die Atomkraft allerdings noch begrüßen kann, wird mir wohl auf ewig ein Rätsel bleiben... Für mich ist sie trotz aller Vorteile, die sie zweifelsohne mit sich bringt, lebensfeindlich und gehört daher sofort abgeschafft, da das Risiko eines GAUs nicht tragbar ist. Ganz gleich, ob hier wieder mittelalterliche Verhältnisse herrschen danach - lieber Armut und Einschränkungen im Leben als das ständige Risiko hinter maroden AKWs.

Dieser Planet wird geschändet und allein die Vereinnahmung der Erde durch die Menschen lässt diesen Planeten und seine Natur so sehr leiden...
Die Menschheit tanzt noch auf der Rasierklinge, und irgendwann wird sie sich in der Konsequenz selbst auslöschen, weil bis dahin kein Frieden für die Menschheit und kein Frieden für diesen Planeten einkehren wird. Diese Generation wird es nicht mehr mitbekommen, aber aufgrund des gegenwärtigen Handelns ist ein etwaiger Untergang nicht nur realistisch, sondern alternativlos. Wenn man sich zum Beispiel Syrien anguckt, wo Assad Menschen in rauen Mengen abschlachtet und das nur machen kann, weil China und Russland ihn wiederum nur aus ureigenen Interessen stützen, damit sie noch einen Fuß im Nahen Osten haben, dann frage ich mich wirklich, in welchem Jahrhundert wir leben. Wenn Putin Gesetze erlässt, die es verbieten, gegen ihn zu demonstrieren, und ein Land wie Russland, welches ja eine unglaubliche Historie in dem Bereich hat (ob Lenin, Stalin oder Perestroika), so etwas wieder zulässt, muss man sich doch zwangsläufig über den Verstand einiger Menschen Gedanken machen.
Wo sind denn die Langzeitstudien über Folgeschäden infolge von AKW-Unfällen? Wirklich betroffen sind doch nur Leute im direkten Umfeld. Es ist weit weniger schlimm als bei den Atombomben damals. Der einzige wirklich dramatische Unfall war Tschernobyl, und das ist bald 30 Jahre her. Seitdem haben die Kraftwerke sich stetig weiterentwickelt und sind heute kaum noch gefährlich. Das ist einfach nur Panikmache. Die Kernspaltung ist eine kontrollierbare Technologie, wenn die Betreiber sich an alle Sicherheitsvorkehrungen halten (was Tepco in Fukushima nicht tat). Und sie ist der Grundstein für die Kernfusion, die einzige wirkliche Alternative für die Zukunft. Denn was sollen wir sonst tun? Weiter fossile Brennstoffe verballern, bis nichts mehr da ist? Windkraft? Was ist, wenn kein Wind bläst? Sonnenkraft? Was ist im Winter? Das dumme an Strom ist, dass man ihn nicht ohne Weiteres speichern kann. Das Netz muss stetig versorgt werden, nciht zuviel, nicht zu wenig. Diese ganzen erneuerbaren Energien sind aber dermaßen instabil, dass ein vernünftiges Netz damit nicht betrieben werden kann. Im Sommer haben wir viel zu viel Strom und müssen Exportgebühren bezahlen, um das Zeug loszuwerden. Im Winter haben wir zu wenig und müssen Strom aus den Atomkraftwerken in Frankreich importieren. Wir verlagern die Atomkraft nur, wir schaffen sie nicht ab. Und verteuern gleichzeitig unseren Strom um 1000 %. Würde der Staat nicht so heftig subventionieren, könnten sich nur Superreiche Biostrom leisten. Fakt ist aber, eine Welt ohne Atomstrom ist nicht möglich. Und deshalb wird es auch nie passieren. In 100 Jahren hocken die Deutschen auf ihrem Atommüll, während das Zeug überall sonst in der Welt schon lange als Brennstab genutzt wurde. Wahrscheinlich kaufen die uns das Zeug dann noch ab. Es ist einfach nur kurzsichtig, eine derart fortgeschrittene Technologie wie die Kernphysik ignorieren zu wollen. Es ist die Zukunft, ohne Alterative. Windmühlen gehören ins Mittelalter.

Dazu kommt der stark ansteigende Strombedarf. Jeder Einzelne braucht immer mehr Strom, allein die Elektroautos werden den Strombedarf in Zukunft vervielfachen. Wenn wir dann immer noch Öl- und Kohlekraftwerke benutzen, ist nichts gewonnen. Dann verlagert sich die Verschmutzung einfach nur von den Autos auf die Kraftwerke. Am Ende kommt genausoviel CO2 dabei raus. Und die Bedrohung durch eine globale Erwärmung ist weitaus akuter als das bisschen Strahlung. Wenn wir unsere Atmosphäre erstmal so richtig schön zerballert haben, grillt uns auch die Gammastrahlung der Sonne, da brauchen wir gar keine Atomkraft mehr. Mit den Strahlen können alle Atomkraftwerke der Welt zusammen noch nicht mal im Ansatz konkurrieren. Der ganze Anti-Atom Scheiß führt zum Gegenteil des Gewollten.

