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Alt 05.01.2007, 14:06   #1
Superpollution
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Standard Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...457787,00.html

Interessant, krass, absurd, kontrovers...
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Alt 05.01.2007, 14:30   #2
 
Benutzerbild von JoJoxxl
 
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Hab ich auch gelesen. Nun stell ich mir die Frage, ob das jetzt wirklich so schlimm ist wie es von einigen Organisationen propagiert wird.
Die Person ist so stark behindert, dass sie selbst auf keinen Fall überlebensfähig wäre. Also muss man sie pflegen. Die Pflege von einem kleinen Kind ist auch definitiv leichter als die Pflege eines Erwachsenen, der auf dem geistigen Stand eines kleinen Kindes geblieben ist. Nun hat man der entsprechenden Person ja auch gewisse Körperteile entfernt. Wenn man aber darüber nachdenkt, dann waren es ja eigentlich Körperteile, die die Person eigentlich sowieso nicht benutzen würde. Gebärmutter und Brust sind eigentlich zum Zeugen von Kindern gedacht und ich denke nicht, dass die behinderte Person Kinder zeugen würde. So waren diese Operationen ja eigentlich nur zum Vorteil des Kindes, denn sonst wäre die Chance auf Krebs oder ähnliches doch weitaus höher gewesen.
Wenn durch die Eingriffe in das Wachstum und die Entfernung von Gebärmutter und Brust das Leben des Kindes wirklich erleichtert wird, warum soll man es dann nicht machen? Ich sehe jetzt eigentlich keine wirklichen Nachteile für die betroffene Person.
JoJoxxl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2007, 14:58   #3
 
Benutzerbild von Mercury
 
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Wow, das ist eine wirklich schwierige Frage. Einenteils finde ich es unmenschlich so darüber zu entscheiden (Stichwort: Brust & Gebärmutter), aber andererseits .. man muss das größere Übel abwägen. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich diese Entscheidung nicht treffen könnte und das ich die Eltern mit ihrer Entscheidungspflicht sehr bemitleide.
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Alt 05.01.2007, 15:07   #4
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

ehrlich gesagt, ist dieser Fall nicht so besonders. Es ist typisch für Menschen, dass diese sich selbst formen wollen, ob freiwillig oder nicht. Wie viele Eltern wollen, dass ihre Kinder wohlerzogen, hochgebildet und gesund werden? Dafür gehen einige über alle Grenzen, wie Gewalt den Kindern antun, diese irgendwelchen dubiösen Experten zu überlassen oder diese in virtuelle Gefängnisse einsperren. Am Ende kommen gesundheitliche Fracks, Psychopathen oder Selbstmörder raus. Es ist eine Eigenschaft des Menschen nicht alle Folgen abschätzen zu können. Da gibt es keine Richtlinie, wie es "richtig" zu machen ist. Hinterher ist man immer schlauer.

Weiterhin sind wir auf der Welt um zu lernen. Für viele unsere Errungenschaften mussten Menschen sterben, ob freiwillig oder nicht. Solche Fälle, wo Experten vorhanden sind und Verwandte zustimmen, ist es nicht so tragisch. Ja, ein Leben wird vielleicht verunstaltet, vielleicht gegen seinen Willen, wäre aber nicht zum ersten Mal. Wir können nicht alle retten. Und wenn, dann sollten wir bei den tausenden Kindern beginnen, die seit sie 5-6 Jahre alt sind in den afrikanischen Minen nach Diamanten graben und im Alter von 14-20 an den Krankheiten alter Menschen sterben. In der Welt leben oder "existieren" sehr viele Menschen ungerecht.

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Alt 05.01.2007, 15:32   #5
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O-bake genießt hohes Ansehen
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Mich stört bei all diesen Themen immer der Begriff "Gott spielen".
Ab wann spielt man denn Gott?
Ab der Heilung einer Grippe? Ab einer Blinddarmentfernung? Ab einer Herztransplantation? Ab einer Hormontherapie? Oder erst ab einer Genmanipulation?

Wir Menschen lernen die Natur halt immer besser verstehen und begreifen immer mehr, was in der Natur geschieht. Warum also dieses Wissen nicht auch nutzen? "Gott spielen" oder wie Gott sein, ist doch was völlig anderes. Wir nutzen doch nur die Sachen die er uns gegeben hat. Gott selbst macht doch etwas ganz anderes. (Sofern man mal annimmt, dass es einen gibt).

