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GameCube Alles über Nintendos auslaufende Heimkonsole - Spiele, Hardware und alles, was sonst noch mit dem GameCube zu tun hat.

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Alt 16.04.2004, 09:45   #1
 
Registriert seit: 02.01.2004
Alter: 31

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Standard Satoru Iwata spricht Klartext!

Unsere Kollegen von GameSpy hatten die seltene Gelegenheit, Nintendos Präsident Satoru Iwata zu einem ausführlichen Interview zu treffen und der sonst so schweigsame Japaner entpuppte sich als erstaunlich redselig:

Als Erstes sprach Iwata über die neue Situation im Handheld-Bereich mit der drohenden Powermaschine PSP von Sony am Horizont. Bis anhin konnte der Game Boy in allen Variationen die stürmisch heranbrausende Konkurrenz mit Leichtigkeit ins Tal der Vergessenen verweisen, doch erstmals wagt mit Sony eine Firma den Schritt in Nintendos Herrschaftsgebiet, die schon bei den Heimkonsolen den Markt aus dem Nichts heraus komplett umkrempeln konnten.
Da stellt sich Frage, ob ein Game Boy/GameCube-Hybrid, wie er vor einiger Zeit als aufwändiges Mock-Up im Internet kursierte (wir berichteten), eventuell am besten mit der PlayStation Portable fertig werden könnte. Iwata dazu:

”Irgendwann könnten wir durchaus in der Lage sein, die Technologien von Game Boy und GameCube in einer Einheit zu verbinden, die sowohl klein und leicht ist, als auch eine langlebige Batterie und einen niedrigen, markttauglichen Preis bietet. Wir müssen eine gute Balance zwischen hoher Funktionalität und den anderen nötigen Features eines Handhelds finden”

Des Weiteren betonte Iwata, wie wichtig die Wahl des richtigen Zeitpunkts zur Veröffentlichung neuer Technologien sei. So bringe es wenig, wenn etwas Neues das Spielerlebnis steigern würde, solange die anderen Faktoren wie zum Beispiel der Preispunkt nicht ebenfalls die Kriterien eines erfolgreichen Produktes erfüllen würden. Dieses Produkt sei dann noch nicht reif für den Markt.

Als Nächstes nahm Nintendos Präsident Stellung zum aktuellen, harten Kampf mit Sony und Microsoft um die Vorherrschaft im Heimkonsolensektor. Dabei gab er zu, dass der Wettbewerb härter als je zuvor sei und Nintendo Gewinneinbussen hinnehmen musste. Im Unterschied zum früheren Konkurrenten SEGA betreiben die neuen Gegner das Videospiel-Business nicht als Kerngeschäft, sondern können auf viele weitere Standbeine zählen.
Doch keine Angst, Nintendo wird laut Iwata auch weiterhin die passende Hardware zur Software bieten:
”Wenigstens in absehbarer Zeit, solange die Leute Videogames am Fernseher spielen und wir die beste Software dafür machen können, werden wir von eigener Hardware profitieren.”

Im Folgenden ging Satoru Iwata gezielt auf den Standpunkt von Microsoft ein, der sich komplett von dem Nintendos unterscheidet:
”Ich denke sie [Microsoft] konzentrieren sich bei der nächsten Konsolen-Generation nur auf die leistungsstärkste Technologie. Und aus der Sicht der Entwickler und Programmierer dürfte es sehr schwierig sein, mit so einer Maschine zu arbeiten. Am Ende werden sie nicht genügend für ihre Strapazen, die sie durchleben müssen, belohnt werden.”
Und genau darin sieht Iwata die Chance für Nintendo, denn das Ziel ist es, eine einzigartige Konsole zu entwickeln, die kein blosser GameCube im Next-Gen Gewand ist, sondern auf der es einfach ist, Spiele zu programmieren. Grade auf lange Sicht sollte dies dann Spielentwicklungen auf Nintendos neuem Baby profitabler machen als bei der Konkurrenz.

