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Medien Ihr wollt über Film & Fernsehen diskutieren oder euch über Musik und Bands unterhalten? Dann seid ihr hier genau richtig.

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Alt 24.04.2007, 22:32   #1
 
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Standard Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!

Hi, meine kleinen Community-Mitglieder!

Sind funktionierende Medien zwanghaft für eine funktionierende Demokratie erforderlich?! Das ist das Theme, worüber ich hier eure Meinungen hören möchte...

Grundsätzlich klingt diese Äußerung in meinen Ohren ja sehr schlüssig... Im Foldenden werde ich also meinen Standpunkt zu diesem Thema offenlegen und hoffe auf rege Beteiligung von euch!

Zunächst einmal stelle ich mir die Frage: "Was versteht man überhaupt unter Medien?"

Als Medien werden im Allgemeinen Informationsportale bezeichnet, die jedem Menschen in einer Gesellschaft zugänglich sein sollten. Hierzu zählen also Printmedien (=Zeitungen), Radio, Fernsehen und das Internet. Vor allem Letzteres hat in den letzten Jahren einen enormen Boom erlebt.

Doch wie funktionieren Medien nun in Bezug auf ihre Rolle in einer demokratischen Gesellschaft?!

Grundsätzlich kann man sagen, daß die Medien als Hauptaufgabe die Informationsverbreitung wahrnehmen. Im Rahmen dieser Tätigkeit werden den Bürgern also Dinge neutral vermittelt, um sie lediglich über Fakten zu einem Thema in Kenntnis zu setzen, von denen sie ansonsten wohlmöglich nicht so schnell erfahren hätten. Hierbei liefern die jeweiligen Redakteure also lediglich Informationen, welche sie z.B. durch Bilder anreichern.

Ein weiteres Instrument der Medien ist die Manipulation. Dieser Begriff klingt vom allgemeinen Sprachgebrauch her eher negativ, aber im eigentlichen Sinne zielt er lediglich auf "Beeinflussen" ab. Medien können also durch ihre allgemeine Tätigkeit der Information den Bürger in seiner Denkweise zu einem Thema beeinflussen. Dies ist in der Regel immer dann der Fall, wenn wertende Passagen in einem Bericht/Text/Kommentar vorhanden sind. Auch kann das Vertrauen der Bürger in die Medien missbraucht werden, da man als solcher eigentlich auf eine fundierte und den Maßstäben der Wahrheit gerecht werdende Berichterstattung vertrauen können sollte.

Das Letzte, wonach die Medien ihre Berichte gestalten, dient der Kontrolle. Dieser Begriff ist hierbei jedoch in zweierlei Hinsicht vertreten. So gibt es zum einen die Kontrolle, die lediglich dazu dient, zu kontrollieren, wie die Meinung der Bürger zu einem bestimmten Thema lautet. Eine solche Kontrolle geschieht meist im Rahmen von Meinungsumfragen. Die andere Form der Kontrolle meint, daß alleine die Medien entscheiden, was sie dem Volk mitteilen. Es kann also durchaus vorkommen, dass einige Tatsachen, die für manche Menschen wichtig sein könnten, einfach verschwiegen werden. Solche Vorkommnisse gibt es z.B. dann, wenn ein politisch einer bestimmten Richtung zugehöriges Medium negative Dinge über diese Richtung in Erfahrung bringen konnte. In einem solchen Falle wird dies dann unter Umständen verschwiegen, da man seinen eigenen Standpunkt natürlich nicht in ein schlechtes Licht rücken möchte.

Würden Medien also schlicht die Aufgaben der Informationsverbreitung wahrnehmen, wären sie eindeutig als positiv anzusehen. Doch die
Manipulation und die Kontrolle liefern einen faden Beigeschmack.