Ob das ganze nun zum Positiven oder Negativen genutzt wird, ist eine komplett andere Frage und bei diesem Fall hier wohl auch sehr grenzwertig. Allerdings ist, wie ja auch schon gesagt wurde, schwierig zu vermitteln, wie denn der Fall objektiv aussieht, aber mich würden ja mal ein paar Statements der Ärzte interessieren. Die Eltern können ja noch so viel entscheiden, aber irgendwer muss es ja auch durchführen.
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Alt 05.01.2007, 17:26   #6
Superpollution
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Ich bin auch bei dieser Geschichte hier geteilter Meinung. Ich möchte es nicht verurteilen, denke aber auch nicht, dass es zu einer selbstverständlichen Vorgehensweise werden sollte. Im Einzelfall wie hier kann ich als erstes nur den Mut der Eltern zu dieser Entscheidung anerkennen.

Weitergehend möchte ich mich erstmal von diesem Fall lösen und etwas zur Ethik allgemein sagen. Ethik ist nichts logisches, sondern eine Ideologie, eine Wertvorstellung, die keinen Aufschluss über richtig oder falsch gibt. Oftmals wird im Sinne der Ethik nur moralinsauer über einen Umstand geurteilt.

Das Gott-spiel-Argument ist bloß wieder nach dem Motto schlag-mich-tot. Irrelevant. Setzt man mal die Existenz Gottes voraus ist es sogar Blasphemie dies zu behaupten. Aber da Gottes Existenz nur eine waage Annahme ist, ist es ohnehin gegenstandslos.

Wenn man das Ganzemal versucht völlig wertungsfrei zu sehen - also ohne moralischen Zeigefinger - bleibt erstmal nur davon auszugehen, dass die Lebensqualität des Kindes dadurch verbessert wird. Eine Pflegeerleichterung, ie in erster Linie dem Kinde zugute kommt, als Bequemlichkeit zu polemisieren halte ich für vermessen und zeigt nur, wie persönlich berührt Leute von Dingen werden, die sie eigentlich nichts angehen.

Dennoch. Ich würde nicht so handeln. In meinem Fall hätte es nichts mit Ethik zutun. Keine Ahnung warum. Ich würds nicht machen. Wie auch immer. Ich kann nur hoffen, dass die Gegner nicht einem Lynchkommando gleichkommen, wenn die Anonymität der Familie auffliegt - was wohl nur eine Frage der Zeit ist.
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Alt 05.01.2007, 17:57   #7
Alexandra-Bijou
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Zitat:
Zitat von Pollution Beitrag anzeigen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...457787,00.html

Interessant, krass, absurd, kontrovers...
Vorweg, nur dass es alle wissen, ich bin selbst körperbehindert und meine Erkrankung nennt man Osteogenesis imperfecta tarda, bedeutet, dass ich eine Bindegewebserkranknung habe, die die Knochen, Zähne, Augen und natürlich auch das Wachstum betreffen.

Ich möchte sehr offen über mein Leben und die damit verbundenen Schwerigkeiten reden. Ich messe grad mal einen Meter, lebe aber sehr autark und lege hohen Wert auf meine Selbständigkeit. Ich sitze übrigens im Rollstuhl. Mehr möchte ich nicht sagen, weils ja auch nicht zum Thema gehört.

Grundsätzlich ist mir klar, dass hier die meisten User vermutlich keinen Bezug zu behinderten Menschen haben und daher ihre Lebensituation auch nicht kennen.

Ich habe auch beruflich viel mit behinderten Menschen zu tun und was mir immer wieder auffällt, dass viele Nichtbehinderten behinderten Menschen keine sexuelle Identität zugestehen. Ich bin 32 und habe Sex - sehr Guten sogar *gg*. Der Mensch definiert sich über sein Geschlecht, als Babys erkennen wir sehr früh, ob wir Männlein oder Weiblein sind. Es ist unser Instinkt unser Geschlecht als unsere Identität zu erkennen.

Wusstet Ihr, das Frauen mit Lernbehinderung 3mal mehr sexuelle Gewalt erleben, als nichtbehinderte Frauen? Diese Studie wurde 1992 vom schweizer Verein Fabs erstellt. Körperbehinderte Frauen ohne Lernschwierigkeiten sind doppelt oft sexueller Gewalt ausgeliefert, als nichtbehinderte Frauen. Eine traurige und beschämende Tatsache.

