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Art Das Kunstforum. Hier kommen eure Bilder, Fotos, Geschichten, Gedichte, Musik, Rollenspiele, .... rein.

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Alt 03.03.2003, 13:04   #1
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Sagat ist ein sehr geschätzer MenschSagat ist ein sehr geschätzer MenschSagat ist ein sehr geschätzer MenschSagat ist ein sehr geschätzer Mensch

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Daumen hoch Sagats Sagenschatz

Liebe Freunde der anspruchsvollen Literatur! Dieser Thread ist nur meinem lächerlichen literarischen Schaffen gewidmet! Ob ihn nun jemand liest oder nicht, hier werd ich von Zeit zu Zeit ein paar meiner Werke zur Schau stellen, bis dass ein allmächtiger Mod der Sache nen Riegel vorschiebt.
Vermutlich werden nicht viele mein Zeugs lesen, aber wers doch wagt, dem wünsche ich....

Viel Spaß mit meinem Sagenschatz!


Der Lastwagenfahrer

Guten Tach, ich bin ein LKW-Fahrer. Ich fahre in einem Tanklastzug, in dem Nitroglycerin ist. Der Zug entspricht übrigens nicht den Vorschriften.

Naja. Ich sag also zu meinem Scheff, nee, also, so geht dat ja wohl nich, jetz. Der Chef sagt, das hat schon alles seine Richtigkeit so. Denn: Wenn ich ordentlich fahre, kann ja eigentlich gar nichts passieren. Ich bin auch ordentlich gefahren, denn ich muss ja auch Geld verdienen. Mein Arzt hat mir nämlich Kaviar verschrieben, sag ich immer. Das stimmt allerdings nicht ganz, aber ich habe mir mal so ne Mickimaus-Zeitschrift gekauft und in der war so ein Scherz-Blanko-Rezept drin, da habe ich Kaviar draufgeschrieben, und seitdem muss ich Kaviar essen jeden Tag, damit ich satt werde und meine Familie. Kaviar hat ja nun wenige Vitamine, deshalb müssen wir immer besonders viel essen, damit wir keinen Skorbut kriegen. Natürlich nehm ich keinen Billigkaviar, ausem Plus oder so, sondern lasse immer welchen einfliegen aus der Sowjetunion. Also so alten. [Anm. d. Verf.: Die alten Jahrgänge Kaviar sind sehr teuer, weil sie noch in den Kolchosen auf den straffen Schenkeln kittelbeschürzter Arbeiterommas gerollt worden sind.]

Deshalb brauch ich das Geld. Es gibt ja bei uns auch so Verhaltensregeln, an die ich mich halten muss, dann kann fast nix passieren. Zum Beispiel hätte ich einmal fast nen Unfall gebaut und wäre selber draufgegangen, wenn ich mich nich noch im letzten Moment an die Regeln erinnert hätte. Da rase ich also mal durch so ne verkehrsberuhigte Zone, denn unsere Zeitpläne sind sehr knapp gesteckt. Da springt so ein kuschliger Hundewelpe auf die Straße, ihm hinterher ein blondgelocktes Fünfjähriges. Klar, alle anderen wären da panisch geworden und hätten das Steuer rumgerissen irgendwie und so, aber ich habe mich noch dran erinnert und habe dran gedacht und bin dann einfach durch, über das Fünfjährige und den Hund rüber und hab den Zug dann langsam ausrollen lassen. Von denen ist nix mehr übriggeblieben, aber, mein Gott?! Wat soll ich machen? Die Mutter von dem Fünfjährigen war auch sehr einsichtig und hat gleich gesagt, ach, ihre Schuld und hat mich zu nem Kaffe eingeladen. So ham wir uns kennengelernt.

Nö, sie war auch gar nich so bös drum, dass ich das Fünfjährige umgebracht, wenn nicht sogar getötet hatte. Es war nämlich gar nicht ihr leibliches Kind gewesen. Es war adoptiert! In Wirklichkeit war es einer aus der Mafia, der aber ausgestiegen war und gegen seine Organisation ausgesagt, ja regelrecht gesungen hatte. Deshalb wurde ihm durch das Zeugenschutzprogramm eine neue Identität verpasst und ihm die Ausweispapiere des Fünfjährigen gegeben. Die Frau war nicht allzu glücklich mit ihrem neuen Sohn, denn das Früchtchen rauchte dauernd teure Zigarren und nahm irgendwelche Nutten mit ins Kinderzimmer. Aber jetzt war es ja tot und sie hatte ja mich. Sie wollte mich auf meiner weiteren Odysse begleiten.

