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Alt 15.04.2007, 16:42   #1
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______ genießt hohes Ansehen
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Standard Trockene Geschichten

Inspiriert von Manus schriftstellerischem Thread habe ich mal 3 alte (unvollendete) Geschichten zum Thema Wüste und Sand ausgegraben. Vllt. interessiert es ja den ein oder anderen.
Meinungen sind sehr willkommen.


Zitat:
„Sandsturm. Bleibt in euren Häusern!“ hörte ich aus den Lautsprechern schallen. Und tatsächlich war es in den letzten Minuten erstaunlich voll geworden in der Trinkhalle. Es war ein alter Brauch, dass man sich während der Stürme hier versammelte um zu reden, zu spielen und, wie der Name der Halle schon verriet, zu trinken. Außerdem hörte man munkeln, dass die Trinkhalle neben dem Rathaus das wohl stabilste Gebäude der Stadt war, da sie auch den ein oder anderen Century-Sturm, die Dinger fegen alle tausend Jahre mal über die Stadt, überstanden hatte. Ich war natürlich jedes Mal froh, wenn sich die alte Halle mal wieder richtig füllte, denn in letzter Zeit kamen immer weniger Leute her. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, waren die Wasserpreise enorm gestiegen, deswegen war das Trinken hier ein teurer Spaß geworden. Mittlerweile waren die Sandstürme der einzige Anlass geworden, sich hier mal wieder zusammenzufinden. Falls der Leser es nicht längst erraten hat, ich bin der Besitzer der Trinkhalle. Als mein Großvater, Gott habe ihn selig, den Laden noch geführt hatte, liefen die Geschäfte besser. Jeden Abend hatte sich hier die gehobene Gesellschaft getroffen um Karten zu spielen und sogar Hochzeitsfeiern waren hier veranstaltet worden. Mittlerweile war es eher eine Spelunke, wo Obdachlose und Gauner am Tresen saßen, die selten Geld hatten und daher wenig Umsatz brachten. Aber ich konnte es schon verstehen, dass kaum mehr einer herkam. Ich hatte ja nicht einmal mehr genug Geld um das Radio reparieren zu lassen. In eine Kneipe ohne funktionierende Musik und mit horrenden Preisen will wohl keiner einkehren.
Umso mehr genoss ich die Zeit, in der es hier drin richtig laut wurde und sogar der ein oder andere Drink bestellt wurde. Ich war bemüht immer einen Schuss mehr Alkohol beizumischen, um die Trinkfreude etwas zu erhöhen. Und es klappte. Nach und nach wurde mehr getrunken und die fehlende Musikanlage wurde durch lauten Gesang vergessen gemacht. Als ich um halb elf in die Kasse schaute war schon mehr Geld drin, als ich in den letzten beiden Monaten eingenommen hatte. Als man, vom Singen und der langsam aber sicher gestiegenen Temperatur erschöpft, eine Atempause eingelegt hatte hörte man wie ein Nachbarhaus vom Sturm abgedeckt wurde. Der Sturm schien schlimmer zu sein als zunächst angenommen. Unmut machte sich breit. Doch der Bürgermeister, vielleicht in dem Wissen, dass sein Haus das solideste von allen war, vielleicht auch einfach nur besorgt um seine Bürger, gab eine weitere Lokalrunde aus, was die Stimmung wieder erheblich verbesserte.
Als um kurz nach zwölf Uhr der Sturm vorbei war, machten sich einige, vor allem Frauen und Kinder, auf, um nach den Häusern zu schauen. Es stellte sich heraus, dass das einzige beschädigte Haus die alte Ruine war, in der sowieso keiner mehr wohnte. Und so ging der Großteil der Leute nach hause. Doch zum Glück blieben noch einige gut gelaunte Herren übrig, mit denen man wohl noch die Nacht verbringen konnte. Noch ein paar feucht fröhliche Stunden später, es muss wohl so gegen Vier Uhr gewesen sein, saß ich mit Pilot Randle und einem alten Kauz, der wohl aus einer anderen Stadt kam, ich kannte so ziemlich jeden, der hier wohnte, am Tresen. Ich hatte Randle gerade davon überzeugt, dass es wohl die nächsten 10 Jahre nicht mehr regnen würde, da mischte sich der Alte ein. „Wisschjt ihr wo es Waschjer gibd?“ Ich lachte: „Ja Opa, nirgends!“. Es war jedem klar, dass sämtliche Seen, Flüsse und Wasserspeicher längst erschöpft waren. Doch der alte keuchte: „Dein Großvater, Gott habje ihjn selich, er wär längjst mit mir im Fliegjer gessesen auf der Suchje nach Wasser! Du bijst janz und garnich nach ihm!“ Ich erschrak. Wie konnte es sein, dass der alte meinen Großvater kannte…
Zitat:
Sand. Ein paar Grashalme. Unerträgliche Hitze.
In weiter Ferne konnte man ein paar riesige Berge sehen.
Unbewachsen, nur aus hartem, scharfkantigem Stein.