Gewagte Worte, war doch schon der GameCube mit genau dieser Philosophie entwickelt worden und schaffte es dennoch nicht, die Entwickler en masse an Land zu ziehen. Was lief also falsch?
”Ich denke die grösste Schwäche [des GameCubes] war, dass wir ihn zu spät veröffentlicht haben. Wegen der Verspätung waren unsere Mitbewerber imstande, eine grosse Userbasis für ihre Heimkonsolen zu erreichen. Auch wenn es für Entwickler einfacher war, für den GameCube Spiele zu programmieren, so konnten sie dennoch durch den zeitlichen Vorsprung mehr über die Maschinen unserer Konkurrenz erfahren. Am Ende konnten wir diesen Vorteil [der Mitbewerber] nicht mehr ausgleichen.”

Ob die Niederlage vor allem gegen Sonys PS2 wirklich nur mit dem späteren Release zu erklären ist, wollen wir jetzt mal nicht kommentieren. Stattdessen fahren wir fort, denn Iwata griff sogleich zum nächsten heissen Eisen, dem Unwort der Videospielbranche schlechthin: Das Kiddie-Image!

”Unsere Mitbewerber sagen immer, dass Nintendo bloss etwas für Kinder ist. Um dem entgegenzutreten müssen wir Kunden und potentiellen Kunden erklären [dass wir nicht nur Spiele für Kinder machen]. Ich denke, dass der Wechsel vom Game Boy Advance zum Game Boy Advance SP immer mehr junge Erwachsene dazu bringen konnte, mit der Game Boy Produktlinie zu spielen.”

Iwata gab auch zu, dass Nintendos Probleme, ältere Käuferschichten zu erreichen, durchaus einen Einfluss auf die aktuelle Situation gehabt haben, mit Blick auf Gegenwart und Zukunft jedoch ist es zentral für Nintendo, möglichst alle Altersgruppen zu erreichen!

Kommen wir nun zu einem etwas nachdenklicheren Teil des Interviews, denn Iwata sinnierte auch darüber, was eine gute Hardware bieten sollte, um dem Spieler das bestmögliche Erlebnis bescheren zu können. Besonderer Fokus lag dabei auf der Frage, inwiefern immer bessere Technik den Entwicklern hilft oder sie in ihrer Kreativität einschränkt:

”Wenn man sich in der Welt der Videospiele nur Hardware besorgt, wird man keinen Spass damit haben. Es ist unsere Annahme, dass es die Software ist, die die aussergewöhnliche Erfahrung ermöglicht, und dass [die Spiele] der einzige Grund sind, weshalb wir uns Hardware kaufen.
Also wird die bevorzugte neue Hardware der Spiele-Entwickler diejenige sein, die es ihnen ermöglicht, ihre Träume zu verwirklichen. Das trifft für die Käufer genauso zu.”

Nintendo versucht nun, die einzigartigen Features, die es braucht, um den Entwicklern die ideale Plattform für die Verwirklichung ihrer Träume zu bieten, herauszufiltern. Sobald dies erreicht ist. Kann man einen Schritt weitergehen und die passenden Partner mit dem richtigen Know-How suchen. Dabei ging es bis anhin bei der Wahl der Konsole für Entwickler nur um deren Rechenpower. Doch sowohl Iwata als auch Shigeru Miyamoto glauben nicht, dass dies so bleiben wird.
Des Weiteren zeichnete Iwata ein ziemlich düsteres Zukunftsszenario der Videospielindustrie:

”Wenn die nächste Konsolen-Generation nichts bietet, ausser zehnmal so leistungsfähig zu sein, dann glaube ich nicht, dass die Leute sie von der jetzigen Generation werden unterscheiden können. Zuletzt, wenn die nächste Generation von Heimkonsolen bloss bessere Technik bietet, wird es dafür keine grosse Zukunft geben.”

Apropos Zukunft: Auch zu Nintendos nächster Heimkonsole – hier einfallsreich GameCube Next genannt – liess sich Iwata-San einiges entlocken, wenn auch natürlich keine technischen Angaben oder Details:

”Die Fähigkeiten des GCNext werden anders sein, als diejenigen von bisherigen Konsolen. Nintendo diskutiert momentan nicht über modernste Technologien, um die Prozessorleistung zu verbessern. Aber worüber ich, Miyamoto und Mr. Takeda [Senior Managing Director] diskutieren, ist, was gemacht werden muss, um die Menschen auf eine neue Art zu unterhalten und was für Funktionen dafür zu unserer jetzigen Technologie hinzugefügt werden müssen.
Bitte versuchen sie zu verstehen, dass ich nicht sage, dass Technologie unwichtig ist. Ich verstehe, dass Technologie wichtig ist. Aber wenn wir uns nur auf die technologische Seite konzentrieren und in eine IT Produktionsanlage investieren, um leistungsfähigere Prozessorchips herstellen zu können, dann werden wir keinen Erfolg haben.”