Weltfrieden ist eine blanke Utopie. Es wird niemals passieren, deshalb lohnt es sich auch nicht, darüber großartig zu philosophieren. Allein die ganzen Arbeitsplätze, die in der Waffenindustrie verschwinden würden, von den Armeen ganz zu schweigen. Und dann noch die Bevölkerungsexplosion. :P

Der Planet kann keine 8 Milliarden Menschen tragen. Und mit leerem Magen werden auch die friedlichsten Menschen ganz schnell aggressiv. Was den Planet angeht: Wir sind ein Teil des Planets, keine Aliens, die hier zufällig gelandet sind. Wir beuten den Planet nicht aus, wir verändern ihn nur. Könnte natürlich sein, dass der irgendwann unbewohnbar dadurch wird. Aber das steckt der Planet locker weg. Um den müssen wir uns wirklich keine Gedanken machen. Wir müssen uns um unser Überleben kümmern, um jeden Preis. Denn die Natur ist ein herzloses Monster. Dreh ihr einmal den Rücken zu und sie wird dich umbringen. Das interessiert die noch nicht mal. Selbst bei 2 Milliarden Toten auf einen Schlag dreht die Erde sich weiter wie zuvor. Es gibt nichts unmenschlicheres als die Natur Sie ist absolut gnadenlos in jeder Beziehung. Weshalb sollten wir sie dann über unser eigenes Überleben stellen?

Geändert von Bob (14.08.2012 um 12:32 Uhr)
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Alt 14.08.2012, 17:06   #110
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Alt 16.08.2012, 05:43   #111
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Standard AW: leute aus der schwarzen szene hier ?

Ich antworte in diesem Augenblick erstmal nur auf den folgenden Beitrag, da der darauffolgende einer noch zeitintensiveren Bearbeitung bedarf und ich mich deswegen erst in Kürze damit befassen kann - wird aber auch auf jeden Fall noch eingehender beantwortet.

Zitat:
Zitat von JoJoxxl Beitrag anzeigen
Deine Weltanschauung kann man teilen oder auch nicht. Aber 2 Fragen stellen sich mir da noch:

1. Was hat das alles jetzt mit der schwarzen Szene zu tun? Die meisten deiner Aussagen über die Gesellschaft lassen sich auf jede beliebige (politische) Szene übertragen. Angefangen bei ganz linken bis hin zu den rechten Kreisen. Alle wollen, dass die Gesellschaft endlich aufwacht und die Wahrheit erkennt. Weiterhin hattest du gesagt, dass man für deine Einstellung nicht der schwarzen Szene zugehörig sein muss. Das zeigt doch, dass diese Einstellung nicht mehr mit einer Szene zu tun hat. Ich denke, dass die schwarze Szene, so wie die meisten anderen auch, nur eine Modeerscheinung ist, bei der sich Gleichgesinnte zusammentun. Und behaupte auch, ohne nähere Quellen zu haben, dass die Mitglieder dieser Szene statistisch gesehen genau so viel kritisch über die Welt und die Gesellschaft nachdenken, wie die von anderen Szenen oder die "Szenenfreien" auch.
Das alles hat sehr viel mit der Schwarzen Szene zu tun, zumindestens mit den ernsthaften Teilen der gegenwärtigen Schwarzen Szene und mit der früheren Gothic-Szene in ihren Ursprüngen, die ja auch dem recht rebellischen und politischen Punk-Umfeld erwachsen ist, was schon viel über die Protestkultur in den Anfängen der Szene aussagt.

Natürlich sind große Teile der Schwarzen Szene mittlerweile zu einer reinen Modeerscheinung und Partykultur geworden, allerdings gibt es noch immer Menschen innerhalb dieser Szene, die sich mehr über Inhalte definieren und nicht nur über das Äußere. Menschen, denen die ursprünglichen Werte der Szene wichtig sind und die diese auch im Alltag vertreten; Menschen, für die die Szene weit mehr ist als ein reiner Hort der Freude im Sinne von Partykultur und Alkoholkonsum.
Natürlich hat der Mainstream von Teilen der Szene Besitz ergriffen, sodass innerhalb der Szene erst Strömungen entstehen konnten, die sich ausschließlich auf Mode und Party reduzieren und konzentrieren, das hat das moderne Zeitalter nunmal mit sich gebracht. Wenn eine Szene sich öffnet, kommen auch Menschen hinein, mit denen andere, frühere Mitglieder einer Szene vielleicht weniger anfangen können. Nicht umsonst ist die Cyber-Kultur innerhalb der Gothic-Szene mehr als umstritten.