Auf der Suche nach Wasser, Zivilisation, Leben.

Da…ein kleines Städtchen.

Welche Ironie, das erste, was ich von der Stadt sah, war der Galgen.





Das einzige was ich noch bei mir hatte war ein altes Brot. Es war hart, der Geschmack widerlich. Als ich die Stadt erblickte wollte ich nur eins, ein ordentliches Frühstück und ein Glas Wasser.

Ich taumelte, die Gluthitze im Nacken, in Richtung der Stadt. Es dauerte unerträglich lange, bis ich das erste Haus erreicht hatte. Eine alte Frau beobachtete mich argwöhnisch durch das Fenster ihres Hauses. Auch die Kinder auf der Straße unterbrachen ihr Spiel und betrachteten mich neugierig. Ich schleppte mich weiter, an ein paar hässlichen alten Hütten vorbei, bis ich ein Schild sah auf dem stand: „ ZIMMER FREI“. Das dazugehörige Haus war relativ groß und im vergleich zum Rest der Stadt auch recht ansehnlich. Beim Betreten des Hauses fiel mir auf, dass es innerhalb des Hauses angenehm kühl war. Fast schon kalt, ich fror ein wenig.
Am Tresen war niemand zu sehen. Allerdings fand ich eine kleine Klingel. Als ich auf den Knopf in ihrer Mitte drückte, ertönte ein derart schrilles Geräusch, dass ich zusammenzuckte.
Ich hatte seit Tagen kein lautes Geräusch mehr gehört. Nun hörte ich eine junge Stimme: „Komme schon!“. Ein junges Mädchen erschien und begrüßte mich freundlich:
„Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“. „Ich bräuchte was zu Essen und ein Zimmer.“ „Ein Zimmer kann ich ihnen anbieten, aber etwas zu Essen gibt es hier nicht.“
Ich nahm das Zimmer und machte mich auf den Weg zum Saloon, den mir das Mädchen empfahl…
Zitat:
Es war spät. Ich saß in einem alten Loch, das sich „Zur Tränke“ nannte. Der Name erinnerte mich an einen Stall, in dem Pferde gefüttert werden, doch wenn ich mir die äußerst trinkfreudige Kundschaft hier so ansah, dann traf der Name doch ziemlich gut zu. Es waren vorrangig Arbeiter aus den Daniels-Minen, die nur ein paar Meilen von der Stadt entfernt waren, dies ließ sich unschwer an ihrer Arbeitskleidung und dem Geruch, den sie verbreiteten, erkennen. Es war sicherlich ein komischer Anblick, ich, ein relativ gut gekleideter Arzt aus Großbritannien, in einem Lokal voll Säufern und Ganoven. Nicht, dass ich nicht auch hin und wieder mal etwas tiefer ins Glas geschaut hätte, aber vor solchen Eskapaden, wie sie sich hier abspielten, hatte mich meine gute Erziehung doch bewahrt. Immerhin ließen sie mich in Ruhe, als Fremder war man, abgesehen von den verstohlenen Blicken und dem Gewisper der Weiber, in dieser Stadt quasi nicht existent.