Die Medien haben durch ihre Informationsquellen, welche dem Volk nicht zugänglich sind, einen entscheidenden Vorteil gegenüber Außenstehenden. Doch sollten sie dies gewissenhaft nutzen. Auch die Unkenntnis einiger Bürger zu einem Thema kann leicht dazu verwendet werden, ihnen eine Meinung zu bilden, welche von den Medien durch falsche Berichterstattung vermittelt wird. Dies ist mir in einigen Fällen schon selbst passiert. So gab es z.B. ein paar Berichte, in denen ich durch fundiertes Wissen auf dem Gebiet teilweise über die komplett falschen Informationen nur den Kopf schütteln konnte. Und diese Erlebnisse weckten in mir ein mulmiges Gefühl! Denn in Bereichen, in denen man sich nicht so gut auskennt, kann man ja schlecht beurteilen, ob die Äußerungen nun der Wahrheit entsprechen oder nicht. Und genau hier liegt das Problem! Das Vertrauen in eine sachgerechte wahre Berichterstattung ist einfach zu groß. Man nimmt vieles einfach so hin, ohne jedoch zu hinterfragen, ob das Gesagte überhaupt der Wahrheit entspricht. Es müsste also ein Kontrollorgan geben, welches die Medien auf richtige Artikel/Beiträge überprüft. Doch dies ist angesichts der Vielseitigkeit der unterschiedlichen Plattformen nahezu unmöglich. Alternativ könnte man auch zunächst als Pflicht einführen, dass vor und nach einem wertenden Artikel oder Beitrag ein Warnhinweis vorhanden ist, welcher klarstellt, daß es sich bei dem Bericht lediglich um die Meinung des Journalisten handelt. Doch auch dies ist in der heutigen Zeit flächendeckend wohl eher Wunschdenken.

Fazit:
Grundsätzlich sehe ich in den Medien als reine Informationplattform nur Positives, doch hat die Erfahrung gezeigt, daß man nicht auf alles, was man hört/sieht/ließt blind vertrauen kann. Gerade bei leicht beeinflussbaren Menschen sollten sich die jeweiligen Verantwortlichen gut überlegen, was sie diesen mitteilen und was nicht. Denn Medien in Form der Manipulation und Kontrolle können meiner Meinung nach in einem demokratischen Staat einfach nicht förderlich sein, da jeder Mensch das Recht auf eine eigene Meinungsbildung haben sollte.

Und um meiner obigen Forderung zumindest teilweise gerecht zu werden: "Dieser Beitrag spiegelt lediglich die Meinung des Verfassers wieder."

Und nun seid ihr gefragt! Wie seht ihr diese Dinge?! Ich hoffe, ich konnte eure Gedanken zu einem Post bewegen und wir führen einen interessanten Meinungsaustausch zu dem Thema...

MfG Mr.Matschi
__________________
Eventuelle Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der allgemeinen Belustigung!
And that's the bottom line, 'cause MrMatschi says so!
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Alt 28.04.2007, 04:48   #2
 
Benutzerbild von kintaro26
 
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Standard AW: Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!

Eine funktionierende Demokratie kann aber auch nicht stattfinden, wenn die Bürger selbst nicht wählen gehen.

Weiterhin gibst noch das Problem, dass man sich erst kurz vor den Wahlen für Politik interessiert.(Oder gar nicht!)
Daraus ergibt sich (vielleicht), dass wieder dieselbe Person gewählt wird, der vllt. nicht eingehalten hat, was er versprochen hat.
Denn es wird nicht geprüft, was er bis dato bzw in den letzten 4 Jahre getan hat.

Mein SK-Lehrer sagt da immer dazu kopfschüttelnd:
"Uns (Deutschen) geht es zu gut! Wir müssen mehr darauf achten, was die
Platzpatronen da oben treiben."

"Jungs und Mädels, geht WÄHLEN! Denn absolut JEDE Stimme zählt. Das wissen die "Verrückten" und deshalb gehen sie auch immer wählen.
Wollt ihr von "Verrückten" regiert werden?"



Zu den von dir angesprochenen Medien bzw zu deinem eigentlich Thema muss ich mir noch Gedanken machen ^^
__________________
"Terrible" Terry Tate
"I don't got time for pain! The only pain I got time for
is the pain I put on fools who don't know what time it is!
"
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Alt 28.04.2007, 21:20   #3
 
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Kang00 hat die Renommee-Anzeige deaktiviert

Standard AW: Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!