Die nette Mutti hieß Drosophila Schulze.
Wir fuhren also zusammen durch den brasilianischen Regenwald, um das Nitroglycerin sicher zur Britischen Botschaft zu bringen. Es gab nur leider keine Straße, so musste ich so frei nach Schnauze durchs Unterholz rattern und dabei immer gekonnt den Bäumen ausweichen. Einmal sagte ich, dat gehört hier allens abjeholzt!, da ist die total ausgeflippt und hat gesagt, nein, das wär wichtig, weil sonst der Nordpol schmilzt und wir deshalb ersticken oder so. Ich wollte auch keinen Streit mit der und habe gesagt, naja, wir können ja auch Möwel aus Kunststoff machen zum Beispiel. Und was sacht sie da? Nein, das geht auch nicht, denn das wo man Kunststoff draus macht, ist irgendwie mal Tiere gewesen, Saurier oder so, und jetzt gibts ja wohl keine Saurier mehr, deshalb kann man aus ihnen keinen Kunststoff machen. Die Resursen müssen geschützt werden!!
Ich sag, naja, meinetwegen, mer kann ja auch ohne Möwel und ohne Holzbaukasten oder Kunststoffbaukasten auskommen, wenn wir sonst sterben.

Da kamen auf einmal so Eingeborene rausgesprungen und das war ganz furchtbar. So Wilde warn das, die hatten ein Loch in der Unterlippe und da durchgesteckt hatten sie eins ihrer Beine. Die haben so Speere auf uns geschmissen und wir natürlich Angst, da zieht die auf einmal eine Pistole und sagt, sie will sich jetzt umbringen und schießt sich dann voll in Kopf. Ich kann ja nicht anhalten und fahre deshalb mit meinem Nitrolaster voll in son Loch rein, sone Falle, die die für Elefanten gegraben haben. Tja, das Nitrolützerin is natürlich explodiert und wir sind alle tot gewesen.

Nee, kleiner Scherz. Ich dacht natürlich, jetzt explodiert der Tank, weil der Tank is dann so aufgegangen und rausgekommen is awer Himbeersirup, Ich wunder mich natürlich. Da fangen die Eingeboren auf einmal an zu lachen und die Frau lebt wieder und schmunzelt und sagt da ist die Kamera, willkommen bei unsrer neuen Show "Hamse dennde Kamera nich jesehn?"
Da warn die also alle so Lockvögel, die ham mich total reingelegt, also ehrlich. Wir ham uns dann vom Himbeersirup genommen und gefeiert, denn der Regenwald war im Studio für die Show nachgestellt. Ach, was ham die mich reingelegt, die Schlingel.
Die Lümmel. Ich dacht ich würd sterben. Herrlich.
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"If, after hearing my songs, just one human being is inspired to say something nasty to a friend, or perhaps to strike a loved one, it will all have been worth the while." - Tom Lehrer
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Alt 03.03.2003, 13:23   #2
 
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Stumpf, aber lustig
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Alt 03.03.2003, 13:25   #3
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Ok, dann ich auch *g*

Zitat:
[NAS]Troublemaker (1:23 PM) :
n BISSCHEN dämlich, aber auch nur n bisschen *gggg*
Vor allem das war zu geil:
Zitat:
[...]aber ich habe mich noch dran erinnert und habe dran gedacht und bin dann einfach durch, über das Fünfjährige und den Hund rüber und hab den Zug dann langsam ausrollen lassen.[...]
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Alt 03.03.2003, 15:06   #4
 