Zu diesem Thema sagt Wikipedia übrigens: "Deutliche Abgrenzungsversuche bestehen gegenüber der Visual-Kei-Bewegung. Speziell japanischen Goths ist die Visual-Kei-Szene ein Dorn im Auge, da viele Vertreter dieser Szene (sogenannte J-Rock-Bands) von den Massenmedien fälschlich als Gothic präsentiert und international als japanische Gothic-Bands missverstanden werden.
Weiterhin besteht ein gespaltenes Verhältnis zur Cyber-Kultur. Diese Szene wird häufig als Feindbild wahrgenommen, vereinzelt aber auch als Bestandteil der Gothic-Kultur betrachtet (als sogenannte „Cybergoths“), obgleich hierbei keine grundlegenden Gemeinsamkeiten bezüglich des Outfits oder der musikalischen Vorlieben und Wurzeln erkennbar sind. Auch ein Bezug zu romantischen Themen ist der Cyber-Kultur fremd."


Oder: "Die zunehmende Entfaltung der oft als „Cybergoth“ bezeichneten Szene stößt vor allem bei Anhängern und Subszenen der Gothic-Bewegung auf Ablehnung und rief in den vergangenen Jahren zahlreiche Diskussionen hervor. Anders als diese Subszenen, die sich stufenweise aus dem Gothic-Rock- und Dark-Wave-Umfeld entwickelten und somit untrennbar mit der Gothic-/Wave-Musik verwoben sind, werden die Cybers häufig als eine der Techno-Szene nahestehende Patchwork-Kultur (Mischkultur) wahrgenommen, die sich vorrangig über modische Aspekte definiert. Der tatsächliche Gothic-Anteil wird hierbei, sowohl outfit-bezogen als auch musikkulturell, als gering eingeschätzt."

Nun nochmal: Was hat das alles mit der Schwarzen Szene zu tun, wenn wir hier von Politik und Rebellion reden? Das kann ich dir sagen.
Viele Menschen wenden sich einer Szene wie dieser doch erst zu, weil der Großteil der Gesellschaft sie enttäuscht oder gar abstößt, weil man sich unverstanden fühlt oder weil man etwas gegen gewisse Tendenzen innerhalb einer Gesellschaft hat - man will seine Andersartigkeit ausdrücken - und eine Szene wie die Gothic-Szene definiert sich doch nach eigener Aussage arg über die Individualität. Um sich so sehr von der Gesellschaft abgrenzen zu wollen, muss man doch erstmal inhaltliche Gründe dafür haben. Und da ein großer Teil der Gothic Szene linkspolitisch eingestellt ist und zumindestens nicht viel mit Konservatismus anfangen kann, liegt es doch nahe, dass auch Politik innerhalb dieser Szene ein Thema ist, auch wenn nach außen hin aus den genannten Gründen oft passiv damit umgegangen wird. Man hatte aber zu Beginn seine Gründe, warum man sich solch einer Szene anschließen will, und man hat auch aus bestimmten Gründen ein Bedürfnis danach, seine Andersartigkeit ausdrücken zu wollen. All das lässt sich mit einem Lebensgefühl und einer Einstellung begründen, die nicht mit den allgemeinen gesellschaftlichen Positionen konform geht.

Natürlich muss man nicht in der Gothic Szene sein, um solche Positionen anzunehmen. Man darf es aber, das ist der Punkt. Die Szene definiert sich nicht nur über politische Standpunkte, sondern auch über eine ganz große Menge an Kultur und Mode, die sie zu bieten hat (wobei hier die Grenzen fließend sind - viel Kunst innerhalb der Szene kann auch politisch sein). Somit wird daraus ein ganz großes Mischwerk aus Lebenseinstellung, Weltanschauung, Kunst und Musik, Mode und Gemeinschaftsgefühl.

Es handelt sich eben nicht nur um eine kurzlebige Modeerscheinung, was z.B. dadurch belegt werden kann, dass diese Szene schon seit Jahrzehnten existent ist und dass viele Menschen den Kleidungsstil und die Lebenseinstellung bis ins Erwachsenenalter hinein übernehmen. Es handelt sich also im Gegensatz zu anderen "jugendlicheren" Subkulturen weniger um eine pubertäre Phase, denn eher um eine zutiefst menschliche Frage, die das Wesen einer Person ausmacht. Wenn man es mit diesem Lebensgefühl wirklich ernst meint, dann bleibt man dem auch sehr lange oder für immer verbunden - der Altersdurchschnitt bei Veranstaltungen dieser Szene liegt mitnichten bei 15 Jahren, sondern eher bei 30, und es gibt neben Teenagern auch über 40-jährige Personen, die all das teilen und mitmachen.