Ich habe zu dem Thema mal einen Artikel verfasst (gut, befasst sich nicht grundsätzlich mit dem Thema, aber es geht halt um Wahlbeteiligung). Wer lesen will, hier ist er.

Ich schreibe selbst für die Zeitung und merke immer wieder, wie gezielt an Informationen manipuliert/gefeilt wird. Da kann ein einziges Wort entscheidend sein, da es die gesamte Gewichtung des Satzes verändern könnte. Allerdings kann man wenigen Redakteuren vorwerfen, sie enthalten den Lesern/Hörern/Zuschauern gezielt Informationen vor, denn meistens werden die Artikel dem Chefredakteur vorgelegt, der das Ganze liest und ohne Überprüfung seiner Arbeit durch andere den Artikel bearbeiten und ändern kann. So geschehen ist es bei uns in der Jugendredaktion auch. Da der Sposor für diese Seite in der Rundschau McDonalds ist, waren wir verpflichtet eine Beilage über McDonalds rauszugeben. Die ganze Redaktion war auf den Beinen um zu recherchieren, nachzuforschen und Interviews einzuholen. Das Ganze war kritisch und journalistisch hochwertig. Dann wurde die Sache McDonalds übergeben, die noch einmal "drübergeschaut" haben und dann zur Veröffentlichung freigegeben haben. Dann wurde gedruckt, und es gab einen Aufschrei der Frankfurter Rundschau-Kundschaft. Oben auf der Beilage prangte groß der Titel "Werbebeilage" und so las es sich auch. Alle Mitglieder der Jugendredaktion stürmten das Büro des zuständigen Redakteur uns beschwerten sich, dass das einfach nicht ihre Texte seien. Hier wurde eine Passage gelöscht, da ein Wort verändert, dort ein bisschen schöngefärbt. Und das Ergebnis war dann so etwas. Also nicht immer sind es die schreibenden Redakteure die für das veröffentlichte zur Verantwortung gezogen werden sollten.
__________________
Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.
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Alt 28.04.2007, 22:19   #4
 
Registriert seit: 10.03.2007

H-Milch wird schon bald berühmt werden

Standard AW: Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!

Ohne die Medien wäre die heutige, parlamentarische Demokratie gar nicht möglich, da jene die einzige Möglichkeit für das Volk bieten, die Herrscher zu kontrollieren.

Und da, laut dem Grundgesetz, alle macht vom Volk ausgeht, müssen die Bürger natürlich über jede politische Entscheidung oder Debatte informiert werden.

Ohne die Medien wäre also die heutige Demokratie unmöglich!
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Alt 28.04.2007, 22:56   #5
 
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Standard AW: Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!

Manipulation und Kontroll im Fern oder Internet sind doch schon längst Alltag.
Schaut euch doch mal Google, Microsoft oder Great Firewall of China.
Letzteres ist doch einfach heftig.
Was ich einfach nicht verstehe, ist, dass -obwohl es bekannt ist- nichts dagegen gemacht wird.
Denn, wenn es bekannt ist, verliert so eine Manipulation und Kontrolle an Sinn und Zweck. Das Ziel so einer Aktion ist doch der, dass absolut keiner davon erfahren darf oder soll.

Oder übersehe ich da was und es ist doch nicht so einfach... ?!

------

Den Fernseher nutz ich fast ausschliesslich nur zum Zocken.
Das Fernsehen an sich hat sich in letzter Zeit nur noch verschlechtert.
Aktuelle Bsp wären da die ständig wiederholenden Staffeln von hammerhart verkackten Serien, Seifen, Gewinnshows und was weiss ich noch alles.
Die Programme verkrüppeln langsam und ich hoffe, dass es auch seinen frühen und schnellen Tod findet. Sowas braucht echt kein Mensch.
Und langsam bin ich es Leid dafür noch zu kotzen...
__________________
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Alt 30.04.2007, 23:06   #6
 
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Standard AW: Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!

Zitat:
Zitat von H-Milch Beitrag anzeigen
Ohne die Medien wäre die heutige, parlamentarische Demokratie gar nicht möglich, da jene die einzige Möglichkeit für das Volk bieten, die Herrscher zu kontrollieren.