Ich möchte nicht näher auf diese Studie und deren Folgen eingehen. Was ich eigentlich sagen möchte ist, dass jeglicher Eingriff in den intimsten Bereich - somit die Identität durch seine Geschlechtlichkeit darstellt.

Dieses "Wesen" namens Ashley ist weder Frau noch Mann, sie ist ihrer Identität beraubt worden und dies auf eine der menschenverachtensten Weisen, die man sich vorstellen kann. Ihre Eltern haben über ihr Leben bestimmt um sich von ihrer Verantwortungspflicht als Eltern zu drücken. Schlimmer nocht, sie haben ihr Kind zu einem asexuellen Wesen gemacht. Eine schlimmere Vorstellung gibt es kaum.

In den 60er Jahre wurde fast jede körper- und mehrfachbehinderte Frau zwangssterilisiert. Es wurde oft im Rahmen einer simplen OP durchgeführt. Jetzt nach über 40 Jahren laufen noch Klagen gegen die Täter - sprich Ärzte.

Zitat:
Die Person ist so stark behindert, dass sie selbst auf keinen Fall überlebensfähig wäre.
Singer sagt Ähnliches, er geht sogar noch weiter, indem er der Meinung ist, dass behinderte Neugeborene nach der Geburt getötet werden sollen. Menschenverachtend!!

Wer entscheidet denn, wer Recht auf Leben hat und wer bestimmt, was lebenswert ist. Keiner von Euch und ich ebenfalls nicht. Wir haben alle nicht das Recht über ein Menschenleben zu urteilen.

Zitat:
Die Pflege von einem kleinen Kind ist auch definitiv leichter als die Pflege eines Erwachsenen, der auf dem geistigen Stand eines kleinen Kindes geblieben ist.
Worauf bezieht sich dieses Statement? Erfahrung, Erzählung, Fernsehen oder Boulevardpresse?

Zitat:
Wenn man aber darüber nachdenkt, dann waren es ja eigentlich Körperteile, die die Person eigentlich sowieso nicht benutzen würde. Gebärmutter und Brust sind eigentlich zum Zeugen von Kindern gedacht und ich denke nicht, dass die behinderte Person Kinder zeugen würde. So waren diese Operationen ja eigentlich nur zum Vorteil des Kindes, denn sonst wäre die Chance auf Krebs oder ähnliches doch weitaus höher gewesen.
Also kann man zusammen fassend sagen, wer den Verstand nicht besitzt soll auch auf seinen Körper verzichten? Ja, diese Haltung hatten die Naziärzte, 7000 behinderte Frauen und Männer wurden zu medizinschen Versuche missbraucht. Gefährlich und menschenverachtend. Allein im Spiegelgrund liegen noch immer die Schädel unzähliger geistig behindeter Kinder ohne Namen und Identität ... die Ärzt hielten diese Kinder für lebensunwert, daher auch ein guter Grund, diese Kinder von ihren "Leid" zu erlösen.

Zitat:
...Mut der Eltern zu dieser Entscheidung ...
Unqualifizierter Blödinn. Was hat das mit Mut zu tun, wenn ich meinem Kind seine Identität raube? Das hat weniger mit Mut, als eher mit Feigheit zu tun.

Zitat:
wertungsfrei ... ohne moralischen Zeigefinger
Alles was den Menschen in seiner Persönlichkeit und auch seiner Entwicklung betrifft, kann man nicht als Werfrei betrachten. Dann müssten wir uns selbst von unser eigenen Identität trennen - geht aber nicht, denn wir wissen schon sehr früh, wer wir sind.

Es geht hier nicht um einen moralischen Zeigefinger, es geht hier um ein ureigenes Recht des Menschen, nämlich das Recht auf ein ICH ... und Ashly hat kein ICH mehr!!
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Alt 05.01.2007, 18:00   #8
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Zitat:
Zitat von Pollution Beitrag anzeigen
Weitergehend möchte ich mich erstmal von diesem Fall lösen und etwas zur Ethik allgemein sagen. Ethik ist nichts logisches, sondern eine Ideologie, eine Wertvorstellung, die keinen Aufschluss über richtig oder falsch gibt. Oftmals wird im Sinne der Ethik nur moralinsauer über einen Umstand geurteilt.
Ethik ist eine Ideologie, die aber intern logische Zusammenhänge benutzt. Ethik ist nicht perfekt, aber der Mensch ist es auch nicht.