Mit diesem Ansatz verfolgt Nintendo laut Iwata eine klar andere Strategie als Sony, das heftig die Entwicklung neuester Technologien vorantreibt. Im Gegensatz dazu beobachtet Nintendo viel mehr bereits existierende Technologien von anderen Unternehmen, die sich in einem frühen Entwicklungsstand befinden. Anstatt also selber teuer in solche Forschungen zu investieren, pickt man sich die passenden Partner heraus, die dann die bestmöglichen Komponenten für Nintendos neue Hardware beisteuern.

Als letztes Statement zur künftigen Bedeutung von Technik sagte Iwata-San, dass der technologische Sprung von der jetzigen zur nächsten Konsolen-Generation [aller Mitbewerber] so minim sein wird, dass die Unterschiede den meisten Käufern gar nicht auffallen werden.
Inwiefern das zutrifft, bleibt abzuwarten, pusht doch die Konkurrenz, wie von Iwata selbst betont, besonders die technische Leistungsfähigkeit ihrer nächsten Konsolen…

Als letzten Punkt wurde Satoru Iwata noch auf den in letzter Zeit doch recht mangelhaften GameCube-Support durch 3rd Party-Entwickler angesprochen und auch hier wich er nicht aus:

”In der Vergangenheit waren unsere Beziehungen zu den 3rd Parties ziemlich anders. Es sind Firmen, die sich auf dem Markt umsehen, und wenn sie der Meinung sind, dass Nintendo durch seine Bemühungen und Investitionen einen lukrativen Markt geschaffen hat, steigen sie mit ein. So haben wir 3rd Parties früher gesehen.
Heute sehen wir das anders. Wir sind mehr dazu bereit mit 3rd Party-Entwicklern zusammenzuarbeiten. Sie denken da an die Steigerung der Effektivität und der Wirkung ihrer Produkte. Manchmal lizenzieren wir unsere Videospiel-Charaktere, sodass sie in den Spielen als Gaststars auftreten können.

Nintendo scheint also die Wichtigkeit von 3rd Party-Unterstützung erkannt zu haben. Dies unterstreicht auch folgende Aussage:
”Dazu arbeiten wir aktiv mit Sega, Namco und Konami zusammen, um Software herzustellen. Damit eine Plattform Erfolg haben kann, muss sie eine grosse Vielfalt an verschiedenen Arten [Genres] von Software bieten. In Zukunft, so glaube ich, wird es sogar noch wichtiger für uns sein, mit 3rd Party-Entwicklern zu arbeiten.

Und wer bis jetzt durchgehalten hat, sollte für seinen Leseeifer auch belohnt werden. Denn auch wenn es schon länger bekannt war, so bekräftigte Nintendos Präsident erneut, dass der GameCube Next auf alle Fälle rechtzeitig erscheinen wird, um der Konkurren

Das hab ich aus dem N-Zone Forum und wollte es hier reinstellen.
Link1309 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 16.04.2004, 10:00   #2
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Standard RE: Satoru Iwata spricht Klartext!

Was für ein Schinken! Im N-Zone Forum war ich zu faul das Teil zu lesen, aber jetzt hab ich es geschafft. Eins wundert mich aber: Satoru Iwata hat gesagt, dass die nächsten Konsolen technisch fast gleich wären oder so ähnlich. Dabei haben Sony und Microsoft doch angekündigt, dass ihre neuen Konsolen technisch 10 mal so stark sein sollen. Da steht auch, dass sie mit Knami zusammenarbeiten. Dann müsste ja auch ein neues Metal Gear rauskommen *freu*.
Giftzwiebel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2004, 15:37   #3
 
Registriert seit: 11.04.2004

Phonolla hat die Renommee-Anzeige deaktiviert

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In dem Ganzen ist viel BlaBla, das kann man in ein paar Sätzen zusammenfassen.

Iwata scheint mir zum Glück zuversichtlich was die Zukunft Nintendo´s angeht... Allerdings bringt das viele Gerede nicht viel, interessant ist das Endprodukt!
Phonolla ist offline   Mit Zitat antworten
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