Und da, laut dem Grundgesetz, alle macht vom Volk ausgeht, müssen die Bürger natürlich über jede politische Entscheidung oder Debatte informiert werden.

Ohne die Medien wäre also die heutige Demokratie unmöglich!
Das Ganze geht auch ohne Medien. Politpropaganda , Mundpropaganda etc. Nur eben schlechter. Denn objektiv sind solche Überlieferungen nie. Sie machen nicht mal die Anstalten, so zu tun.

Grundsätzlich kann man aber sagen das neutrale, unabhhängige, unzensierte,gemässigte und kritische Medien sicher förderlich für die Demokratie sind, doch es gibt, wie der Threadersteller schon erwähnt hat, eben auch die Anderen Medien, wie zum Beispiel Zeitschriften von Angehörigen einer Partei, von Staat zensierte Medien, und medien die von Irgendwelchen Firmen gesponsert werden und dafür Werbung als ernsthafte journalistische Arbeit verkaufen.
Zitat:
Es müsste also ein Kontrollorgan geben, welches die Medien auf richtige Artikel/Beiträge überprüft.
Halte ich für ne ganz schlechte Idee, DAS wiederspricht den Grundsätzen der Demokratie. Öffnet der Zensur ja Tür und Tor.

Die bisher genannten Kritikpunkte lassen sich eigentlich verkraften, denn die unglaubliche Anzahl von verschiedenen Medien ist sozusagen das Heilmittel gegen Fehlinformation oder Manipulation.

Was mir hingegen sehr viel mehr Sorgen bereitet, ist die zunehmende Vermischung zwischen Information und Unterhaltung. Der liberale Medienmarkt verkauft Information als Produkt, und der Kunde zahlt nur für das, was er will, und eine reisserische Schlagzeile à la Bild ist für viele ein Kaufgrund, nicht etwa die Richtigkeit oder Genauigkeit der Informationen, nein, der Unterhaltungswert zählt. Das führt dazu, das sich das Volk immer weniger informiert, und immer mehr unterhalten lässt, wer will schon etwas über die politische Lage im Land wissen, wenn man genausogut ein Tittengirl auf Seite 3 angucken kann. Das selbe im TV.

Und ausserdem muss ja jede Zeitung möglichst viel einnehmen, für eine höhere Auflage tut man alles, der Profit und die Wirtschaftlichkeit des Magazins stehen im Vordergrund. Natürlich kann man auch mit sauber recherchierten Berichten und fundierten Artikeln Leser gewinnen, aber eben, die Tittengirls sind da wirkungsvoller. Die Formate richten teilweise ihre Berichte also nicht nach Wahrheitsgehalt oder Genauigkeit, sonden nach dem, was Viele Leser/Zuschauer anzieht, Sex und Gewalt. Und Paris Hilton.

Mich selber stört das weniger, ich habe ja genügend Alternativen. Doch für die Demokratie ist das nicht sehr hilfreich, denn das Interesse an aktuellen (politischen) Ereignissen wird nicht mehr gefördert, stattdessen mehr Gewalt und Sex auf die Titelseite, am Ende ist das Volk vieleicht zufrieden und unterhalten, doch informiert ist es nicht, was es wieder einfacher für politische Organisationen macht, die Leute mit Propaganda einzulullen, desinformiert wie die sind reichen da schon ein paar populistische Schlagwörter.

Ändern kann man die Situation aber nicht, da die Bürger selbstverständlich selbst wählen sollten wie sie sich informieren. Eine Kontrolle/Verstaatlichung der Nachrichtenorgane wäre da das grössere Übel, wie schon oben erwähnt. Und das nachdenken kann man eigentlich auch keinem aufzwingen. Leider. Einige Leute hätten das nämlich dringend nötig.
__________________

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Alt 01.05.2007, 00:19   #7
 
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Zitat:
Zitat von Zicu Beitrag anzeigen
Sex und Gewalt. Und Paris Hilton.
Also gegen Sex und Gewalt habe ich nix dagegen...okay, Gewalt eher weniger...
aber das Gesicht von Paris Hoe sollte man "Ghost in the Shell"-mäßig zensieren lassen.


