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Alt 03.05.2006, 20:20   #1
 
Benutzerbild von Malte
 
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Alter: 34
Spielt gerade: Zur Zeit spiele ich Unreal Tournament 2004.

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Blinzeln Übersoldier

Rund um das Spiel

Ein typischer Egoshooter, angesiedelt in dem momentan angesagten Weltkriegsgenre. Ein Held, eine Mission, mehrere Abschnitte, unterschiedliche Waffen, modelliert nach realem Vorbild. Eine Story, die über den typischen Einheitsbrei nicht hinwegkommt und die daher keine weitere Erwähnung finden wird - und das alles für gerade einmal 24.99€. So lässt sich Übersoldier wohl am Passensten beschreiben, würde der Teufel - oder viel mehr der Clou - nicht absolut im Detail stecken. Während sich der Protagonist mit dem schicken Namen Karl Stolz praktisch im Alleingang durch Horden von Wehrmachtssoldaten und co. - mal motorisiert und mal zu Fuß - prügeln muss, stehen diesem von Zeit zu Zeit sogar einige Untergrundkämpfer zur Verfügung, die fortan Karl mit tatkräftiger Feuerkraft unterstützen. Diese sterben aber im Falle eines Falles wie die Fliegen - wirklich Schade, denn in Übersoldier gibt es wirklich Massen von Gegnern zu bekämpfen und oftmals verliert man trotz des streng linearen Gameplays oft den Überblick. Das Waffenarsenal erstreckt sich von diversen Pistolen, Gewehren, Maschinengewehren und einer Panzerfaust bis hin zu einem Messer und Handgranaten, die allesamt gekonnt in Szene gesetzt wurden. Im Prinzip erwartet den Spieler hier absolut nichts Neues - es können allerdings immer nur eine begrenzte Anzahl an Waffen getragen werden. Auch der mittlerweile für einen Egoshooter standardisierte Zoommodus der einzelnen Waffen ist allemal nettes Beiwerk und wurde nicht immer konsequent umgesetzt - so wurde dieser bei einigen Waffen scheinbar einfach vergessen. Die einzelnen, unterschiedlichen Spielabschnitte hingegen sind recht abwechslungsreich gestaltet und sind gekonnt in Szene gesetzt. Auch hier wird dem geneigten Spieler die gewohnte zweite Weltkriegskost in guter Qualität präsentiert, kann aber nicht an den Realismus eines Call of Duty 2 heranragen.

Nanu ? Was ist denn das? Features und co.

Was währe heutzutage ein Egoshooter ohne nette Gimmicks und co. ? Natürlich gibt es auch in Übersoldier einiges, was den Spieler aus dem teils doch arg einheitsbreiig wirkendem Shooteralltag herausholen soll. Somit kann man zum Beispiel - ähnlich wie in einem Rollenspiel - seine Gesundheitsleiste steigern, indem man drei Gegner in einer bestimmten Zeit mit dem Messer tötet. Pro so erreichten Triplekill bekommt man jeweils zwei Hitpoints gutgeschrieben und kann auf diese Weise maximal 200 Lebenspunkte erreichen. Pro drei aufeinander folgende Kopfschüssen steigert sich die Zeitschildleiste, auf die ich nun näher eingehen werde. Mithilfe dieses Schilds kann sich Karl für einen bestimmten Zeitraum in einer Art Blase einhüllen, die alle Schüsse abhält - die Geschosse bleiben einfach in dem Schild mit einem netten Effekt hängen. Dieser Schild kann alternativ auch als Waffe eingesetzt werden. Berühren Gegner stellen des Schilds, an denen Kugeln kleben, sterben diese augenblicklich. Kluge Taktiker können auf diese Weise sehr viel Lebensenergie sparen und große Horden von Gegnern in windes Eile einfach ummähen. Natürlich muss dieser Schild von Zeit zu Zeit wieder aufgeladen werden, um einsatzbereit zu sein. Kommt die Schildanzeige in den grauen Bereich, werden Geschosse sogar in Blickrichtung zurückgefeuert.

Das Sahnehäubchen - die Physik Engine

Besonders auffallend ist die sehr gute und vor allem ausgeprägte Physik Engine von Übersoldier, welche man in dieser Art höchstens aus Half Life 2 kennt. Einzelne Objekte und Gegenstände fallen scheinbar nach den Gesetzen der Schwerkraft auf den Boden, explodieren, werden herumgeschleudert oder drehen sich. Bei einem Brand werden umherstehende Objekte in Flammen gesetzt, Fahrzeuge fliegen in die Luft, usw. Es ist sogar möglich, ganze Häuseretagen in ein flammendes Inferno zu verwandeln. Um es auf den Punkt zu bringen - alles, was in der Realität mit den im Spiel existierenden Gegenständen möglich währe, ist auch in Übersoldier fast immer möglich. So überrascht es nicht, dass auch die unterschiedlichen Gegner über sehr viele Sterbeanimationen verfügen, welche die wirklich sehr gute und stellenweise äußerst beeindruckende Physik Engine noch weiter unterstreichen. Endlich ein Shooter, bei dem es möglich ist, Granaten durch Fensterscheiben zu werfen !