Sie, verehrter Leser, fragen sich nun sicherlich, wie es mich in diese Gegend verschlagen hat. Nun, ich denke Sie werden an abenteuerliche Geschichten voll von Verbrechen und Heldentaten denken, doch da muss ich Sie enttäuschen. Ich reiste lediglich hierher, um meinem kürzlich verstorbenen Vater, der hier, dem Ruf des Goldes gefolgt, als Goldgräber eine Menge Geld gemacht hatte, die letzte Ehre zu erweisen. Ich hatte nie viel von ihm gehört, daher hatte sich die Trauer in Grenzen gehalten. Erst wunderte ich mich darüber, dass mir, ganz im Gegenteil zu meiner Mutter, der Tod meines Vaters nicht sehr nah ging, doch ich kam zu dem Schluss, es sei ganz normal, wenn man den Vater nur aus Briefen kannte, und selbst aus diesen nur oberflächlich. Aber da meine Mutter mittlerweile nicht mehr in der Lage war, weit zu reisen, erklärte ich mich bereit, den Vater zu bestatten. Außerdem muss ich zugeben, dass ich, von seinem Vermögen und seiner „Ranch“, so hatte er in den Briefen sein Haus immer genannt, fasziniert, von der Abenteuerlust gepackt worden war. Ich packte kurzerhand meine Sachen, und reiste ab...
Ihr werdet sicherlich merken, dass die Geschichten vom Schreibstil und Niveau etwas unterschiedlich sind, liegt daran, dass ich die gerade auf meiner Festplatte zusammengesucht habe. Sie sind allesamt schon ein bisschen älter.
Achja, wenn ihr sie schon, oder zumindest eine davon lest, macht euch bitte auch noch die Mühe und sagt was dazu.


EDIT: Ich persönlich bin (als Autor normal) nicht zufrieden mit den Texten. Dem 1. würde ich 6/10 Punkten geben, dem 2. 7/10 und dem 3. naja, das ist vllt. zu wenig um es zu bewerten.
Die 10 Punkte sind nicht das, was für einen Schriftsteller möglich ist, sondern das was ich schätze, was für mich möglich ist. (Ansonsten wäre 7/10 ja wohl anmaßend)

Geändert von ______ (15.04.2007 um 17:06 Uhr)
______ ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 15.04.2007, 16:51   #2
 
Benutzerbild von Kang00
 
Registriert seit: 15.03.2005

Kang00 hat die Renommee-Anzeige deaktiviert

Standard AW: Trockene Geschichten

Ich habe eben die Geschichte "Sand" von dir in Manus Thread gelesen und da ich keine Lust habe mir die anderen zwei jetzt zu Gemüte zu führen, meine Meinung zu der einen. Also:

Vorweg, gefällt mir. Ist eigentlich recht interessant, und sofern man einen Eindruck von der Story bekommt auch "spannend". Jedoch ist ein Problem, dass du einen extremen Stilwechsel vollführst. Die Einleitung vermittelt den Eindruck von einer endlosen Wüste, ohne jegliches Leben, ohne Zukunft und als würde sie jeden verschlingen der wagt sie zu betreten. Und dann, plötzlich, kommt der Kerl in ein Dorf, friert sogar (!), da wohnen Leute, alles super, ein Saloon, klasse! Verstehst du was ich meine? Die ganze "Trockenheit", die du in der Einleitung aufbaust, diese Hitze, die einen erdrückt, der extreme Durst, der dem Hauptcharakter zu schaffen macht, ist mit einem Mal egal. Du scheinst dir nicht sicher zu sein, was der Leser fühlen soll. Das woll ich mal dazu sagen.
__________________
Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.
Kang00 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2007, 16:54   #3
Gesperrt
 
Registriert seit: 23.06.2005

______ genießt hohes Ansehen
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Standard AW: Trockene Geschichten

Okay, danke erstmal.

Zur Geschichte Sand: Du hast das schon richtig bemerkt, doch das Frieren, das Erschrecken bei einem Geräusch etc. habe ich ja nicht grundlos eingebaut.

Edit: Allerdings hast du schon irgendwie recht, " Ich nahm das Zimmer und machte mich auf den Weg zum Saloon, den mir das Mädchen empfahl…" ist dann schon etwas unpassend.
Wie gesagt, ich selbst bin auch nicht so zufrieden damit.

Geändert von ______ (15.04.2007 um 16:59 Uhr)
______ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2007, 17:01   #4
 
Benutzerbild von Chaos Overlord
 
Registriert seit: 09.03.2007
Ort: Salzburg
Alter: 33
Spielt gerade: HoMM5

Chaos Overlord ist einfach richtig nettChaos Overlord ist einfach richtig nettChaos Overlord ist einfach richtig nettChaos Overlord ist einfach richtig nettChaos Overlord ist einfach richtig nett

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Standard AW: Trockene Geschichten

Naja
obwohl schon sehr alt,
sehr gut gelungen,
da könnte man schon die eine oder andere längere geschichte draus schreiben ^^
__________________
zwischen Genie und Wahnsinn liegt eine schmale Grenze die ich täglich des öfteren überschreite.
Nur die Richtung ist unbekannt.
Polen, Polen du hast mein Herz gestohlen!
Chaos Overlord ist offline   Mit Zitat antworten
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