-------

Zu der politischen Lage von heute sagt mein SK-Lehrer immer:

"Wenn ihr die unfähigen Platzpatronen nicht wählen wollt, geht und stellt euch selbst zur Wahl. Ihr seid jung und wisst und könnt besser als jeder andere nachvollziehen, wie sich die Jugend von heute fühlen..."

Teilweise hat er ja auch Recht.
Denn im Moment geht die dt. Politik in eine völlig falsche Richtung.
Bildung? Arbeitsplätze?
In meiner Stadt zum Beispiel wird ohne Ende gebaut und Steuergelder rausgeschmissen als wäre es Luft, die man ein -und ausatmet.
In der städtlichen Zeitung quatscht der Bürgerpenner irgendwas von: "...unsere Stadt wird dann schöner aussehen und braucht sich nicht vor anderen Städten zu verstecken..."
Das ist sooooo lächerlich!
Die Stadt schwimmt quasi in Schulden, aber es wird einfach mal gebaut, egal was ist.
Und für Bildung bleibt hier sowieso kein Geld über...
Da könnt ich echt kotzen...

-------
Politik müsste präsenter in den Städten, im Fern und generell in der Gesellschaft werden. Egal, ob jetzt nur ein Knacki auf die Werbung schaut oder nicht. (Abgesehen davon nerven andere Konzerne mit exorbitant ohrenschädlichen Melodien und sogenannte innovative Werbeideen die ganze Welt... Stichwort: Jamba)
Da muss einfach was passieren.

Natürlich muss ich auch dazu sagen, dass ich auch nicht brennend in Politik interessiert bin, aber wenn ich so sehe, was die Trotteln da treiben, da krieg ich so ein Hals... wahrscheinlich muss ich wieder kotzen...

Also der jetztige Oberbürgerdepp wird nächstes Mal nicht mehr gewählt, geschweige denn beachtet.
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Alt 24.05.2007, 14:04   #8
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Standard AW: Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!

"Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!" - diese Frage ist im Grunde sinnlos, den es wird an die Sache falsch rangegangen. Man kann auch fragen, kann man Ananas und Tomaten in einen gemeinsamen Salat legen? Man kann es natürlich zusammenlegen. Nur wird es auch schmecken?

Erst mal die Grundlagen. Was sind Medien? Medien sind Sender mit mehreren Empfängern. Die Sender senden Informationen und die Empfänger empfangen diese. Vor dem Internet war das Prinzip, dass es natürlich viel mehr Empfänger als Sender gab und die Information normalerweise nur in eine Richtung ging. Dazu kommt noch, dass die Sendebandbreite meist beschränkt war und man sehr viel Information komprimieren musste. Dafür konnte man davon ausgehen, dass die Information meistens überprüft war und man immer einen Verantwortlichen finden konnte. Mit dem Internet wurde die Sache anders. Jetzt kann es theoretisch so viele Sender wie Empfänger geben und in beide Richtungen kann die Information gleich wandern. Man kann jetzt seine Informationen zusammensuchen, denn die Sendebandbreite wurde sehr breit. Man kann auch die selbe Information aus mehreren Sendern holen und so die Vollständigkeit/Richtigkeit/Ehrlichkeit vergleichen. Der Preis dafür ist aber, dass man dieser neuen Informationsart weniger vertrauen kann und nicht immer den wahren Urheber/Verantwortlichen finden kann.