Zur Sache - in Sachen Grafik

Zieht man sich die Systemanforderungen für Übersoldier zu Gemüte, so kann man ins Stocken geraten - diese sind ungewöhnlich hoch angesiedelt. Trotzdem - sie wurden erstaunlicherweise sehr realistisch angegeben und somit ist es mit dem auf der Verpackung angegebenen System sehr gut möglich, dass Spiel fast immer ruckelfrei zu genießen. Übersoldier hat in Sachen Grafik nämlich einiges zu bieten und ist in vielen Abschnitten sogar äußerst erstaunlich und lebensecht anzuschauen. Schon die ersten Abschnitte in einer Art Psychiatrie lassen dem geneigten Spieler den Mund offen stehen. Bis auf wenige Ausnahmen im Spiel wurde höchstes Augenmerk auf Detailtiefe und extrem realistisch wirkende Texturen gelegt. Auch die einzelnen Gegner weisen sehr viele Details auf und sind ungewöhnlich hoch aufgelöst. Schade, dass dieses sehr gute Gesamtbild durch die etwas spartanisch texturierten Waffen und einige, aber wenige lieblose Abschnitte minimal geschmälert wird. Trotzdem - in Sachen Grafik weiß Übersoldier mehr als zu Überzeugen und man erwischt sich immer wieder dabei, wie man einfach nur in einer Ecke steht und die wunderschöne und hoch detaillierte Umgebung bewundert. Das absolute Highlight stellt ein Abschnitt in dem inneren eines U-Bootes dar, welches in Natura auch nicht realer hätte ausfallen können. Also - beide Daumen nach oben !

Musik und Sound - eindeutig zweischneidig

Insgesamt gestaltet sich die musikalische Untermalung von Übersoldier als eher nervig und abschaltungswürdig. Die dezente Musik nervt praktisch vom Ersten Moment an und löste zumindest bei mir das blanke Entsetzen aus. Ganz anders verhält es sich hier mit den Sounds - diese sind praktisch in allen Belangen gut bis sehr gut umgesetzt und wissen zu gefallen. Besonders möchte ich hier einige Waffensounds hervorheben, die wirklich sehr gut und vor allem knackig in Szene gesetzt wurden sind.


Wie schaut´s mit der KI aus?

Hier gibt es praktisch nur positives zu melden - die KI verhält sich erstaunlich flexibel und scheint so manches Mal sogar zu taktieren und so etwas wie ein Teamplay zu entwickeln. Besonders erstaunt hat mich folgendes - ich werfe eine Granate auf eine gegnerische Stellung. Mit einem lauten "GRANATE!" springen plötzlich alle in unmittelbarer Umgebung in Deckung, liegen auf dem Boden und halten sich die Hände auf den Kopf - Animationen und vor allem Verhalten, welche ich in noch keinem anderen Spiel zuvor bestaunen durfte. Ein anderes Mal schließt mir ein Soldat direkt vor meine Nase ein Gitter zu, um mich am Weiterkommen zu hindern. Eine andere Szene: einige Soldaten stellen mir eine Falle und kullern mir auf einer Treppe explosive Benzinfässer entgegen. Obwohl es sich hierbei natürlich um geskriptete Szenen handelt, erzeugt das ganze trotzdem Stimmung und lässt den Spieler das Gefühl bekommen, er würde tatsächlich in einer realistischen Umgebung agieren.

Negatives - auch hier gibt es etwas zu berichten

Leider leider gibt es auch in diesem Spiel einige negative Seiten zu berichten - denn auch Übersoldier ist nicht ganz ohne Bugs und einige hässliche Kehrseiten ausgefallen. Fangen wir mit dem streng linearen Gameplay an - sage und schreibe einen einzigen Lösungsweg für eine Mission gibt es. Für einen modernen Egoshooter ist das eindeutig zu wenig. Weiterhin gibt es auch an der genialen Physik Engine etwas zu mäkeln - manchmal bleibt der Protagonist einfach in einem Wirrwarr aus Gegenständen die zuvor umgeworfen wurden hängen und kommt nicht mehr weiter. Die Devise lautet dann "noch mal von vorne bitte!". Ähnlich verhält es sich mit den Untergrundkämpfern, welche Karl manchmal auf seinem Weg begleiten und für geskriptete Szenen zuständig sind. Manchmal kam es vor, dass ich unglücklich von mehreren Kämpfern umringt wurde und sich plötzlich niemand mehr von uns fortbewegen konnte - somit durfte ich diesen Abschnitt erneut spielen oder einen Spielstand laden. An dieser Stelle möchte ich aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass solche hässlichen Patzer nicht sehr oft vorkommen und eine große Ausnahme darstellen. Was den einen oder anderen abschrecken könnte währe der teilweise horrende Schwierigkeitsgrad, welcher selbst auf "leicht" stellenweise wirklich sehr schwierig ausgefallen ist. Häufiges laden und vor allem speichern ist hier wirklich Trumpf und oberstes Gebot.

Abschließende Worte und Fazit

Was bleibt unter dem Strich von Übersoldier übrig? Ganz einfach - ein grafisch enorm guter Egoshooter mit einigen ungewöhnlichen, aber durchaus sinnvollen Features und einer genialen Physik Engine. Der gute Rest des Spiels hingegen ist Shootereinheitsbrei wenn man dabei die gute KI der Gegner und einigen sehr ungewöhnlichen und sehr erfrischenden Animationen addiert. Der Preis dieses Spiels ist mit 24.99€ erstaunlich niedrig angesetzt und beweist, das gute Egoshooter, welche sich von der Masse in vielen Belangen absetzen wollen nicht viel Geld kosten müssen. Der teils hohe Schwierigkeitsgrad mag den einen oder anderen abschrecken. Der Umfang ist recht groß ausgefallen und sorgt aufgrund vieler, schwieriger Abschnitte für relativ langen Spielspaß und einigen Frustmomenten.

Im Klartext - Die Gesamtwertung

83 % - Übersoldier ist ein ungewöhnlich guter Egoshooter, welcher sich vom aktuellen Einheitsbrei in diesem Genre abgrenzt und abhebt. Für Fans dieses Genres sehr zu empfehlen !
__________________
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