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Ganz nett aber ein bischen übertrieben...
Hast du dir das vorher ausgedacht oder einfach drauflos geschrieben und wie alt warst du damals?
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Alt 03.03.2003, 15:25   #5
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Ich habe für die Geschichte bei meinem damaligen Chemielehrer recherchiert. Er zeigte mir die Bedingungen auf, unter welchen Nitroglycerin zur Explosion kommt und erklärte mir auch, wie es in einem Lastzug transportiert wird.. Auf der Basis dieser Nachforschungen gab ich der Geschichte zunächst grobe Struktur und knüpfte die Handlungsstränge nach und nach zusammen.
Der Name der Frau, Drosophila, ist übrigens die lateinische Bezeichnung für die so genannte Fruchtfliege; diese kleinen Tierchen, die immer über vergammeltem Obst schwirren.
Trotz der Problematik, die diese Geschichte anschneidet, habe ich auch versucht, noch eine Prise Humor beizufügen. Ob mir das gelungen ist oder nicht, muss der Leser entscheiden.
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Alt 03.03.2003, 15:36   #6
 
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Das ist total flach. haste das selbst geschrieben??? wenn ja ist das gar net übel.
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Alt 03.03.2003, 15:37   #7
 
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Hätte nicht gedacht das so eine Geschichte soviel Hintergrund hat
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Alt 14.03.2003, 20:25   #8
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Blinzeln Was FÜr Vegetarier

Hier der nächste Geniestreich: Meine sozialkritische Trash-Parabel...


Die Rinder

In einer Rinderherde war ein Rind der Arsch. Es wurde von den anderen Rindern geschnitten, ja, sogar gemobbt! Sie sagten immer: "Haaha, guckt euch mal den Herbert an!" Herbert war das Rind. "Guckt mal. Wie der schon aussieht. Also ehrlich. Wie kann sich ein halbwegs normales Rind denn trauen, heute noch so rumzulaufen." Herbert hatte braune Flecken. Braune Flecken waren aber total aus der Mode. "Das Rind von heute lässt sich doch schwarze Flecken wachsen. Also ehrlich. Kuckt ihn euch nur wieder an, wie der rumläuft. Da kommter schon wieder. Nee, der legts echt drauf an."

In Wirklichkeit legte es Herbert auf nichts an. Er hatte sogar mal eine Zeitlang versucht, sich schwarze Flecken wachsen zu lassen, hatte aber schnell herausgefunden, dass das unmöglich ist. Die Fleckenfarbe ist nämlich angeboren und erblich. Einmal wälzte er sich im Dreck, um möglichst dunkel zu wirken. Die anderen Kühe sagten darauf: "Das ist echt nicht zu glauben. Jetzt will er uns nachäffen. Also auf solche schemelhaften Anbiederungsversuche reagieren wir ja schonmal gar nicht." Bauer Möller brummte, als er Herbert abputzen musste. Dem Bauern war es ziemlich egal, was für 'ne Farbe der Herbert denn nun hatte. Das kam den anderen Rindern auch verdächtig vor. "Na, wer weiß", argwöhnten sie, "was der mittem Möller für Abmachungen geschlossen hat, der Arsch. Das kann er nämlich, sich bei dem jetzt einschleimen, jaja. Das wirkt bei uns aber nicht, nur damit du's weißt."

Eines Tages im frühen Herbst wurden die Rinder aus ihren Ställen auf die Weide getrieben. Sie mussten raus aus ihren Boxen und dann durch den engen Mittelgang. Gerade als Herbert aus seiner Box wollte, stellte ihm irgendein anderes Rind ein Bein. Herbert stolperte und rammte den Schweinekoben. "Hee", grölten die Schweine. "Was sollen das? Spinnt der, oder was?" Herbert schämte sich fürchterlich und Bauer Möller schimpfte auch ein bisschen in seiner sonderbaren Sprache.

Nachher beim Wiederkäuen kam eine Kuh zu Herbert und legte sich neben ihn. Die Kuh hieß Linda. "Ich fand das vorhin echt nicht richtig von Klaus."
"Ach", antwortete Herbert kurz angebunden.
"Nein, die anderen sind doof. Ich finde braune Flecken ganz hübsch."
"Jaja. Wahrscheinlich haben die dich als Spion geschickt."
"Nein, ich bin aus freien Stücken hier. Ich will dir nur sagen, dass ich bei denen ab heute nicht mehr mitmachen will."
"Ist mir scheißegal", sagte Herbert. "Ich brauch dein Mitleid nicht. Verpiss dich." Damit hievte er sich hoch und legte sich ein paar Schritte weiter weg. Linda stand ebenfalls auf und sah unschlüssig in seine Richtung. Schon tat es Herbert Leid und er wollte sie bitten, sich doch wieder zu ihm zu legen, da kam Klaus, der große Zampano im Kuhstall, mit dem Linda im Frühling gedeckt werden sollte und sagte laut zu ihr: "Was machst du denn hier, Schnulli, bei diesem Affen? Komm mit, ich will der Herde gleich einen neuen Witz erzählen, den musst du hören." Damit nahm er sie am Arm und zog sie weg. Linda hat nie mehr mit Herbert gesprochen.