Was Gott angeht, wir sind und waren schon immer Gott. Wir haben Gott erschaffen, wir haben ihn geklont, wir haben ihn getötet, wie vergewaltigen ihn, wie benutzen ihn um unsere eigene Scheiße zu übertunken. Gott ist eine Idee, aus der sich die Menschen beliebig bedient, wann und wie es ihnen passt. Gott ist eine Erklärung für viele Sachen, die uns zu revolutionär oder noch unmöglich erscheinen. Wir spielten seit Anbeginn der Zeit Gott. Wir haben das Feuer gebändigt, die Weltmeere bezwungen, die Elektrizität eingefangen, den Himmel erobert und neuerdings die Atomkraft entfacht. Wir werden auch die Gene entschlüsseln, uns Flügel und Flossen wachsen lassen und den Weltraum bereisen. Davor hält uns nichts auf, den wir sind Gott.

So haben wir schon immer Gott gespielt.

Zitat:
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Wenn man das Ganzemal versucht völlig wertungsfrei zu sehen - also ohne moralischen Zeigefinger - bleibt erstmal nur davon auszugehen, dass die Lebensqualität des Kindes dadurch verbessert wird. Eine Pflegeerleichterung, ie in erster Linie dem Kinde zugute kommt, als Bequemlichkeit zu polemisieren halte ich für vermessen und zeigt nur, wie persönlich berührt Leute von Dingen werden, die sie eigentlich nichts angehen.
ob die Lebensqualität wirklich verbessert wird, kann man nicht so einfach sagen. Das natürlich Leben hätte vielleicht für das Kind vorgesehen, so zu leben und bald auch zu sterben. Durch den Eingriff verlängern wir es aber vielleicht.

europa
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Alt 05.01.2007, 18:08   #9
 
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Rose_der_Nacht4 wird schon bald berühmt werdenRose_der_Nacht4 wird schon bald berühmt werden

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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

hmmm.... schrecklich ferstehe nicht warum unbedingt klein???? ist groß auch gleich schwer?? kann doch immer federleicht bleiben und Pflege braucht die ja immer noch und wozu gibt es Hilfsmittel
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Alt 05.01.2007, 18:22   #10
 
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Zitat:
Zitat von Pollution Beitrag anzeigen

Wenn man das Ganzemal versucht völlig wertungsfrei zu sehen - also ohne moralischen Zeigefinger - bleibt erstmal nur davon auszugehen, dass die Lebensqualität des Kindes dadurch verbessert wird. Eine Pflegeerleichterung, ie in erster Linie dem Kinde zugute kommt, als Bequemlichkeit zu polemisieren halte ich für vermessen und zeigt nur, wie persönlich berührt Leute von Dingen werden, die sie eigentlich nichts angehen.
Ich halte es nicht für eine Pflegeerleichterung. Es gibt genug erwachsene, (schwerst-)behinderte Menschen, die auch gepflegt werden. Zudem halte ich es auch für die Geschwister nicht hilfreich, wenn sie immer größer und älter werden, während ihre Schwester für immer ans Bett gekettet, wie ein Kind aussieht, sowas wird sie ihr ganzes Leben beeinträchtigen. Zudem weiß man nicht welche Qualen das Kind durchgemacht hat. Ich denke sehr wohl das ein Wesen auf dem geistigen Stand eines Babys denken kann. Wie sich das Mädchen wohl gefühlt hat, als es auf einmal in den Krankensaal gefahren wurde? Sie konnte nicht fragen was mit ihr gemacht wird, sie konnte es nicht entscheiden, ob sie für immer Kind bleiben will...
Was sie wohl in der Zeit für einen Stress und was für Schmerzen sie erleiden musste, kann man nur erahnen...
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Alt 05.01.2007, 18:34   #11
 