Wikipedia dazu: "Viele Goths pflegen ein starkes Traditionsbewusstsein und behalten ihren Lebensstil oder die damit verbundenen Vorlieben (unter anderem für Musik und Kleidungsstil) weit bis ins Erwachsenenalter bei. Im Unterschied zu klassischen Jugendkulturen entsteht so ein altersübergreifender Dialog."

Zitat:
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2. Das soll jetzt keine Provokation sein, sondern ist komplett ernst gemeint: Was machst du denn für die Stabilität in Syrien, die Menschenrechte in Russland, gegen die korrupten Banken, für die hungernden Menschen?
Erst einmal muss ich festhalten, dass ICH allein sowieso wenig bis gar nichts unternehmen kann gegen solch tiefgreifende (globale) Probleme und Missstände. Da müsste es schon eine weltweite Bewegung geben, die zusammen aufwacht und wirklich Protest übt (gewaltfrei). Die den Regierungen zeigt, dass man mit dem Volk nicht nach Belieben verfahren kann. Die wirkliche Demokratie einfordert und den Willen der Völker. Die für Gerechtigkeit aktiv kämpft.
Da es aufgrund des Tiefschlafes vieler Menschen eine solch große Bewegung niemals oder nur im Notfall (siehe Griechenland, Spanien etc.) geben wird, stellt sich die Frage nach meinem Handeln eher weniger, da machtgierige Politiker über Einzelpersonen doch eher lachen als ernsthaft nachdenken.
Auch in Deutschland könnte man etwas tun: Menschen müssten sich zusammenschließen, um in Sachen Außenpolitik Druck auf die aktuelle Bundesregierung auszuüben, damit diese sich mehr oder anders für Missstände in anderen Ländern einsetzt. Der aktuelle, unfähige Außenminister bekommt das ja nicht hinreichend geregelt.

Ich selbst bin politisch aktiv und versuche zudem, andere Menschen - wie auch hier durch meine Beiträge - zum Nachdenken über andere Standpunkte anzuregen. Das ist mein Beitrag. Ich hoffe dabei, dass es irgendwann ein Umdenken innerhalb der Gesellschaft geben wird, aber meine Erwartungen sind dahingehend sehr gering.
Abgesehen davon müsste ich mich ja noch nicht einmal überhaupt engagieren. Man kann an sich auch einfach einen Standpunkt haben und seine Meinung vertreten, ohne den Glauben an wirkliche Veränderungen in der Gesellschaft zu haben, und deshalb sowieso resignieren. Aber so bin ich nicht, und nur deshalb beteilige ich mich hier und im realen Leben aktiv an Diskussionen.

Beschämend finde ich lediglich, wenn hier in einigen Beiträgen behauptet wird, andere Völker müssten zugunsten des eigenen Wohlstands auf Wohlstand verzichten und stattdessen leiden. Unter anderem aus diesem Grund - weil viele Menschen so sind - bin ich in der Schwarzen Szene aktiv. Wenn Menschen nur zu ihrem eigenen Wohl die Ausbeutung anderer ohne jegliche Empathie in Kauf nehmen, empfinde ich das als kalt und herzlos, und die Gesellschaft an sich ist mir schon an sich zu kalt mit ihrer "Ellenbogen-Mentalität". So denken Menschen auch über Tiere: Man müsste sie halt töten und ausbeuten, um seinen eigenen Wohlstand oder sein Vergnügen zu sichern. Aber der Mensch hat KEIN Recht dazu, sich selbst in seiner Überheblichkeit über andere Menschen oder andere Lebewesen zu stellen, denn man ist nicht nur aufgrund seiner Lebensumstände, seiner Rasse oder seines Wohnortes jemand, der anderen Menschen von vornherein etwas wegnehmen darf. Man muss diese Konkurrenzdenken endgültig ablegen, denn letztlich sind alle im gleichen Boot.
Ich sage dazu: Ich finde diese überhebliche Mentalität falsch und sehr gefährlich - soziale Kälte liegt mir schon seit jeher fern. Und sollte diese Kälte laut einigen Menschen auch notwendig sein, dann ist dies der Grund, warum ich mich mit der Gattung Mensch nicht anfreunden kann und warum ich jedes Tier auf der Welt als friedlicher empfinde als das Raubtier Mensch. Ich jedenfalls würde für Gerechtigkeit alles aufgeben, und Menschen, die anders denken und so sehr auf Sicherung des eigenen Wohlstands bedacht sind, bestärken mich nur noch mehr in meiner mitfühlenden Einstellung und in meiner Abgrenzung von solchen gesellschaftlichen Tendenzen und vom Menschen im Allgemeinen.

Zum Rest wie gesagt in Kürze mehr, eine solche Menge lässt sich nicht mal eben so abarbeiten.

Liebe Grüße,

Gardevoir ex
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