Als sie wieder in den Stall zurückkamen, hatte irgendein Rind in Herberts Kleie gefladet. Das Zeug konnte Herbert natürlich nicht mehr essen. Bauer Möller war zum Erstenmal richtig böse mit Herbert und schimpfte: "Herbert, jetzt hat es bei dir aber ausgesetzt." Herbert schämte sich und beschloss, es den anderen Rindern heimzuzahlen. Und zwar so heimzuzahlen, dass sie dafür wirklich bluten mussten. Herbert lag die Nacht wach auf seinem Stroh und sann nach Rache.

Als Bauer Möller am nächsten Morgen in den Stall kam, schauten alle Rinder besorgt zu Herberts Box. Herbert lag auf seinem Stroh und zitterte vor sich hin. Aus seinem Maul tropfte Speichel. Als er Bauer Möller erkannte, muhte er wie von Sinnen. Bauer Möller wurde leichenblass und ging schnellen Schritts aus dem Stall.
"Hast du sie nicht mehr alle?", zischten die anderen Rinder Herbert zu. "Hör sofort mit dem Scheiß auf!" Aber Herbert zuckte immer weiter.
Am Nachmittag kam ein fremder Herr mit einem Clipboard, schaute sich die Rinder an und notierte etwas darauf. Die Rinder wurden unsicher und scharrten mit den Füßen. Sie begriffen, was Herbert tun wollte.

Am nächsten Tag waren sie dran. Es kamen stämmige Menschen mit Elektroschockern und trieben sie aus den Boxen. Die Schweine röhrten: "Dann macht's man gut, ihr Flaschen!" Draußen war ein Wagen aufgestellt, wo sie die Rinder reintrieben. Klaus war furchtbar wütend und muhte dem zitternden Herbert düstere Flüche zu. Neben dem Truck stand Bauer Möller, von Reportern umringt, und er sah recht unglücklich aus. Ein bisschen schämte sich Herbert doch schon. Aber dann sah er, wie Klaus mit einem Elektroschocker gepiesackt wurde und ihm war wieder gut. Kurz bevor Herbert in den Anhänger stieg, zwinkerte er Klaus noch triumphierend zu. Der rastete natürlich völlig aus. In Rage rannte er auf Herbert zu und muhte und schnaubte. Die dicken Männer wollten ihn zurückhalten, wurden aber umgeschubst. Da nahm einer der Männer ein Gewehr und erschoss Klaus vor den Augen der anderen Kühe, die aus dem Laster schauten. Mit offenem Maul und den schiefen Kuhzähnen in alle Himmelsrichtungen lag der Bulle auf dem Kopfsteinpflaster und röchelte sein Leben aus. Ich glaube, Linda heulte sogar ein bisschen. Die Verräterin! Zuerst macht sie auf Überläufer und jetzt heultse um ihren Klaus. Na warte, wenn wir erst alle tot sind, dann wirdse aber dumm gucken!

Der Laster fuhr ab und übrig blieb Bauer Möller. Abends verbrannte er den Kadaver von Klaus auf dem Hof, denn essen kann man den ja beileibe nicht mehr.
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Alt 14.03.2003, 22:25   #9
 
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was laberst du ?

gerade du musst reden...
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Alt 15.03.2003, 11:22   #10
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Blitzratte wird schon bald berühmt werden

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Zitat:
Original von smiler
was laberst du ?
wie wär's wenn du den Text erstmal liest

Ich find die Parabel recht gelungen auch wenn sie für einige zu anspruchsvoll zu sein scheint ¬_¬
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Alt 15.03.2003, 13:38   #11
 
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@blitzratte

komm, so ansprusvoll ist die auch nich das kann jeder verstehen der sich die Mühe macht den Text zu lesen.