Was ist Demokratie? Nach Wikipedia:

Zitat:
Die Demokratie bezeichnete zunächst im antiken Griechenland die direkte Volksherrschaft. Heute wird Demokratie zumeist als allgemeiner Sammelbegriff für Herrschaftsformen gebraucht, deren Herrschaftsgrundlage aus dem Volk abgeleitet wird: z.B. direkte Demokratie, repräsentative Demokratie, Radikaldemokratie, Basisdemokratie.
es ist die Mehrheitsentscheidung durch das Volk. Das alleine wäre aber sinnlos. Wenn wir wirklich alles durch die Mehrheit des Volkes entscheiden konnten, also durch geheime Wahlen, sehe unser Land ganz anders aus. Den es gibt in unserem Staat einfach Sachen, die wurden diktatorisch festgelegt. Sonst könnten wir hier ohne weiteren ein nationalistisches System haben. Z.B. wenn es einen geheimen Volksentscheid gäbe, dass alles Ausländer ohne wenn und aber innerhalb der nächsten 12 Monate aus Deutschland raus müssen, dann wette ich, wir würden locker 50% schaffen. Und auf die Menschenrechte würde in der Anonymität auch geschissen werden. Im Staat können wie alle 4 Jahre die Regierung wählen. Wobei wir normalerweise eine Partei wählen und kein unabhängiges Programm, dass dann z.B. von neutralen Personen umgesetzt wird. Und die Parteiprogramme sind meist so dünn ausgelegt, dass nach der Wahl man diese beliebig verdrehen kann.

Vorauf ich jetzt hinauswollte, Medien und Demokratie kann man weiter unterteilen. Denn wenn der Staat z.B. ein Gesetz erlässt, muss er es im Land bekannt machen. Auch wenn es über Beamte geht, die dann das neue Gesetz dem Volk vermitteln, es ist ein Medium. Staat->Rat/Führung->Beamte im Land->Volk. D.h. Grundmediensysteme gehören wie die Sprache zum Menschen und sind genauso alt. Was jetzt hinzukommt, sind Mediensysteme außerhalb der Grundlage der menschlichen Kommunikation. Unterhaltung, Werbung, politische Ansichten. Und da beginnt das Problem der Beeinflussung. Da haben wir z.B.: Kürzung des Themas auf eine bestimmte Sendezeit, die halbe Wahrheit, Propaganda im eigenem Interesse. Dazu kommen noch die Faktoren, dass z.B. ausländische Interessenten sich in einem Land einen Sender aufbauen können und so das Volk von außen in seinen Entscheidungen für das Innen beeinflussen können.

Jetzt zu Hauptfrage: "Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!". Medien können ohne Demokratie wunderbar leben. Eine Demokratie (und jede andere Form der Organisation der Menschen) hat immer ein Grundmediensystem, die normale Kommunikation der Menschen in der Hierarchie der Organisation. Was hinzu kommt, sind erweiterte Medien die die Hierarchie durchbrechen und beliebig senden können. Diese Mediensysteme sind teilweise ein Bereicherung, teilweise ein Fluch. So kann die Frage "Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!" mit "sie passen zusammen" und "sie passen nicht zusammen" gleichermaßen beantworten. Man kann auch sagen "die passen zu Hälfte zusammen". Deshalb sagte ich am Anfang, die Frage ist Unsinn.

Was in dieser Beziehung fehlt ist der Zuschauer, der Empfänger. Eigentlich muss es eine Dreiecksbeziehung sein: Volk, Medien, Demokratie. Der Witz ist jetzt, das Volk betrachtet den Staat (normalerweise) kritisch und bestimmt diesen durch Demokratie. D.h. Demokratie ist ein Instrument des Volkes. Medien sind im Gegensatz wenig vom Volk beeinflussbar und die meisten wissen gar nicht, dass sie es könnten. D.h. Medien sind ein Instrument von (relativ) wenigen, die das Volk beeinflussen. Also: Medien beeinflussen das Volk, Volk benutzt teilweise durch Beeinflussung die Demokratie. So gesehen, haben Medien mehr Macht als die Demokratie und so sind diese kein Duo, den sie sind nicht gleichwertig. Damit sie gleichwertig werden, muss das Volk die Medien vollständig kontrollieren und abstraffen können. Aber dazu gehört erstmals, dass das Volk seiner eigenen Verantwortung bewusst wird und diese auch überlegt einsetzt.

Und jetzt ganz kurz: "Medien und Demokratie - Ein passendes Duo?!" - Nein! Es darf einfach kein Duo sein!

europa
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"In der Informatik geht es genau so wenig um Computer, wie in der Astronomie um Teleskope" - Edsger W. Dijkstra
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