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Ich hab mir eben den Bericht durchgelesen, und bei "Die beiden Ärzte stimmten einer Therapie zu, die in dieser Form als Experiment gelten muss" dachte ich irgendwie an den Fall David Reimer (
David_Reimer David_Reimer
), dieser Fall wird wohl als Erfolg abgeschlossen werden, als Erfolg für die Ärzte und die Möglichkeiten die sie heute besitzen, doch an das Wohl von Ashley wird da nur mehr oder weniger gedacht. Natürlich wird es für die Eltern leichter sein, ein Kind anstelle eines Erwachsenen zu pflegen, doch auf längere Sicht, irgendwann werden die Eltern trotzdem nicht mehr in der Lage sein, sich um sie zu kümmern, und dann muss sie in ein Pflegeheim oder sonst wohin. Wer weiß, wie viel sie, auch wenn sie geistig schwer behinder ist, von all dem mitbekommen hat. Wenn jemand wie Ashley schon nicht in der Lage ist selbst so schwer wiegende Entscheidungen zu treffen, sollte man sie doch in Ruhe ihr Leben leben lassen und ihr wenigstens die Möglichkeit für ein trotzdem "normales" Leben zu geben,(auch als Schwerstbehinderte), ganz genau wie Alexandra-Bijou gesagt hat, man hat ihr das Recht auf ein ICH genommen.

Summer
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Sonnenschein

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Alt 05.01.2007, 18:50   #12
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Ausrufezeichen Entscheidend ist es, sein Leben bewusst und in Würde zu führen

Zitat:
Zitat von Alexandra-Bijou Beitrag anzeigen

Zitat:
Die Person ist so stark behindert, dass sie selbst auf keinen Fall überlebensfähig wäre.
Singer sagt Ähnliches, er geht sogar noch weiter, indem er der Meinung ist, dass behinderte Neugeborene nach der Geburt getötet werden sollen. Menschenverachtend!!

Wer entscheidet denn, wer Recht auf Leben hat und wer bestimmt, was lebenswert ist. Keiner von Euch und ich ebenfalls nicht. Wir haben alle nicht das Recht über ein Menschenleben zu urteilen.
Das ist deine rein subjektive Meinung. Man muss in jedem Einzelfall auf den Grad der Behinderung Rücksicht nehmen.
Zitat:
Zitat aus dem Spiegel Online-Artikel
Ashley ist seit ihrer Geburt geistig und körperlich schwer behindert. "Mit mittlerweile neun Jahren kann Ashley ihren Kopf nicht aufrecht halten, sich umdrehen oder ihre Schlafposition verändern, ein Spielzeug festhalten oder sich alleine aufsetzen, von gehen oder sprechen ganz zu schweigen", beschreiben ihre Eltern. Das Mädchen reagiert zwar auf seine Umgebung, aber Ärzte gehen davon aus, dass es sich in Zukunft geistig nicht weiter entwickeln wird.
Nach meinem Verständnis von einer lebenswerten Existenz, ist diese für das Mädchen nicht gegeben. Sie wird sich niemals richtig bewegen können, auch artikulieren kann sie sich wohl niemals.
Zudem wird sie sich geistig wohl niemals weiterentwickeln, weshalb ihr ein eigenständiges Denken Zeit ihres Lebens versagt bleiben wird.
Ob mit oder ohne den getätigten Eingriff, in meinen Augen ist diese Art zu leben für die Person selbst als auch für die Angehörigen einfach nur eine Qual.
Ich weiß, der Begriff Euthanasie wird nicht gern gehört und ist gerade durch den Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus stark belastet, aber in diesem Fall wäre es eine weitaus humanere Lösung als dieses Kind einfach ohne Identität und Bewusstsein vor sich hinvegetieren zu lassen.
Ich sehe es als völlig richtig an, dass Euthanasie ohne Einverständnis des Patienten nicht praktiziert werden darf, doch in Fällen wie diesem sollten die nächsten Angehörigen diese Entscheidung übernehmen.
Dies ist kein Aufruf zur Tötung geistig oder körperlich behinderter Menschen, wir sollten aber immer ein menschenwürdiges Leben in den Vordergrund stellen, und das sehe ich bei Ashley nicht gegeben.
Wem der Begriff Euthanasie nicht zusagt, der kann auch die aktive Sterbehilfe als Begriff nutzen.
Euthanasie ist aber kein verdorbener Begriff, denn die Definition des Wortes lautet wie folgt:

Die Euthanasie (griechisch ευθανασία, euthanasía - guter Tod (auch: gute Tötung oder schöner Tod)) bezeichnet die Sterbehilfe für unheilbar Kranke und Schwerstverletzte mit dem Zweck, ihnen qualvolles Leiden zu ersparen.