Echt gelungen dreamer
Dein style gefällt mir. Der ist irgendwie so naive!
Ein stiller Beobachter der eigendlich nicht von dem versteht was er sieht

weiter, weiter
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Alt 15.03.2003, 16:08   #12
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Blitzratte wird schon bald berühmt werden

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ich hab auch nicht behauptet dass die Geschichte sooo anspruchsvoll sei, sondern offenbar 'zu anspruchsvoll für einige'
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Alt 15.03.2003, 16:50   #13
 
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Ach, die lesen das doch eh nicht
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Alt 15.03.2003, 23:45   #14
 
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Also die Rinder haben mich vom Hockergehauen
Das war ja sowas von fies vom Herbert
Aber wirklich gut Dreamer !!! Mach weiter so ! Son zeug ist ab und zu erheiternt
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Alt 21.03.2003, 23:56   #15
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Standard Ich treff den Papst

Zitat:
Original von Fungus-Licker
weiter, weiter
Zu Befehl!
Die Christen unter euch (oder solche, die es werden wollen) könnte die folgende Geschichte interessieren. Mal sehen, wie viele Hass-PN's ich dafür kriege. *g*


ICH TREFF DEN PAPST

Als ich vor ein paar Tagen abends von der Arbeit nach Hause lief, sah ich auf der gegenüberliebenden Straßenseite Papst Johannes Paul den Zweiten und einen anderen Typen. Ich war etwas überrascht, denn wieso sollte das Kirchenoberhaupt gerade in dieses Nest kommen, und noch dazu einfach so auf der Straße rumlaufen. Aus Neugier wechselte ich die Straßenseite. Der Papst trug eine olivgrüne Cordjacke mit Lederflicken an den Ellbogen, eine legere beige Hose und Slippers. Sein Begleiter kam mir auch irgendwie bekannt vor, mir fiel in dem Moment aber partout sein Name nicht ein. Es war ein dürrer bärtiger Kerl mit langen verfilzten Haaren, der außer einem fransigen weißen Lendenschurz nichts anhatte. Auf dem Kopf hatte er eine Art Kranz aus so spitzen Ästen, und die bohrten sich tief in sein Fleisch rein, dass ihm Ströme getrockneten Blutes im Gesicht klebten. Sein gesamter bloßer Körper war aufs furchtbarste zerkratzt und zerschunden. Aber dem Kerl schien das nichts auszumachen, da er mir freundlich entgegenlächelte. Verdammt, wie hieß er denn nochmal. Mir fiel nicht ein, wo ich ihn schonmal gesehen hatte. Vermutlich einer von diesen schlechten deutschen Schauspielern, die in irgendwelchen deutschen Scheiß-Movies mitspielen und dann denken, sie wären Superstars. Hmm.
Der Papst sah mir missmutig entgegen, als ich ihn fragte: „Entschuldigung, aber Sie sind nicht zufällig der Papst?“
Mit seiner dünnen Stimme sprach er zu seinem Begleiter: „Scheiße, der hat uns erkannt!“
Der Andere lächelte aber weiterhin und nickte mir aufmunternd zu. „Das macht doch nichts!“
Johannes Paul II. seufzte resignierend und sagte : « Jaja, ich bin der Papst. »
Ich streckte ihm meine Hand entgegen und sagte meinen Namen. Er hatte ein zartes Händchen, und als ich es kräftig schüttelte, verzog er missbilligend sein Gesicht. „Und meinen Freund hier werden Sie wohl sicher kennen.“
Ich ließ mir nicht anmerken, dass diese doofen deutschen Schauspieler nun wirklich kein Schwein kennt, und gab ihm auch die Hand. Zu spät merkte ich, dass bei ihm in jeder Hand Löcher waren, die noch größer als ein Fünfmarkstück zu sein schienen und voller verkrustetem Blut waren. Ich ekelte mich schon ein bisschen.
Der Typ aber sagte mit angenehmer Stimme: „Keine Angst, das wird schon wieder. Ist halb so schlimm.“
Na, sagte ich, Gottseidank! Darauf lächelte er verschmitzt und sagte: „Das kann man wohl sagen!“ Er stieß den Papst mit dem Ellbogen in die Rippen, der sagte jaja und erkundigte sich: „Gibt es hier in der Nähe irgendwo eine Kirche?“
„Ja, mehrere. Wenn Sie die Straße grad runtergehen, ist gleich eine. Aber das ist ne evangelische. Ich weiß nicht, ob man Sie da reinlässt.“
„Na, mich bestimmt“, lächelte der Bärtige. Johannes Paul gab ihm einen genervten Seitenblick. „Naja, wie auch immer, wir müssen weiter.“, sagte der Papst.
„Okay, war nett, mit Ihnen zu plaudern. Aber bevor Sie weitergehn, könnten Sie noch schnell, naja – Sie wissen schon... einen Segen..?“
Der Papst verdrehte die Augen, aber sein Freund sagte: „Lass nur, ich mach das schon.“
„Neinnein“, sagte ich. „Nichts gegen Sie, aber ich möchte es doch gerne von ihm gemacht kriegen. Kommt ja selten vor, dass man den PAPST trifft.“
Der Bärtige schien es nicht persönlich zu nehmen. Johannes Paul machte ein paar fahrige Handbewegungen und leierte: „So sei gesegnet, gehe hin und tue Gutes oder was weiß ich.“ Er zog den Anderen am Arm: „Komm jetzt endlich, wir müssen.“
Ohne ein weiteres Wort ging er weiter. Sein Begleiter zwinkerte mir noch einmal freundschaftlich zu und folgte dem Papst dann.
Eine Weile schaute ich dem ungleichen Paar hinterher. Die Schatten waren mittlerweile lang geworden und die Kühle des Herbstabends setzte ein. Ich dachte, na, wenn der bei der Kälte weiter in dem Lendenschurz rumläuft, kriegt er es irgendwann mal ganz schön ins Kreuz.
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Alt 22.03.2003, 20:08   #16
 