Herkunft:

abgeleitet vom griechischen ευθανασία „euthanasia“ als Zusammensetzung des griechischen eu „gut“ und thanatos „Tod“

Bedeutungen:

[1] medizinisch: die Erleichterung des Sterbens, das bewußte Herbeiführen des Todes
[2] historisch: im nationalsozialistischen Sprachgebrauch für die systematisch durchgeführte Ermordung von psychisch kranken und behinderten Menschen

Leider erfuhr der Begriff aber im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel:
über "ärztliche Handlung, um Sterbenden den Todeskampf zu erleichtern" (so Francis Bacon Anfang des 17. Jahrhunderts), "Sterbebegleitung" (Hospiz) im 18. und 19. Jahrhundert, wobei die Beschleunigung des Sterbens kategorisch abgelehnt wurde, "Sterbehilfe", wobei unheilbar Kranke und Behinderte miteinbezogen wurden (Roland Gerkan um die Jahrhundertwende), bis hin zur ideologisch motivierten "Vernichtung lebensunwerten Lebens" im nationalsozialistischen Deutschland.

Quelle: Wikipedia.de -
Geschichte_der_Euthanasie Geschichte_der_Euthanasie
/ Begriffsklärung

Wenn übrigens gesagt wird, wir dürften uns nicht anmaßen zu entscheiden, dass ein Leben nicht lebenswert sei, dann kann man das ganze genau so gut umdrehen.
Warum maßen wir uns an, das pure Überleben als solches vor alles andere zu stellen? Leben heißt nicht nur, dass wir unsere Körperfunktionen aufrecht erhalten, es bedeutet vielmehr auch eine Existenz in Würde und mit der Fähigkeit des eigenständigen Denkens zu führen.
Ich halte es also für genauso schändlich zu entscheiden, dass ein Mensch unter allen Umständen zu leben hat, selbst wenn er sich seiner eigenen Existenz nicht bewusst ist.
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Geändert von Beam02 (05.01.2007 um 18:53 Uhr)
Beam02 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2007, 18:56   #13
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Zitat:
Zitat von Alexandra-Bijou Beitrag anzeigen
Es geht hier nicht um einen moralischen Zeigefinger, es geht hier um ein ureigenes Recht des Menschen, nämlich das Recht auf ein ICH ... und Ashly hat kein ICH mehr!!
deine ganzen Ausführungen sind wirklich schön und man sieht, dass diese von einem Menschen mit eigener Erfahrung kommen. Nur reicht es nicht. Das Problem ist, diese Welt besteht nicht aus Individuen, sondern aus einer Gesellschaft mit viel Gruppenzwang. Ein schwer behinderter Mensch kann nicht auf sich alleine gestellt überleben. Sie/Er braucht jemanden oder viele, die sich um ihn kümmern. Und so muss ein ICH auch den anderen ICH's Platz machen, woraus WIR wird. Kümmern kann auch viele Seiten haben, eben liebevoll, über ignorant bis langsam töten. Auch wenn wir alle die Vorstellung von einer perfekten Gesellschaft in unseren Köpfen haben, die Realität ist anders. Nicht jeder ist bereit sich für jemanden anderen zu opfern, wenn es seine eigenen Kräfte übersteigt. Wie viele gesunde Eltern geben ihre gesunde Kinder ins Weisenhaus? Ob aus Ignoranz oder sozialen Gründen. Man kann diese auch nicht endgültig zwingen die volle Verantwortung zu übernehmen. Zwang führt oft ins Gegenteil, und so landen auch mal Kinder im Kühlschrank oder im Blumentopf auf dem Balkon.

Es gibt keinen perfekten Weg. Man muss oft abwägen, was das beste Übel ist. Wenn sich später keiner um das Kind kümmern will, können wir hier so lange philosophieren und Demonstrationen veranstalten wie wir es wollen, es würde dem Kind nicht helfen. Wenn seine Eltern überfordert sind, können die auch zusammenbrechen und zum Pflegefall werden. Wenn das Kind irgendwo abgegeben wird, geht es dem vielleicht nicht besser als bei seinen Eltern. Es hängt vieles von der Umgebung ab. Einige Behinderte haben gute Fürsorger, denen keine Anstrengungen zu groß sind. Andere nicht.