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Ich glaub du meintest Judas, Dreamer
Aber jetzt im ernst: wirklich witzige Geschichte, auch wenn ich sie etwas seltsam fand
Nein, jetzt noch etwas ernster: ICH FAND SIE GUT *g*
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Alt 25.03.2003, 23:03   #17
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An alle PN-Schreiber:

Nein, die Geschichte beruht NICHT auf einer wahren Begebenheit!

Der Autor
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Alt 26.03.2003, 14:41   #18
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lol , die geschichte war genial , aber ich komme auch zum verrecken nicht drauf , welchen Schauspieler du meinst ( NEIN , das meine ich NICHT ernst )!
Besoderns der schluss mit den Kreuz problemen gefällt mir
wie in "Das Leben des Brian" Jeder bitte nur ein Kreuz
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Nach müde kommt doof!
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Alt 29.03.2003, 14:13   #19
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Standard Eine ganze Novelle!

Vielen Dank für die rege, auch persönliche Anteilnahme an meiner letzten Geschichte. Und, weil ihr's seid, schicke ich jetzt ein echtes Epos ins Rennen, eine Nano-Novelle! Allen, die schon an der vorigen Geschichte Anstoß genommen haben, rate ich von der Lektüre dieses Werkes ab, da auch hier wieder ein geisteskranker Geistlicher vorkommt und sie überhaupt lauter Gewalt, Tierquälerei, Ausstoß verschiedener körperlicher Abfallprodukte und andere unzüchtige Sachen enthält.
Ich bedanke mich für die Unterstützung bei meinen persönlichen Freunden Joseph von Eichendorff, Gottfried Keller und Helge Schneider. Geschrieben wurde dies Meisterwerk im August 1998 von einem noch sehr jungen wilden Daydreamer.

Viel Spaß!

Herrscher der Welt - EPISODE I

"Geboren wurde ich in einer linksbündigen Blockhütte. Es war sehr schön dort. Ich verbrachte meine Kindheit zusammen mit Schafen, Kühen, Pferden, Schweinen und Ratten in einen Stall gepfercht. Ach, was war das für eine rosige, glückliche Kindheit, wir wurden nie rausgelassen, bekamen Abfälle der Herrchen zu essen und vegetierten im eigenen Kot dahin.
Wer selber das Glück hatte, auf einem Bauernhof aufgewachsen zu sein, weiß, wovon ich rede. Es war sehr schön, besonders, als ich ein Brüderchen bekam. Kurze Zeit später ein Schwesterchen. Und noch ein Brüderchen. Und noch eins. Und noch eins. Und noch ein Schwesterchen. Im harten Winter 1836 gaben uns die Herrchen nichts zu essen, drei Wochen lang. Die meisten Ratten verbissen sich in die Pferde und Schweine, so brauchte ich nur mein fleischiges Kleinkinderhändchen auszustrecken und mir so viele Ratten pflücken, wie ich wollte. Ich überlebte. Meine Geschwisterchen alle nicht. Und ich dachte mir, ach - ehe sie vergammeln-

Dann eines Tages, ich war vielleicht 13 Jahre alt, kam ein Herrchen, packte mich am Nacken und schleppte mich zur Schlachtbank. Ich sollte offensichtlich geschlachtet werden. Ich wunderte mich, weil die Herrchen doch sonst so fürsorglich zu mir gewesen waren und mir reichlich zu Essen gaben; warum sollte dann ich gegessen werden?
So rief ich nach meinen Gefährten, den Tieren. Sie rammten mit ihren Körpern so lange gegen die Stalltür, bis sie aufsprang. Die Tiere kamen und fielen über die Menschen her. Die Menschen hatten aber Gewehre und streckten die Vierbeiner allesamt nieder. Im allgemeinen Tumult kam ich davon.

Ich galoppierte einige Zeit auf dem Feldweg herum -Laufen hatte ich nie gelernt-, und ich traf dann einen Mann, der die Straße entlangtänzelte. Der Mann wollte, wie ich mir heute zusammenreime, in die Stadt. Er hatte ein unheimlich gutes Buch in der Tasche, das er dort wohl für viel Geld verkaufen wollte. Mittlerweile hatte ich aber Hunger gekriegt und dachte, der Mann hätte etwas Eßbares bei sich. Hatte er nicht. Nun, zumindest war er etwas Eßbares. Ich aß ihn ganz auf. Sogar die Knochen, obwohl ich sonst davon immer leichte Magenschmerzen und Migräne kriege. Da fiel mein Blick auf das Manuskript. Ich nahm es auf und lief weiter. Die Sonne schien sehr schön an diesem Apriltag, so daß ich mich um die Mittagszeit unter einen Baum am Wegrand legte und einschlief. Das Buch hatte ich auf meinen Bauch gelegt.

Nun begab es sich aber, daß just da eine Kutsche mit dem berühmten Verleger Fritz von Zitzenwitz vorbeifuhr, der Herr aufmerksam wurde auf mich (Kleidung hatte ich natürlich nicht) und kurz später auch auf das Buch. Er nahm es, überflog es und weckte mich. Er sprach, daß es ausgezeichnet sei und daß er mir tausend Milliarden Mark dafür biete und wie ich denn heiße. Da ich noch nicht richtig sprechen konnte, murmelte ich:
"Jkzlbwbw Krtlmnbtbt.."
Der edle Herr dachte, das wäre mein Name, und er bestand darauf, daß ich zu ihm in die Kutsche steige. Er fuhr mit mir in die Stadt und redete die ganze Zeit auf mich ein. Ich brabbelte nur vor mich hin, um ihn verstehen zu machen, daß ich überhaupt nichts verstand, doch er dachte wohl, das wäre eine fremde komplizierte Sprache. Da muß er mich wohl gefragt haben, was ich so beruflich mache; welchem Stande ich wohl angehöre, und ich lallte ungefähr:
"..rzrzrzrzr zrzrzrzrzr ghghghghgraf ghghgh.."
Ich wunderte mich, was das für einen Eindruck bei Fritz von Zitzenwitz machte. Erst zuckte er zusammen, dann sprang er auf, grad so, wie es in dieser engen Kutsche möglich war, und machte tausend Verbeugungen und küßte meine Füße. Er fiel auf die Kniee und jammerte und weinte, er habe es doch nicht so gemeint, und all solche Floskeln, die bei einem Treffen mit ranghöheren Persönlichkeiten ja Gang und Gäbe sind.
Ich bekam da große Angst und daher einen extremen Brechreiz. Ich konnte es nicht unterdrücken, ich vomierte auf den Edelmann herunter. Der flehte und kreischte wie ein Waschweib, ich möge ihn doch erhören, er möchte gerne seine hübsche Tochter mit mir vermählen. Ich fing wieder an, vor mich hin zu nuscheln, es klang ungefähr so:
"ghwqretzuJanagutalsowennsiemeinennehmeichsiegerne tztztztz"