Was die sexuelle Identität angeht, die haben nur wenige wirklich. Wer glaubt in unserer Welt gibt es nur männlich und weiblich, der ist so blind wie die Nacht ohne Mond. Wir haben viele Geschlechtsarten des Menschen, nur weigern wir uns die meisten anzuerkennen. Und man ist nicht immer Herr/in über sein Geschlecht. Man muss nicht körperlich behindert oder vertummelt sein, um kein Geschlecht zu haben. Jedenfalls keins, dass die meisten anerkennen. Und über das nicht-/vorhandene Geschlecht entscheidet sich nicht, ob jemand etwas ist oder nicht. Das ICH kann keiner wegnehmen, wenn ich es nicht will.

europa
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Geändert von europa (05.01.2007 um 19:00 Uhr)
europa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2007, 18:59   #14
 
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Was einer nicht weiß, macht einen nicht heiß...
Dieser knackige Spruch passt gut zu diesem Thema, denn woher will dieses Mädchen wissen, dass es weitaus schönere Arten von leben gibt? Ich kann mir gut vorstellen, dass sie glücklich ist, denn auch Bilder können schöne Gefühle auslösen, und Sinnesempfindungen nimmt sie ja wahr. Blumen, mit schönen intensiven Farben, Lachen, Wärme, Stimmen, all das kann in ihr Freude auslösen, wobei heftige Bewegungen, Schmerzen, laute Geräusche, Dunkelheit ihr weh tun können. Ich zumindest halte ihr Leben für lebenswert und finde nicht, dass hier Sterbehilfe notwendig ist, denn wenn sie Schmerzen hat, denn liegt das wohl eher an diesen Menschen unwürdigen Operationen...(siehe meinen letzten Beitrag in diesem Thread)
In diesem Punkt kann ich beam 02 nicht zustimmen...
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Zonky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2007, 19:13   #15
Alexandra-Bijou
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Zitat:
Zitat von europa Beitrag anzeigen
Das ICH kann keiner wegnehmen, wenn ich es nicht will.

europa
Blödsinn!! Ashley wurde nicht gefragt, es wurde bestimmt. Und zwar von den Menschen, die für sie eigentlich sorgen sollten und ihr ein lebenswertes Leben bieten sollten.

Am aller meisten ärgert mich, dass diese Eltern als Begrüdnung nannten, dass sie kein qualifiziertes und vertrauenswürdiges Pflegepersonal finden würden. Etwas beleidigenderes und menschenverachtendes hab ich selten gelesen.
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Alt 05.01.2007, 19:24   #16
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Benutzerbild von Beam02
 
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Zitat:
Zitat von Alexandra-Bijou Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von europa Beitrag anzeigen
Das ICH kann keiner wegnehmen, wenn ich es nicht will.

europa
Blödsinn!! Ashley wurde nicht gefragt, es wurde bestimmt. Und zwar von den Menschen, die für sie eigentlich sorgen sollten und ihr ein lebenswertes Leben bieten sollten.
Welches sie in ihrem Zustand eh nie haben kann, ob mit oder ohne den Eingriff.
Außerdem frage ich dich, wie man das Kind in diesen Entscheidungsprozess mit einbeziehen soll? Sie ist geistig auf dem Niveau eines Säuglings, so jemand kann keine Entscheidungen treffen.
Für mich einer der Hauptgründe, warum Ashley niemals ein Leben in der ihr zustehenden Würde führen könnte.
Die körperlichen Defizite des Kindes sind schon schlimm genug für sie und alle beteiligten, aber hinzu kommt eben, dass sie nie eigentständig denken und entscheiden kann. Ich wüsste nicht, welchen Wert dieses Leben noch für sie selbst hätte.
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Beam02 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2007, 19:27   #17
 
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Rose_der_Nacht4 wird schon bald berühmt werdenRose_der_Nacht4 wird schon bald berühmt werden

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da kann ich Alexandra-Bijou nur zustimmen. was haben die Eltern überhaupt davon??? die muss trotzdem gefüttert werden, gewickelt, gebadet und so. die arbeit wird nicht weniger dadurch!
Rose_der_Nacht4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2007, 19:34   #18
Alexandra-Bijou
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Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

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Zitat von beam 02 Beitrag anzeigen
Welches sie in ihrem Zustand eh nie haben kann, ob mit oder ohne den Eingriff.
Es ist ja nicht so, als ob wir im 16. Jahrhundert lebten, wo ein behindeter Mensch eh nichts Wert war. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Behinderte als Schaubojekte vorgeführt.

Heute gibt es unzählige Möglichkeiten behinderten Menschen ein würdevolles Leben zu bereiten. Ja, und vielleicht hätte Ashley gefördert werden können? Aber es ist halt leicht, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, weil es einfach bequemer ist.

Ich erlebe leider viel zu oft dieses verantworungslose Verhalten von Menschen, die glauben, dass nur ein Leben lebenswert ist, wenn es schön, gross und gesund ist. Welch ein Irrglaube, denn eines ist mal klar: Behinderte Menschen wird es immer geben und nur wir selbst können entscheiden, wie wir mit einander umgehen.

Achja und eines sollte auch jedem hier klar sein: Ihr könnt nicht sicher sein, dass ihr auch ewig fit und gesund bleibt. Man kann schneller zum Pflegefall werden, als man denkt und niemand ist davor gefeiht, selbt mal einen Rollstuhl benutzen zu müssen oder gewickelt zu werden ...
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Alt 05.01.2007, 19:49   #19
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Ausrufezeichen AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

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Zitat von Alexandra-Bijou Beitrag anzeigen
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Zitat von beam 02 Beitrag anzeigen
Welches sie in ihrem Zustand eh nie haben kann, ob mit oder ohne den Eingriff.
Es ist ja nicht so, als ob wir im 16. Jahrhundert lebten, wo ein behindeter Mensch eh nichts Wert war. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Behinderte als Schaubojekte vorgeführt.

Heute gibt es unzählige Möglichkeiten behinderten Menschen ein würdevolles Leben zu bereiten. Ja, und vielleicht hätte Ashley gefördert werden können? Aber es ist halt leicht, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, weil es einfach bequemer ist.

Ich erlebe leider viel zu oft dieses verantworungslose Verhalten von Menschen, die glauben, dass nur ein Leben lebenswert ist, wenn es schön, gross und gesund ist. Welch ein Irrglaube, denn eines ist mal klar: Behinderte Menschen wird es immer geben und nur wir selbst können entscheiden, wie wir mit einander umgehen.

Achja und eines sollte auch jedem hier klar sein: Ihr könnt nicht sicher sein, dass ihr auch ewig fit und gesund bleibt. Man kann schneller zum Pflegefall werden, als man denkt und niemand ist davor gefeiht, selbt mal einen Rollstuhl benutzen zu müssen oder gewickelt zu werden ...
Du scheinst meine Argumentation völlig falsch interpretiert zu haben.
Niemand hier will behinderten Menschen ein Leben in Würde abstreiten, auch mit körperlichen und / oder geistigen Einschränkungen kann man durchaus glücklich sein und ein menschenwürdiges Leben führen.
Ich habe spezifisch vom Fall Ashley gesprochen, wo ich einfach zu viele schwere Einschränkungen für das Mädchen sehe. Außerdem habe ich in dieser Angelenheit genauso wie du eine subjektive Meinung, welche in Frage zu stellen du nicht berechtigt bist.
Für mich ist dies eben keine lebenswerte Art zu existieren, das heißt aber nicht, dass ich die Entscheidung der Eltern in Frage stellen würde.
Letztendlich haben sie zu entscheiden, was mit ihrem Kind passiert, auch wenn ich den von ihnen eingeschlagenen Weg nicht gewählt hätte.
Ein so qualvolles Leben würde ich meinem Kind ersparen wollen, weswegen ich eher der Alternative der Sterbehilfe beipflichte.
__________________
"You know shit just got real when Vegeta's face is in the dirt. It's like the bat signal for Goku to save the day. This is what Dragon Ball is all about!"
Beam02 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2007, 20:06   #20
Alexandra-Bijou
Gast
 


Standard AW: Gewagter Eingriff in ein menschliches Leben.

Zitat:
Zitat von beam 02 Beitrag anzeigen
Niemand hier will behinderten Menschen ein Leben in Würde abstreiten ... spezifisch vom Fall Ashley gesprochen
Das Problem an Ashleys Fall ist, dass ich befürchte, dass diese Art der Problembeseitigung Mode macht. Was ist, wenn andere Eltern ebenfalls auf die Idee kommen, ihr Kind zusätzlich zu verstümmeln, damit sich diese Eltern ihrer Verantwortung entziehen können? Glaubst du nicht, dass dieses Verhalten nicht andere Menschen animieren könnten? Ashley könnte eine von Vielen sein. Und das ist das Tragische an dem Ganzen! Man sieht nur, wie wenig menschliches Leben respektiert wird. Und wie leicht es sich manche Menschen machen, damit sie sich nicht zu sehr mit diesen Problemen beschäftigen müssen. Ignoranz und Dummheit zeigt sich hier, gepaart mit Zynismus und Arroganz!
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