Der Adlige dankte mir, und da waren wir auch schon in der Stadt, wir stiegen aus, und der Herr von Zitzenwitz führte mich in sein Herrenhaus und stellte mich seiner Tochter Agathe, meinem zukünftigen Eheweibe, vor. Die schien nicht sehr begeistert, einen unzivilisierten, langhaarigen, dreckigen Jungen zu heiraten. Ich meine, wie man sich wäscht oder auch nur seinen Popo abputzt, hatte ich ja noch zu lernen. Auch machte es sie vielleicht etwas unsicher, daß ich den korrekten Gebrauch meines Schließmuskels noch nicht beherrschte. Der Herr von Zitzenwitz sprach zu seiner frechen Tochter, daß ich ein edler Graf sei und sehr gebildet, und daß ich ein Buch geschrieben hätte über gute Sitten und Gebräuche und sicher ein großes Königreich regiere. Da fiel ihm etwas ein, und er fragte mich, in welchem Königreich ich denn der Herrscher wäre. Ich sagte: "weld".

Das hatte einen durchschlagenderen Erfolg als alles andere, was ich jemals gesagt hatte. Sofort fielen alle zu Boden, auch Dienstmädchen und der Kutscher, Knechte, Mägde lagen mir zu Füßen und bettelten um Gnade, weil sie mir nicht von Anfang an Demut bewiesen hatten. Ich wunderte mich doch schon ein bißchen.
Agathe nahm mich auf der Stelle zum Gatten und der Herr von Zitzenwitz sagte, er wolle mir nicht nur tausend Milliarden Mark bieten für das Manuskript, sondern mir sein ganzes Hab und Gut SCHENKEN! Ich wollte mich auch für die mir unbegründete Zuneigung erkenntlich zeigen, außerdem hatte ich an der Sprache Gefallen gefunden, so zeigte ich auf ihn und brabbelte laut und deutlich:
"...Köpftiin!"
Der Herr von Zitzenwitz wurde leichenblaß, und ein Knecht holte eine große Axt. von Zitzenwitz sprach noch ein letztes "Danke, Herr Graf!", dann war sein Kopf ab. Ich war doch schon ein bißchen erschrocken, doch wollte ich die netten Menschlein nicht mit Kritik an ihren doch etwas sonderbaren Sitten verärgern und sie vielleicht glauben machen, ich wäre undankbar. So sagte ich nichts und nickte nur anerkennend.
Seitdem wohnte ich auf dem Landsitz der von Zitzenwitze."


Und hier enden die Memoiren des Jkzlbwbw Krtlmnbtbt für den Augenblick - vor allem deshalb, weil der gesamte Text anscheinend für einen Post zu viele Zeichen hat.
Im zweiten Teil wird das Epos mit einer unglaublichen Intrige, einem fanatischen Papst und einem furchtbaren Gemetzel mittels eines Dackels zu Ende gebracht.
__________________
"If, after hearing my songs, just one human being is inspired to say something nasty to a friend, or perhaps to strike a loved one, it will all have been worth the while." - Tom Lehrer
Sagat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2003, 11:47   #20
Ehrenmitglied
 
Registriert seit: 04.10.2001
Alter: 36

Nasreddin ist ein sehr geschätzer MenschNasreddin ist ein sehr geschätzer MenschNasreddin ist ein sehr geschätzer MenschNasreddin ist ein sehr geschätzer Mensch

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Sagat, du sollst doch immer brav deine Pillen schlucken...

Ne, im Ernst, ansolute Spitze!
Mein Favorit ist das Treffen mit dem Papst und dem mysteriösen Mr. X... *lol*
Nasreddin ist offline   Mit Zitat antworten
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